a u f s t ö r e n.

Darf Gott mich aufstören?

Darf er mir anders begegnen als ich es erwarte, mir vorstelle und vielleicht auch wünsche?

Diese Frage stellte ich mir und ein paar Frauen, mit denen ich seit Monaten unterwegs bin auf der Suche und der Erwartung nach mehr von Gott. Seit Monaten sind wir jeden frühen Samstagmorgen für zwei Stunden in Lobpreis und Anbetung zusammen und geben Gott Raum, indem wir ihm unsere Herzen hinlegen. Es ist eine ganz besondere Zeit geworden, gerade jetzt während des Lockdowns jeder in der Verborgenheit mit Gott und gleichzeitig über Zoom miteinander verbunden. Es ist tatsächlich so geworden, dass wir den Samstag zum Teil herbeisehnen, ihn freudig erwarten. WIr haben eine Form gefunden, wie wir mit möglichst viel Freiheit für den Heiligen Geist, über zwei Stunden lang zusammen vor Gott sein können.

Und so wertvoll wie uns das geworden ist, wollen wir aber nicht fest , starr darin werden, sondern offen sein für Gottes Leitung darin. Weil ER uns, unsere Herzen am besten kennt, weiß ER auch am Besten, was es jeden Samstag braucht.

So kam es auch zu dieser Frage, darf Gott uns aufstören, das Liebgewonne unterbrechen?

Letzten Samstag hieß das für uns auch über unsere Komfortzone hinaus zu gehen, Tränen zuzulassen, Leidenswege zusammen gehen., davon laut reden zu lernen, was Gott zu uns spricht in dieser Zeit.

It cost´s all my feelings.

aus ´I love you Lord ´, Elevation

So erlebe ich es manchmal wenn Gott mich aufstört. So erlebe ich es manchmal, wenn ich die Begegnung mit IHM suche.

So erlebe ich es an einem vergangenen Morgen. Frühmorgens suche ich die Verborgenheit mit Gott. An diesem Morgen bin ich schrecklich müde, empfinde diese Müdigkeit so stark, dass ich mich am liebsten wieder hinlegen würde. Während ich nach Worship suche, der mir helfen kann, mein Herz auf Gott hin auszurichten, gerate ich in einen ´Encounter-Room´ , der gerade zuende geht, weil er aus den USA ist.

Ja, ich will Gott begegnen und öffne die Musik. Sofort gerate ich in eine Zeit, in der Menschen Gott tief anbeten.

In diesem Moment nehme ich wahr wie es mir gerade geht. Ich fühle mich zerschlagen in meiner Müdigkeit, denke daran, dass ich seit Monaten schlecht schlafe, denke an die Schmerzen meiner Tochter, die sie seit 2 Wochen begleiten, ich denke an so viel Not, dass es wie ein großer Weltschmerz sich über mich stülpt. Später werde ich sagen, dass ein Geist der Entmutigung da war, doch in diesem Moment erkannte ich das nicht. Ich war so gefüllt mit all den negativen Gefühlen, dass ich mich wie ein Zuschauer vor dieser Anbetung fühlte, die da immer noch lief und mich plötzlich meinen Mangel so stark spüren ließ.

Diese Diskrepanz zu sehen zwischen meinem Fühlen und der Leidenschaft der Anbeter machte mich noch trauriger.

Ich erinnere mich an ein Gebet des vergangenen Samstagmorgens, wo jemand davon sprach, wie zerbrochen wir sind. Ja, so fühlte ich mich an diesem Morgen und als ich das erkannte, erkannte ich auch, dass ich genau diese Zerbrochenheit IHM bringen kann.

Wenn ich SEINE Gegenwart nicht spüre, lese ich in SEINEM Wort und so komme ich zu Jesaja und lese, wie Gott den Zusatnd der Herzen der Israeliten beschreibt und zur Umkehr aufruft. Die Geschichte Israels zu lesen lässt mich noch trauriger werden. Doch gleichzeitig höre ich auch den Ruf Gottes darin .

Ja, genau so sieht es auch in meinem Herzen aus. Der Entmutiger war da und trennte mich durch mein Gefühl des Mangels, das Gefühl nicht zu genügen, von Gott. Es war nicht Gott, der nicht da war. ER ist da, ER ruft und SEIN Ruf ruft in den Neuanfang.

Ich erinnere mich an Elisa und wie er seinem Diener sagt: Schau genau hin – die, die mit uns sind, sind mehr als die anderern, die gegen uns sind.

Begegnung mit Gott bringt immer Erkenntnis hervor. Die Erkenntnis, wer ER ist und wer ich bin.

Indem ich meine Zerbrochenheit loslasse, erlebe ich, wie ich ihm nahe komme.

ER ist der, der zu-recht bringt. Gott verschafft Recht. Bei Gott gibt es immer die Möglichkeit, umzukehren. Im Moment der Umkehr verschafft ER uns Recht. In dem Moment wo ich mich abkehrte von meinen schlechten, zerstörrerischen Gefühlen konnte Gott SEINE Wahrheit hineinsprechen und es konnte zur Wirklichkeit werden, als ich IHM den Raum dafür gab und alles los ließ.

Siehe, ich will Neues schaffen.

Jes 43.19

Als ich alles andere abgeben und loslassen, anvertrauen kann, IHM anvertrauen kann, erlebe ich, wie Frieden einkehrt. Es ist dieser himmlische Frieden, der, von dem die Bibel spricht und der nicht zu erklären ist – denn es hatte sich nichts an den Tatsachen geändert, die zu meinem Fühlen geführt hatte.

Gott hatte nur meine Sicht verändert, ER hatte mich sehen lassen, dass ER alles in der Hand hält. ER hatte mein Gesicht zu IHM emporgehoben, so dass ich IHN wieder sehen, ansehen konnte.

Ich hatte eine solche Sehnsucht in mir gehabt, als ich der tiefen Anbetung anderer begegnet war und ich mich selbst so fern davon gefühlt hatte. In genau diese Sehnsucht war Gott hinein gekommern. ER hatte nicht gleich alles Unruhige besänftigt, sondern war mir in meinem Schmerz begegnet. So kam der Frieden nicht, weil der Schmerz weg war, sondern in den Schmerz hinein. Das ist getrost sein!

Ich hatte mich aufgestört gefühlt zu Beginn des Morgens – doch dahinein war SEIN Frieden gekommen. Natürlich hätte ich mir gewünscht, der Frieden wäre sofort da gewesen, doch gleichzeitig weiß ich auch, dass in diesem Weg durch den Schmerz hindurch Kostbares liegt. Es ist verstörend, nicht immer gleich Heilung zu sehen, sondern den WEG der Heilung gehen zu müssen und den Mangel auf diesem Weg nur noch intesiver zu spüren. Ja, ER war mir anders begegnet als gewünscht – doch gerade dieses Andere hat wieder etwas an dem Fundament gebaut auf dem ich bei IHM stehe.

Diesen Frieden, der über dein Verstehen geht, wünsche ich dir!

Ich kann hier nur davon schreiben, dir nicht das Erleben davon mitgeben – aber du darfst es erleben, wenn du IHN aufsuchst und wartest, wie ER dir begegnen möchte.

Sei gesegnet, denn ER will dich heimholen, egal, wohin du gerade läufst. ER will deinem Herzen Heimat geben und Heimat sein.

f u r c h t l o s.

Gestern war ich mit dem Fahrrad unterwegs, genoss die Februarsonne, die Landschaft, die Bewegung – als plötzlich etwas von einem Baum an mir vorbei zu Boden fiel. Ich konnte während der Fahrt nicht erkennen, was es gewesen war, musste aber sofort an die drei Nüsse von Aschenputtel denken.

Gottes Reden ist ja immer wieder erstaunlich, manchmal fremd, manchmal un-glaublich – aber ich möchte mit einem offenem Herzen unterwegs sein und es erkennen und aufmerken.

So entstand auch gestern in mir ganz leicht und natürlich ein Zwiegespräch mit ihm darüber, was mir dies Erleben sagen solle.

Mehr und mehr bin ich davon überzeugt, dass, wenn Gott mit mir, mit uns spricht, es ihm wichtig ist, zuerst über seine Identität, meine Identität und dann erst über meine Umstände, meine Berufung, meinen Weg oder was wir auch immer erwarten und erhoffen, spricht.

Es ist so wichtig und sogar wichtiger, zu wissen, wer ER ist und wer ich bin, als das, wohin ich gehen soll.

Manchesmal hören wir ihn ja sogar auch erst, wenn wir IHN wirklich kennen, erkennen. Manchmal können wir erst dann wirklich vertrauen, dass es SEINE Stimme ist, die spricht und überhaupt können wir erst seine Wege gehen, wenn wir uns gewiss sind, wer ER ist in dieser Geschichte und wer ich bin.

Dort fängt wirkliches Vertrauen an. Dort können wir loslassen und dort können wir uns hingeben, hinein geben in seinen Willen.

Ist Gott wirklich ein Gott, der mir einfach drei Wünsche erfüllt?

Ist er so ein guter Vater, der verschwenderisch gibt?

Und bin ich überhaupt die Tochter, die diese Verschwendung wert ist?

Wichtige Fragen bzw die Antwort darauf ist wichtig, denn sie nur hat die Kraft, Vertrauen in uns zu wirken.

Auch das Vertrauen, es ist gerade Gott, der da mit mir spricht. Je mehr ich Zeit an seinem Herzwn, in seiner Gegenwart, mit seinem Wort verbringe, um so schneller, leichter und selbstverständlicher lässt sich diese Frage beantworten.

Und dann dachte ich an König Salomon und wie weise man über das sein müsse, was wirklich wünschenswert ist, weil es über den erfüllten Wunsch hinaus Auswirkungen hat.

Was also würde ich mir wünschen, wenn ich drei Wünsche frei hätte.

Wunsch eins und zwei waren schnell da, der dritte musste reichlich überlegt sein da er der letzte wäre.

Und dahinein kamen noch einmal diese Fragen in mir auf.

Die Frage, glaube, vertraue ich, dass Gott es wirklich tut, wenn er es mir anbietet?

Wie ist mein Glaube diesbezüglich über ihn?

Habe ich genug Vertrauen in seine Güte?

Er, der der Geber aller guten Gaben ist – wie es uns die Bibel sagt.

Warum habe ich eigentlich diese beiden Wünsche?

Woher kommen sie, aus welchem Mangel heraus waren sie entstanden?

Oder welchem bedürftigen Gefühl?

Wenn wir mit Gott im Gespräch sind, ist es immer wieder wunderbar, zu erleben, wie er sofort auf unsere Fragen hin die Antwort in unser Herz legt.

ANGST.

Es schien mir, als fielen Schuppen von meinen Augen.

In meinem Alter sind Wünsche an Gott nicht mehr die Wünsche um irgendwelche Dinge 😌. Es geht viel mehr um Umstände, Veränderungen in mir, Verheißungen auf die ich warte.

Doch das, was wirklich dahinterstand, war mehr noch als empfundener Mangel eine Furcht – ohne sie genau beschreiben zu können, doch als ich diesen Gedanken weiterverfolgte, indem ich mir vorstellte, diese Furcht wäre dort nicht, geschahen an diesen Orten der ausgetauschten Furcht wunderbare Dinge.

Dort, wo ich mir wünsche, mehr der Stimme Gottes zu folgen, Impulsen nachzugeben, mein Fahrrad anzuhalten, um für den Menschen, der mir gerade begegnet, um Heilung zu beten – also dort, wo die Furcht mich nicht davon abhalten darf, dort kann der Himmel auf die Erde gebracht werden und ein Mensch die grenzenlose Liebe Gottes erfahren.

Dort, wo ich auf eine Verheißung warte, kann es sein, dass ich mich vor der nicht erfüllten Verheißung fürchte.

Wenn ich diese Furcht nicht habe, kann ich warten, kann ich in Frieden warten, auch wenn ich das Ende nicht weiß. Ich bin nicht abhängig von ihrer Erfüllung.

In SEINER Liebe ist keine Furcht – sagt uns die Bibel. Umkehrschluss, erst wenn ich ohne Furcht bin, bin ich vollkommen in seiner Liebe. Und das glaube ich inzwischen von Herzen – an diesem Ort, wünsche ich mir nur noch, was auf GOTTES Herzen ist. Denn unsere Herzen sind eins. Dort erleben wir dann, was Jesus versprochen hat:

Alles was ihr den Vater in meinem Namen bittet, das wird er euch geben.

Johannes 15.16

In ‚meinem Namen‘ heißt, im Willen Jesu, der immer der Wille des Vaters ist. Der Wille des Vaters, der tun will, was SEIN Herzensanliegen ist.

Dort an SEINEM Herzen, werden SEINR Wünsche, SEIN Wille, zu meinem Wunsch und meinem Willen.

Ja, SEI Wunsch für uns ist es, ohne Angst leben zu können – egal welcher Art diese Angst ist.

Leben ohne Furcht bedeutet Leben in Freiheit.

Das wünsche ich mir – das wünsche ich dir!

Erlebe heute einen Tag in SEINER Freiheit – weil ER der wirklich gute Vater ist.

I Know

I know all that you´ve done.

Now I have set before you a wide-open door that none can shut.

For I know that you possess only a little power, yet you´ve kept my word and haven´t denied my name.

The Passion Translation, Rev 3.8

An anderer Stelle spricht Gott davon, dass ER die Pläne kennt, die ER über mein Leben hat. Dass ER gute Gedanken hat über mich.

Darüber sinne ich nach, während ich mit meinen Gedanken noch an dem eben Gelesenen hänge – den Ausreiseschwierigkeiten aus Deutschland und Einreiseschwieirgkeiten nach Spanien unter den gegebenen Umständen der Corona-Pandemie.

Seit Anfang des Jahres nehme ich eine zunehmende Traurigkeit in mir wahr, darüber, dass ich seit 1 1/2 Jahren Manuel und Abi, meinen Sohn und seine Frau, nicht mehr sehen konnte. Wir haben viel und häufigen Kontakt über all die Kanäle, die uns zur Verfügung stehen – und das ist wunderbar und hat mir bisher immer das Gefühl gegeben, ihnen eigentlich trotz der Entfernung nach Spanien nahe zu sein.

Nun schiebt sich mehr und mehr etwas in dies Erleben, das mich Schmerz über die Entfernung wahrnehmen lässt und sich allmählich einen Weg an die Oberfläche bahnt.

In Anbetracht weltweit sichtbarer menschlicher Not ist es eine Kleinigkeit – und doch ist es ein Schmerz, der Schmerz eines Mutterherzens – und wäre ich nicht so gewiss, Gott sieht, ER hört ihn und IHM ist er genauso wichtig wie aller andere Schmerz – würde ich hier vermutlich nicht darüber schreiben.

Denn, ja, eigentlich geht es mir hier nicht darum, darüber zu jammern, dafür sollte es andere Orte geben, sondern vielmehr darum, zu sagen, ER hört, ER sieht und ER versteht. IHM sind auch diese Tränen, und damit alle anderen, auch die, die du vielleicht heimlich weinst, wichtig.

Aus der Lazarusgeschichte wissen wir davon, dass Jesus erst einmal mit Maria über den Tod ihres Bruders geweint hatte.

Eigentlich komisch, wo ER doch den Trumph in der Hand hatte, schon wusste, dass der Vater ihn in Kürze vom Tod ins Leben zurück rufen würde. Aber Jesus sah jetzt in diesem Moment hin. Nahm in diesem Moment den Schmerz Marias wahr und ernst – und so konnte ER mit ihr in dieser noch dunklen Stunde weinen. Wie kostbar musste das für Maria gewesen sein.

Wie kostbar ist es für mich, zu wissen, Gott sieht meinen Schmerz, auch diesen und jeden anderen, und nimmt ihn ernst und wahr – und sammelt meine Tränen darüber in einem Gefäß. Das sagt uns die Bibel. Meine Tränen sind IHM allezeit vor Augen.

Der Bibelvers aus der Offenbarung spricht von der geöffneten Tür – und genauso von meiner kleinen Kraft.

Diese kleine Kraft lässt uns Türen nicht selbst öffnen, für manche Türen sind wir abhängig von SEINER Kraft, die sie für uns öffnet. Und mehr und mehr glaube ich, dass diese, SEINE Kraft, SEINE geöffneten Türen dort sichtbar wird und werden, wo ich IHM vertraue. Dort, wo ich alles von IHM erwarte. Wo ich erwarte, dass Worte, die ER gesprochen hat, zur Wahrheit, als Wahrheit sichtbar werden. Dort, wo ich SEIN Wort bewahrt, verwahrt habe. So wie es von Maria heißt, sie bewahrte diese Worte (des Engels) alle in ihrem Herzen.

Wir sollen nicht nur Verwalter, gute Verwalter der Gaben, Begabungen, Geschenke Gottes sein, nicht nur Verwalter über dem, was sichtbar ist. Genauso sind wir gefordert, SEIN Wort zu bewahren, in unserem Herz zu verwahren, zu pflegen, mit Hoffnung zu begießen, damit es erhalten bleibt.

Manchmal geschieht es, dass mein Herz morgens nach einer Zeit in Gottes Gegenwart bis zum Rand gefüllt ist mit Gutem, mit Heil, mit Hoffnung, Zuversicht – kurze Zeit später erinnere ich mich kaum daran. Es schiebt sich Schatten dazwischen und deckt das Gute, das Heil zu. An diesen Tagen muss ich das Wort nehmen und es aussprechen – einfach um die Wahrheit zu hören, wo ich sie nicht sehe, nicht fühle. Sie nicht zu sehen und zu fühlen heißt ja nicht, dass es nicht die Wahrheit ist. Wichtiger als meine Augen mit denen ich praktisch sehe, sind die Augen meines Herzens. Diese Augen mit denen ich sehe, was in Gottes Herzen ist. Dort, wo sich der Schleier ein bisschen hebt und mich dahinter schauen lässt.

Ja, es gibt noch eine andere Wahrheit. Eine, die nicht abhängig ist von meinen Empfindungen, sondern alleine von der Art und Weise unseres Vaters im Himmel. Eine Wahrheit die nicht wankt – so wie meine Gefühle, mein Erleben in dieser Welt.

Mein Gebet ist für jeden, der dies liest und gerade Dunkelheit erlebt – sei gesegnet mit erleuchteten Augen, die sehen können, wie der Vater ist. Sei gesegnet mit einem Herzen, das sich der Entmutigung entgegenstellt, weil es den sieht, der alles in seinen Händen hält, der deine Tränen sieht und deinen Schmerz kennt.

Sei gesegnet mit SEINEM Frieden!

Mose

Er hielt sich an den Unsichtbaren, als sähe er ihn.

Hebr 11.27

So heißt es im Hebräerbrief über Mose. Mose, einer meiner Lieblingsmenschen der Bibel. Ein Mann, der so nahe an Gott dran war, der so eine starke Sehnsucht nach immer noch mehr hatte, wie ich es selbst in mir verspüre.

Ein Mann der mutig war.

Ein Mann in dem Gott den Leiter sah, der SEIN geliebtes Volk in die Freiheit führen sollte, obwohl dieser Mann zum Zeitpunkt seiner Berufung in der Wüste lebte, um dort Schafe zu hüten. Es waren nicht einmal seine eigenen Schafe, sondern die seines Schwiegervaters.

Wie wunderbar, dass Gott immer das Mehr in uns sieht. Dass ER das sieht was wir sein können, wenn wir hinhören und Antwort geben auf Sein Wort in unser Leben hinein.

Sich an den Unsichtbaren halten, als ob wir ihn sähen.

Mose durfte so viel von Gott sehen, wie kein anderer Mensch auf dieser Erde. Und doch gab es auch Zeiten, wo er den nur gehörten Worten, den komischen Erlebnissen wie brennenden Büschen trauen und vertrauen musste.

Darin finde ich mein Leben wieder. Komische Erlebnisse, schwer beschreibbare Gefühle und Empfindungen, Worte, die fremd und unrealistisch klingen. Manchmal einfach nur zu einfach – und doch erlebe ich, SEINE Worte, da wo ER gesprochen hat, bringen immer das Leben hervor.

SEINE Worte bringen weiter, bringen in Neues hinein.

SEINE Worte sind es, nach denen ich immer wieder frage, auf die ich warte und hoffe. Sie erbete.

So war es auch Anfang dieser Woche gewesen – mein Gebet um klare, deutliche Leitung. Ein Gebet um Bestätigung. Und mit dem Zeitlimit, bitte doch in dieser Woche.

Und dann kam sie – und erst als sie kam, erinnerte ich mich auch an mein Gebet.

Und sie kam in doppelter Ausführung!

SEINE Treue, SEINE Liebe die darin sichtbar und erlebbar wird für mich, berührt mein Herz und macht mich demütig.

Was ist das für ein Gott, mächtig und erhaben, gleichzeitig beugt ER sich herab und schaut zutiefst in die Herzen und Bedürfnisse SEINER Kinder und gibt mit Freude Antwort. Das sind Berührungen für mich, die Leben hervor bringen. Die mich zurüsten, nach denen ich mich sehne und gleichzeitig machen sie mich fest für die Zeiten, in denen ich ´ nur ´glaube, mich an den Unsichtbaren halte, als sähe ich ihn und vertraue.

So sehr wie ich diese Erlebnisse liebe, gehe ich doch einen großen Teil meines Lebens, den Weg des Vertrauens, vertraue dem, der führt – auch auch wenn ER für mich noch unsichtbar ist.

ER ist treu!

HINENI – hier bin ich!

Ihr Lieben, gestern kam endlich mein ´Buchpaket ´vom Verlag an – Dankbarkeit ist darüber in meinem Herzen.

Mein Gebet ist nun, dass dies Buch dorthin kommt, wo Herzen vorbereitet sind, Sehnsucht haben nach Mehr von Gott. Möge es helfen, dass wir noch mehr und neu sehen dürfen, wer ER ist, wie ER ist – der, dessen Blick unaufhörlich über diese Erde streift, um sich an denen mächtig zu erweisen, die IHN von ganzem Herzen lieben ( 2 Chr 16.9 ).

Ein letztes Mal worum es geht:

Jetzt ist die Zeit.

Gott bereitet den Weg.

Glaube ist im Jetzt.

HINENI ist der mächtige hebräische Ausdruck, um unsere Präsenz und Achtsamkeit auszudrücken und die Bereitschaft, wirklich in die Begegnung mit Gott zu gehen.

Es ist Zeit, Gottes Stimme auch im Unbekannten zu hören und uns von ihr herausrufen zu lassen wie einst Abraham, Mose, MAria und anderer Menschen der Bibel.

HINENI macht Mut und gibt Hoffnung, auch für die herausfordernden Zeiten des Lebens. Auf unseren Vertrauenswegen erkennen und erleben wir, dass Gott JAHWE ist, der Allmächtige, der ICH BIN!

Er ist es wert, dass wir IHM vollkommen vertrauen – denn ER ist der wirklich gute Vater!

Sind wir bereit, uns von ihm unterbrechen zu lassen, Ihm zu begegnen, vor IHM zu stehen und zu sagen:

´Hier bin ich ´?

Wenn dies etwas in deinem Herzen anspricht, gib mir eine kurze Nachricht.

ruthmarie66@outlook.de

Gerne schicke ich dir mein Buch portofrei zu.

Du bist behütet unter Seinen Flügeln!

Vorankündigung 3.0

Hier ist es – zumindest das Cover!

Gerade ist es im Druck und wird Ende der Woche ausgeliefert.

Ja – ich bin aufgeregt!

Und ich freue mich und gleichzeitig macht es mich unsicher. Geschriebenes, Gedrucktes ist angreifbar, es kann vereinen oder trennen. Es macht angeifbar.

Aber, ja, die Freude überwiegt.

Hier einen kurzen Einblick, um was es in ‚HINENI‘ geht.

Jetzt ist die Zeit. Gott bereitet den Weg. Glaube ist im Jetzt.

Wie führt Gott Menschen?

Wie zeigt er sich darin?

Was wird er den Menschen auf diesem Weg?

Und was verändert sich dadurch in ihnen?


‚HINEN‘ („Hier bin ich!“) ist der mächtige hebräische Ausdruck, um unsere Präsenz und Achtsamkeit auszudrücken und die Bereitschaft, wirklich in die Begegnung mit Gott zu gehen.


Es ist Zeit, Gottes Stimme auch im Unbekannten zu hören und uns von ihr herausrufen zu lassen wie einst Abraham, Mose, Maria und andere Menschen der Bibel.


‚HINENI‘ macht Mut und gibt Hoffnung auch für die herausfordernden Zeiten des Lebens.

Auf unseren Vertrauenswegen erkennen und erleben wir, dass Gott JAHWE ist, der Allmächtige, der ICH BIN!
Er ist es wert, dass wir ihm vollkommen vertrauen – denn er ist der wirklich gute Vater!

Sind wir bereit, uns von ihm unterbrechen zu lassen, ihm zu begegnen, vor ihm zu stehen und zu sagen:

‚ H i e r b i n i c h ‚ ?

Vorankündigung 2.0

Diese Tage sind für mich sehr emotional.

Das liegt an der Jahreszeit und den Gefühlen, die damit für mich einhergehen.

Es liegt an den weltweiten Umständen, der vielen sicht- und hörbar werdenden Not.

Es liegt an der persönlichen Not einzelner Menschen, denen ich mich verbunden fühle.

Es liegt an dem, was in unseren persönlichen Alltag in diesen Tagen hineinstürmt.

Es liegt daran, dass ich meinen Sohn und Schwiegertochter schon so lange nicht mehr sehen konnte.

Es liegt daran, dass vergangene Woche mein Buch aus dem Lektorat kam, ich es bearbeitet habe, ein letztes Mal durchlas und dann an den Verlag zurückschickte; in Kürze werde ich es gedruckt in Händen halten.

Seitdem ich es im Lektorat wusste, habe ich nicht mehr hinein gelesen. Jetzt wieder darin einzutauchen hat mich überwätigt. Das mag befremdlich klingen, wenn jemand so über das eigene Geschriebene spricht, aber ich sehe so sehr Gottes Herz, Gottes Handschrift dort auf dem Papier, seine Gnade und Barmherzigkeit mit mir, mit uns Menschen – Hoffnung macht sich in meinem Herzen breit und das überwältigt mich!

Es hat mich , wie schon beim Weiten Land berührt, wie behutsam und weise die Lektorin mit meinem Geschriebenen umgegangen ist.

Und so bete ich nun, dass es dorthin gelangt, wo Herzen bereit sind dafür. Dass es Leben, dass es Menschen verändern wird. Dass es das tun wird, wozu es berufen ist.

Dies Buch soll helfen, sich tiefer auf Gott einzulassen, denn es ist Zeit, die Gegenwart Gottes zu suchen und uns unterbrechen zu lassen, hinzuhören, hinzuschauen und bei Ihm zu verweilen, bis ER Zugang findet in unser Herz, denn ER möchte uns mit Seinem Herzen verbinden und uns Anteil geben an SEINEN Gedanken und Gefühlen für die Menschen.

Es ist Zeit, uns von den brennenden Büschen, die nach unserer Aufmerksamkeit suchen, unterbrechen zu lassen. SEINE Stimme ruft uns heute genauso heraus, wie einst Abraham, Mose, Josua, Elia,…

Dies Buch erzählt davon, wie Gott in das Leben von Menschen tritt und sie in ein weites, neues Land, von ihren Umwegen zurück in ihre eigentliche Berufung bringt und sie lernen, dem zu vertrauen der sie führt und sich ihnen darin zu erkennen gibt.

Auf ihren Vertrauenswegen erkennen und erleben sie, dass Gott JAHWE ist, der Allmächtige.

Er ist der, der führt, der Wunder tut, der Seine Versprechen hält, der das Licht in der Dunkelheit ist.

Er ist wert, dass man Ihm vollkommen vertraut – denn Er ist der wirklich gute Vater!

Ich liebe Herzensbücher – damit meine ich nicht Romane, sondern Bücher, die am Herzen Gottes entstanden und vom Herzen Gottes her geschrieben sind. Ein solches Buch soll es sein.

Herzliche Buchempfehlung!

Sturm

Es war stürmisch – sehr stürmisch!

Die ganze Woche über hatte der Wetterbericht regnerisches und kaltes Wetter vorhergesagt.

Es war herausfordernd, für dennoch schönes Wetter zu glauben.

Wir waren trotzdem losgefahren und begannen nun in Sturm und Regen die Zelte aufzubauen.

Die ganze Nacht und den kommenden Tag über stürmte es weiter. Das Meer und der Wind in den Bäumen waren so laut, dass es alle anderen Geräusche auf dem Campingplatz übertönte. Man hörte wirklich nichts anderes, obwohl ja unter normalen Umständen gefühlt jeder Atemzug des Campingnachbarn zu hören ist.

Der Morgen war beeindruckend – die Wellen des Meeres schlugen laut gegen das Land, allmählich riss der Himmel auf und mächtige Wolkenfetzen waren zu sehen. Jeder blaue Himmelsfetzen brachte Hoffnung in mein Herz – nun ändert sich das Wetter.

Und so wurde es!

Eine Woche lang hatten wir wunderbares Campingwetter.

Die Lautstärke des Sturmes in der ersten Nacht hatte sehr herausgefordert und daran erinnert, dass der Frieden und Ruhe hat, der im Sturm schlafen kann.

Und er war hinten auf dem Schiff und schlief auf einem Kissen.

Mk 4.38

Jesus lag bei einer stürmischen Fahrt über den See Genezareth im Boot und schlief. Er konnte schlafen, weil der Sturm zwar um ihn, aber nicht in seinem Herzen war. Sein Herz war angesiedelt in himmlischer Atmosphäre. Es war angesiedelt in ein Vertrauen in den, der über dem Sturm ist. Deswegen konnte er seine Jünger fragen:

Was seid ihr so furchtsam? Habt ihr keinen Glauben?

Mk 4.40

Habt ihr keinen Glauben in den, der größer ist als jeder Sturm?

Der Wind und Wetter gebietet und es wird.

Wenn ich so lebe, dann kann mich ein Sturm nicht zerstören. Er kann mich aufstören und bringt mein Boot in Fahrt. Doch es geht dabei nicht unter.

Dennoch fordern Stürme in dieser Lautstärke heraus. Sie fordern heraus, wenn nichts mehr anderes zu hören ist, genau hin zu hören, genau hinzuschauen – wo reißt der Himmel auf.

Wo bricht Licht durch die Wolkendecke.

Wo kann ich mein Vertrauen hinwenden? Mich festhalten, denn wenn ich nichts sehe, nichts höre, ist es allein mein Vertrauen das festhält.

Vertrauen in den Vater, der immer gut ist. Immer treu ist. Immer Liebe ist.

Und letztendlich war es die Gewissheit über seine Liebe, die mich hat glauben lassen, dass das Wetter gegen alle Prognose gut werden würde.

Nein, er wendet nicht jedes Wetter zu meinen Gunsten, aber manchmal da höre ich diese Stimme in meinem Herzen – ich mache es gut für dich. Einfach aus Liebe! – Und das lässt mich vertrauen in die Güte des Vaters.

Denn, ja, ein guter Vater will das tun!

Ich wünsche dir erleuchtete Augen des Herzens, die heute die Güte des Vaters sehen dürfen!

Es ist so gut, an ihm festzuhalten und das ganze Vertrauen auf ihn zu werfen.

Vorankündigung

DENN MEINE GEDANKEN SIND NICHT EURE GEDANKEN, UND EURE WEGE SIND NICHT MEINE WEGE…

Jes 55,8

Wie kann man davon erzählen, wenn das Herz übervoll ist –
wenn es gefüllt ist mit großer Freude und Dankbarkeit über das, was Gott hat werden lassen.

Wieder einmal hat er gesprochen, etwas verheißen, herausgerufen und es wurde.
Tiefe Dankbarkeit empfinde ich darüber, dass ich in diesen Tagen eine Zusage für mein zweites Buch bekommen habe.


Es war wieder ein Glaubensschritt, wurde geschrieben in den vergangenen drei Monaten des Rückzugs, hat hervorgebracht, was Gott in mich hineingelegt hat.


Als ich, nachdem ich das Weite Land geschrieben hatte und auf Rückmeldung vom Verlag wartete, eine Prophetie für mein Schreiben bekam, sagte man mir dazu, ich würde mehr schreiben.

Ich hatte darüber gelächelt und es zur Seite geschoben. Vor einigen Wochen ich den Eindruck, dass ich tatsächlich wieder beginnen solle, so holte ich dies Wort erneut hervor.
Nun habe ich zum zweiten Mal unaufgefordert ein Manuskript an den Verlag geschickt und eine Zusage bekommen.

Gott ist ein treuer Gott.

Wenn er spricht, darf ich ihm vertrauen.


Doch wie kann ich davon erzählen – wenn zur gleichen Zeit auch tiefe Traurigkeit in mir ist.
Es ist der Schmerz des Loslassens. Wenn irdisches Leben aufhört bedeutet es für Menschen, die zurück bleiben, tiefen Schmerz.


Gleichzeitig ist da diese Freude, da hat es jemand geschafft, ist am Ziel angekommen, über die Ziellinie gelaufen und nun zuhause – wirklich zuhause.
Schmerz und Leid haben keine Stimme mehr.


So vermischen sich meine Tränen mit einem Freudelächeln.


Es erinnert mich an die Geburt meiner Kinder – so nahe beieinander lagen Freude und Schmerz in diesem Loslassen in die Welt hinein.
Heute weiß ich mehr denn je, dass dies tiefe Empfinden von beidem mein Leben kostbar machen – auch der Schmerz, die Tränen, die mir zeigen, wieviel das Leben wert ist.
Deswegen kann ich heute nicht einfach nur von meiner Freude über mein zweites Buch erzählen.
Der Schmerz ist zu nahe, zu gegenwärtig, zu kostbar – weil er auch vom Wert des Lebens spricht. Leben das Ewigkeitswert hat.

Und er ist genauso Realität wie die Freude – die Vorfreude auf mein neues Buch!

Liebe

Heute Morgen hörte ich Lobpreis aus den USA. Der Lobpreis der jungen Lobpreisleiterin bewegt seit Monaten mein Herz. Diese junge Frau hat vor 8 Monaten morgens ihre kleine Tochter tot in ihrem Bettchen gefunden. Jedesmal wenn ich die Mutter im Lobpreis erlebe, bringt es einen tiefen Schmerz in mir hervor – es ist der Schmerz einer Mutter, die ihr Kind verloren hat.

Zuerst muss ich das Bewusstsein haben, ganz Gott zu gehören ; dann bekomme ich auch das Bewusstsein seiner Gegenwart.

Watchman Nee

Aber da ist noch mehr als Schmerz – es ist ganz viel Platz für Liebe. Und ich glaube, es ist die Liebe, die in ihrem Lobpreis zu sehen und zu erleben ist.

Die vergangenen Jahre habe ich immer wieder Bücher von Menschen gelesen oder es auch bei Menschen erlebt – es gibt ein beharrliches Festhalten im Schmerz. Und das ehre und wertschätze ich. Doch gleichzeitig hat es mich auch jedesmal geschmerzt, weil ich empfand, dass es wie aus einer Art Trotz entstand und ich konnte nicht genau sagen, warum dies so war.

Im Erleben dieser jungen Mutter sehe und erlebe ich etwas anderes. Für mich erlebt sie gerade den tiefsten Schmerz, den ich mir als Mutter vorstellen kann – und ich bin überzeugt, dass sie in diesen Monaten die schwierigsten Stunden ihres Lebens erlebt.

Doch – sie hält an Gott fest.

Sie hält sich an Gott fest.

Doch dieses Festhalten ist ein anderes Festhalten – es ist ein Festhalten aus Vertrauen und Liebe. Ein Festhalten, das von der Liebe und ihrem Vertrauen getragen ist.

Während ich den Eintruck habe, dass wir oft eher aus Trotz festhalten, der wie Rebellion aus unseren Herzen zu kommen scheint. Und das bringt dann gleichzeitig ganz viel Gefühle und Gedanken in uns hervor, die ständig miteinander streiten, in uns ringen und kämpfen. Fragen und Zweifel werden stark in uns. Dort ist das Gehaltensein sehr angegriffen und fragil. Und es lässt den Frieden vermissen, der uns vom Himmel her versprochen ist.

Kalley Heiligenthal stellt die Liebe Gottes nicht in Frage. Sie lässt nicht zu dass der Schmerz und der Verlust ihr Vertrauen erschüttern kann in die Liebe des himmlischen Vaters. Ihr Leben ist erschüttert – total erschüttert. Doch diese Liebe in der sie lebt ist unerschütterlich. Das ruft sie immer wieder kraftvoll heraus in ihrem Lobpreis.

Und so wird, während alles erschüttert wird, gleichzeitig das unerschütterliche sichtbar für sie – die Liebe Gottes!

Das ist der Glaube von dem wir in der Bibel lesen und im Leben so vieler Menschen sehen dürfen. Es ist das, wonach ich mich ausstrecke:

Vollkommen in der Liebe und damit dem vollen Bewusstsein der Gegenwart Gottes zu leben – denn das hat die Kraft, mein Denken und mein Leben, Erleben zu verändern.