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Sehen

Dieser Moment, wenn wir sehen dürfen, was wir geglaubt haben …

Eigentlich sollten wir denken, das ist DER Moment des vollkommenen Glücks, der Erfüllung. Es ist wunderschön, mein Herz ist voll Dankbarkeit, aber es ist auch etwas anderes darin – etwas Zerbrechliches. Und das ist gut so, denn es hält mich bei dem, der mir im Leben ALLES geworden ist. Gerade jetzt empfinde ich mich abhängiger denn je von seiner Nähe, Kraft, Versorgung. Ich kann nicht einfach aus eigener Kraft weitergehen. Ich denke an die Wüstenzeit und weiß, hier war mir Gott ganz nahe. Er hat all meine Worte, mein Rufen, mein Sehnen und Hoffen gehört und bewahrt. Es ist wie bei Daniel:

Fürchte dich nicht, Daniel! Denn von dem ersten Tage an, da du dein Herz darauf gerichtet hast, Verständnis zu erlangen und dich vor deinem Gott zu demütigen, sind deine Worte erhört worden; … Dan 10.12

So wie ich wusste, Gott ist mit mir in der Wüstenzeit, genauso weiß ich, er ist jetzt in dieser Zeit. Diese Zeit des Wandels. Der Spätsommer, in dem ich unsere Tochter wieder einen Schritt weiter loslasse in ihre Eigenständigkeit hinein, wo ich den Sommer in unserem Garten verabschiede und gleichzeitig die Ansätze sehe, dass das Neue schon am Werden ist.

Ich weiß es, weil es mich das Leben gelehrt hat, weil ich es Jahr für Jahr erlebe und es fest verwurzelt worden ist in meinem Herzen. Gott hat das Neue schon vorbereitet.

Die vergangene Woche war gefüllt mit Absprachen mit dem Verlag, der Lektorin und dem Grafikbüro. Es war ein so gutes Erleben, eine Leichtigkeit – und dann kam es zum Werden des Buchcovers und ich merkte, ich wünschte mir, dass es etwas Besonderes, Aussagekräftiges werden sollte und gleichzeitig wollte ich ihm nicht zuviel Bedeutung geben. Und dann kamen die ersten Vorschläge und ich empfand, das ist noch nicht das richtige, versuchte zu formulieren, was mir zu fehlen schien. Kurz darauf neue Vorschläge – erst einmal nur Fotos. Eines davon rührte sofort etwas in mir, doch bevor ich mich an den Verlag wenden konnte, kam wieder eine Mail mit einem Cover – schon fertiggestellt mit genau diesem Bild, das mich so bewegt hatte. Dieses Bild – es ist nicht Manuel, mein Sohn, und ich bin es auch nicht auf dem Cover – aber, wie jemand formulierte, es erinnert an uns beide und das ehrt mich, denn er, Manuel, ist einer meiner großen Glaubenshelden. Und so sieht er von Hinten aus …

Ich lerne viel von ihm und so freut es mich, wenn dieses Coverbild von uns beiden spricht.

Eine Freundin formulierte in diesen Tagen, dass das Cover für sie Sehnsucht, Erfüllung, Hoffnung und Herrlichkeit ausdrückt. Das ist genau das, was ich mir wünsche für dieses Buch: Es soll Sehnsucht wecken, zeigen, dass diese von Gott gefüllt werden will, Menschen neue Hoffnung für ihr Leben, ihren Glauben geben und von der Herrlichkeit Gottes erzählen. Und dann könnte dieses Land durchaus die Wüste Israels sein, in der ich selber Anfang des Jahres saß und danach fragte, was werden wird, betete, hoffte und versuchte zu glauben. Und gleichzeitig ist es das Land, das Gott zeigt, wenn er uns Neues zeigen möchte – dies Land ist voll Sehnsucht, Erfüllung, Hoffnung und Herrlichkeit. Doch wir müssen hineingehen.

Von diesem Hineingehen schreibe ich in meinem Buch und wenn du davon mehr lesen möchtest, kannst du es dir in einer Woche kaufen oder bestellen.