Allgemein, Glaube

H e r z e n s g e s t a l t e r

In Gottes Herzen gibt es einen Platz, den nur ich füllen kann. Gott sehnt sich nach mir und ich bin dazu geschaffen seine Sehnsucht zu stillen. Meinen Platz in seinem Herzen einzunehmen.

Was für eine atemberaubende Aussage über den Schöpfer dieser Erde.

Du wirst eine herrliche Krone sein in der Hand des Herrn und ein königlicher Kopfschmuck in der Hand deines Gottes   Jes 62

Gott schmückt sich mit mir, weil er mich so wertvoll erachtet. Ich, die Krone in seiner Hand. Ich, sein Kopfschmuck.

Er neigt sich zu uns, geht uns nach, sucht uns.

wp_20180906_19_19_59_pro-21.jpgSein Blick schweift über diese Erde, um sich an denen mächtig zu erweisen, deren Herz ihm ungeteilt gehört.  2 Chr 16.9

Er ist ein Gott, der Ausschau hält und während sein Blick über diese Erde schweift, hält er plötzlich inne, weil er mich sieht.

Das Ganze hat etwas mit meinem Herzen zu tun, denn er will sich mächtig erweisen an denen, deren Herz ihm ungeteilt gehört. Gott lieben mit ganzem Herzen. Ganz mit ihm, bei ihm sein.

Wir fragen uns oft, wo Gott gerade ist, doch Gott fragte Adam, wo bist du, Mensch.

Martin Buber sagt, dass Gott damit nicht etwas erfahren will, was er noch nicht weiß. Er will mit dieser Frage etwas bewirken, was nur durch eine Frage bewirkt werden kann, die ins Herz trifft.

Vielleicht ähnelt es der Frage Jesu an Petrus: hast du mich lieb?

Wir können uns den Augen Gottes nicht entziehen, aber wir können ihm unser Herz entziehen. Wir können unser Herz aufteilen in Bereiche, wo wir ihn hineinlassen und andere, die wir vor ihm verschließen.

kroatien2014-141-kopie1.jpgIch weiß, Gott könnte mir alles nehmen – nur mein Herz nicht. Das muss ich ihm geben.

Das ist die Würde, das ist die Freiheit unserer Entscheidung, von der die Bibel spricht.

Er, der Herzensgestalter, wie es in Ps 33.15 heißt, er allein kennt das Herz der Menschenkinder.

Mehr als alles gib Acht auf dein Herz, denn aus ihm strömt das Leben.  Spr 4.23

Dazu müssen wir verstehen, dass das Herz die tiefste Quelle geistlichen Lebens ist. Der Ort an dem wir mit den erleuchteten Augen sehen sollen.

Hier empfangen wir und hier wird gefestigt, was wir empfangen haben. Wir brauchen Herzensgedanken, Gedanken, die unser Herz erreichen, denn von ihm geht das Leben aus.

Ich empfinde immer mehr, dass wir oft in unserem Leben, unseren Gemeinschaften daran vorbei gehen, Gott aber so eine Sehnsucht danach hat, unsere Herzen zu berühren.

Wovor fürchten wir uns?