Leidenschaft

Was verbindest du mit Leidenschaft?

Kann man jemanden auch leidenschaftlich kennen?

Vergangenen Sonntag habe ich über die Notwendigkeit gepredigt, Gott zu kennen.

Ich möchte in ein paar Gedanken darüber mit hinein nehmen.

Es genügt nicht, zu wissen, was Jesus für uns getan hat – wir müssen ihn auch kennen, denn wenn wir nicht wirklich wissen wie er ist, wie leidenschaftlich dieser Gott ist, nicht nur so grundsätzlich, sondern ganz persönlich leidenschaftlich für mich, dann begreifen wir das andere auch nie wirklich in seiner ganzen Tiefe.

Ich glaube tatsächlich, nur wenn wir uns auf das Herz Gottes konzentrieren, können wir auch seiner leidenschaftlichen Zuneigung und Liebe begegnen. Dort wo das fehlt, dies Wissen, die Erkenntnis über Gott, die trotz alledem auf dieser Welt immer noch Stückwerk bleiben wird, – wo das fehlt, da wird uns immer auch in allem anderen ein Stück mangeln.

Und vor allem fehlt uns das Fundament auf dem wir sicher stehen können in den Stürmen unseres Lebens. Dieser Anker, von dem die Bibel spricht. Der Zufluchtsort, der wirkliche Hoffnung ist.

Er hat uns einen neuen Weg eröffnet,der zum Leben führt. Dieser Weg durch den Vorhang hindurch –

Wir wollen also vor Gott treten mit aufrichtigem Herzen und voller Glaubensgewissheit.

Wir wollen unbeirrt an der Hoffnung festhalten, zu der wir uns bekennen. Denn Gott, auf dessen Versprechen sie beruht, ist treu.

Hebr 10. 20.22-23


Das ist zum Einen der Ort in der Ewigkeit, die über Zeit und Raum hinaus jetzt schon besteht. Und gleichzeitig ist dieser heilige Ort hinter dem Vorhang auch der Ort der Verborgenheit. Es ist das Allerheiligste, wo nur du und Gott sind.
Du in der Gegenwart Gottes.


Es ist dort, wo du Gott erfahren kannst und von wo aus du ihn mitnimmst in deinen Alltag. Denn Gott möchte erfahrbar sein.

Es ist der Ort, wo du ihm mehr und mehr vertrauen lernst, weil du ihn mehr und mehr kennen und damit auch lieben lernst.

Jede Begegnung mit Jesus damals war gefüllt mit einem tiefem Erleben – zumindest derer, die es zuließen. Es brachte Lebensveränderung.

Gott liebt die Begegnung. Er liebt es, wenn wir ihn suchen. Und er liebt das, weil er weiß, dort wird unser Vertrauen wachsen können.
Gott will Intimität mit uns. Er wünscht es sich, dass wir in diesen Zustand der tiefsten Vertrautheit kommen. Diese Vertrautheit, in der die Leidenschaft sichtbar wird.
Ich kann nur für jemanden Leidenschaft haben, wenn ich einen Grund darin sehe, bedingungslos zu lieben, treu zu sein, gehorsam zu sein.
Nicht weil Gott das braucht. Aber leidenschaftliche Menschen kannst du nur sehr schwer von ihrer Leidenschaft trennen. Da ist so ein unsichtbares Ziehen, dass sie immer wieder an diesen Ort ihrer Leidenschaft bringt.

Intimität kommt von dem lat. Wort intimus, was bedeutet: dem Rand am fernsten, am weitesten innen.

In dieses Innere hinein zu kommen, das führt mich in die tiefste Begegnung und trennt mich gleichzeitig auch von dem Äußeren, es macht mich unantastbar für das, was mich auch trennen kann.

Je tiefer ich an diesem Ort bin, umso weniger Störung gibt es. Es ist dieser Raum, wo nur du und er sind. Kein anderer hat dorthinein Zugang. Es ist der Ort des Erkennens. Und so ist dieser Ort etwas ganz besonderes.

Dort gibt es ein Herzenswissen, wo Wahrnehmen größer wird als Denken. Es ist das feste Wissen in meinem Herzen.

Das kann ich nicht erklären. Aber ich weiß darum. Und ich kann es bewahren.

So wie du dein Herz verschließen kannst vor etwas, kannst du es auch verschließen für etwas. Du kannst es verschließen, um etwas darin zu bewahren, um etwas zu hüten.

Und ich will die Leidenschaft für Gott darin bewahren. Wenn wir ergriffen sind von Gottes Leidenschaft, dieser Leidenschaft, die nichts ist, was ich machen kann, sondern die dort ist, wo ich etwas von ihm gesehen, etwas erkannt habe, – wenn ich von dieser Leidenschaft ergriffen bin, dann wird sie zu meinem Schutz.

Wirkliche Erkenntnis findet immer in der Gegenwart statt.

Ich werde mitten unter den Israeliten wohnen und ihr Gott sein. Sie werden erkennen, dass ich der Herr bin.

2 Mo 29.45-46

Gott möchte sich zeigen. er möchte wohnen, ganz nahe sein. Er möchte erkannt werden. Er wartet darauf, dass du sagst: Wow, so ist Gott! Ich kannte ihn bisher nur vom Hörensagen. Jetzt habe ich etwas gesehen.

Ich möchte zu jemandem werden, von dem die Menschen sagen: in ihrer Leidenschaft und Liebe für Jesus, erkenne ich den, den sie liebt.

Leidenschaft ist dort, wo mein Herz ungeteilt ist. IHM ganz gehört.

Dass Leidenschaft auch etwas mit Leiden zu tun hat – davon im nächsten Blog.

Sei gesegnet!

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