Allgemein, Glaube

Gottes Geschichte

Die Geschichte Gottes mit den Menschen, mit Abraham, Mose, Elia, Johannes – und nun heute mit dir, mit mir – ich liebe sie.

Mir sind diese Geschichten seit meiner frühesten Kindheit vertraut. Manchmal, wenn ich in der Bibel lese, höre ich noch die Stimme des Erzählers aus meinen Kindertagen. Während sie vor meinem inneren Auge wie ein Film abläufen, während ich darüber nachdenke, bewegt es mich sehr – du und ich, wir sind ein Teil dieser Geschichte.

Die Apostelgeschichte hat nicht aufgehört. Wir schreiben sie heute weiter. Wir sind ein Teil davon.

Und über allem steht Gottes unendliche Liebe.

Ich sehe das AT, die Menschen, einzelne und dann das erwählte Volk Israel – und sehe Liebe.

Dann gehen wir mit Jesus durch das NT – Liebe fließt zu den Menschen, die Güte des Vaters wird bei jedem seiner Schritte, seiner Worte sichtbar.

Schließlich fließt sie vom Kreuz zu uns. Der Vorhang zerriss. Es war vollbracht. Es ist vollbracht. Der Stein wurde weggerollt. Darin dürfen wir heute leben.

Von dort aus lebten die Apostel die Geschichte Gottes mit den Menschen weiter. Jesus lies sie zurück mit einer Verheißung und einem Auftrag:

Ich bin bei euch alle Tage…

Gehet hin in alle Welt….

Wenn ich von dort aus nun auf mein Leben schaue, was empfinde ich dann? Wie sieht das aus? Oft erscheint mir mein Leben klein, sehr klein, manchmal auch unbedeutend. Ich selbst mache mein Leben oft klein, eng, unbedeutend, indem ich es durch meine Vorstellungen, meine Erfahrungen begrenze.

Heute möchte ich uns herausrufen aus unserer Enge, unseren Boxen, unseren Verstecken, unseren Erfahrungen, vielleicht Hoffnungslosigkeit, Verzagen.

Ich habe die vergangenen Jahre erlebt und mehr und mehr glauben gelernt, dass Gottes Gedanken so anders sind über mir, als meine eigenen Gedanken.

Voller Freude frohlockt er über dich, in seiner Liebe schweigt er, mit Begeisterung jubelt er über dich.  

Zeph 3.17

Kennst du diesen Gott, der über dich frohlockt, der jubelt, wenn sein Blick über die Erde schweift und sich auf dich richtet?

Der durch das Hl 2.14 spricht:

Ich genieße deinen Anblick, deine Stimme…

Die Passiontranslation übersetzt diesen Vers ganz wunderbar:

How beautiful your eyes of worship and lovely your voice in prayer.

Wenn sein Blick über diese Wet schweift – Gott liebt es, dich dabei zu entdecken. Seine Augen bleiben an dir hängen. Er liebt deine Stimme, jedesmal wenn du sie vor ihm erhebst – in Anbetung genauso wie im Schmerz.

Ich glaube, wir haben zur Zeit nichts nötiger, als unser Bild über Gott immer wieder zu hinterfragen. Gott zu fragen, wie bist du eigentlich? Wie siehst du mich?

Offenbare dich mir. Ich will mehr von dir sehen, hören.

Und dabei geht es mehr darum, dass wir seine Gegenwart erleben, als dass wir weiter Informationen über Gott sammeln. Das, was in der Bibel steht über Gott, muss sich in meinem Leben bezeugen. Ich bin nicht mehr zufrieden damit, dass ich Dinge weiß und versuche zu glauben, aber es nicht sichtbar, erlebbar wird.

Die Jünger aus der Apostelgeschichte die hatten die Apostelgeschichte noch nicht, die hatten das Neue Testament noch nicht, sie mussten herausfinden, wie die Dinge funktionieren. Und plötzlich entdeckt Petrus am Pfingsttag, wow, das, was wir gerade erleben ist das, was in Joel geschrieben steht.

Davon können wir lernen. Wir schauen mit dem, was wir erleben, was wir meinen zu erfahren, zu sehen, in die Bibel und können dort feststellen, ja, das kommt von Gott, denn dort steht es geschrieben.

Oder es kommt von Gott, denn so ist Gott. Aber dazu müssen wir ihn kennen. Seine Art, sein Wesen. Er ist nicht wie…

Wir müssen wissen, er ist Liebe.

Er ist das lebendige Wasser.

Er ist der Gott, der sieht, der hört.

Die Wahrheit.

Der Weg.

Er ist Güte.

Freude.

Friede.

Wenn du etwas Gutes suchst, wenn du Leben suchst – du findest es in Gott.

Sei gesegnet!