Mose

Er hielt sich an den Unsichtbaren, als sähe er ihn.

Hebr 11.27

So heißt es im Hebräerbrief über Mose. Mose, einer meiner Lieblingsmenschen der Bibel. Ein Mann, der so nahe an Gott dran war, der so eine starke Sehnsucht nach immer noch mehr hatte, wie ich es selbst in mir verspüre.

Ein Mann der mutig war.

Ein Mann in dem Gott den Leiter sah, der SEIN geliebtes Volk in die Freiheit führen sollte, obwohl dieser Mann zum Zeitpunkt seiner Berufung in der Wüste lebte, um dort Schafe zu hüten. Es waren nicht einmal seine eigenen Schafe, sondern die seines Schwiegervaters.

Wie wunderbar, dass Gott immer das Mehr in uns sieht. Dass ER das sieht was wir sein können, wenn wir hinhören und Antwort geben auf Sein Wort in unser Leben hinein.

Sich an den Unsichtbaren halten, als ob wir ihn sähen.

Mose durfte so viel von Gott sehen, wie kein anderer Mensch auf dieser Erde. Und doch gab es auch Zeiten, wo er den nur gehörten Worten, den komischen Erlebnissen wie brennenden Büschen trauen und vertrauen musste.

Darin finde ich mein Leben wieder. Komische Erlebnisse, schwer beschreibbare Gefühle und Empfindungen, Worte, die fremd und unrealistisch klingen. Manchmal einfach nur zu einfach – und doch erlebe ich, SEINE Worte, da wo ER gesprochen hat, bringen immer das Leben hervor.

SEINE Worte bringen weiter, bringen in Neues hinein.

SEINE Worte sind es, nach denen ich immer wieder frage, auf die ich warte und hoffe. Sie erbete.

So war es auch Anfang dieser Woche gewesen – mein Gebet um klare, deutliche Leitung. Ein Gebet um Bestätigung. Und mit dem Zeitlimit, bitte doch in dieser Woche.

Und dann kam sie – und erst als sie kam, erinnerte ich mich auch an mein Gebet.

Und sie kam in doppelter Ausführung!

SEINE Treue, SEINE Liebe die darin sichtbar und erlebbar wird für mich, berührt mein Herz und macht mich demütig.

Was ist das für ein Gott, mächtig und erhaben, gleichzeitig beugt ER sich herab und schaut zutiefst in die Herzen und Bedürfnisse SEINER Kinder und gibt mit Freude Antwort. Das sind Berührungen für mich, die Leben hervor bringen. Die mich zurüsten, nach denen ich mich sehne und gleichzeitig machen sie mich fest für die Zeiten, in denen ich ´ nur ´glaube, mich an den Unsichtbaren halte, als sähe ich ihn und vertraue.

So sehr wie ich diese Erlebnisse liebe, gehe ich doch einen großen Teil meines Lebens, den Weg des Vertrauens, vertraue dem, der führt – auch auch wenn ER für mich noch unsichtbar ist.

ER ist treu!