Sprachlos

Manchmal fühle ich mich wie sprachlos – obwohl gerade jetzt so viel in mir ist an Gedanken und Gefühlen, was eigentlich sich durch Sprache einen Weg suchen könnte. Doch wenn ich anfange zu reden, scheint es mir, als stolperte ich über meine eigenen Worte.

Manches kann ich gerade nicht in Worte fassen, anderes traue ich mich nicht auszusprechen.

Und in dieser Diskrepanz bereite ich gerade meine erste Lesung zu meinem neuen Buch vor.

Genauer genommen wird es ein

L E S E – C A F É

werden.

Und trotz aller Sprachlosigkeit und auch trotz des kleinen Rahmens freue ich mich darauf.

Ich will der Entmutigung, die sich seit Wochen immer wieder einen Weg in mein Herz hinein sucht, keinen Raum geben.

Seit Wochen fühlt sich die Entstehung meines Buches

PFADfINDER – EINE REISE DES HERZENS IN DAS LAND DER RUHE

wie ein Kampfplatz an. Das fordert mein Herz sehr heraus – gleichzeitig weitet es das Band meines Vertrauens. Es prüft mein eigenes Herz an Hand dessen, was ich in diesem Buch schreibe.

Ich entdecke darin: es sind die tiefen Wurzeln, in den vergangenen Jahren gewachsen in die Tiefe von Gottes Herz. Es ist wie mit den Wüstenpflanzen, die bis zu 40 m tiefe Wurzeln treiben, um aus dem Grundwasser versorgt werden zu können.

Diese Wurzeln halten mich.

Die Liebe Gottes umgibt mich wie ein Feuerwall.

Jesu Liebe liegt wie ein Siegel auf meinem Herzen.

Diese Wahrheit spreche ich mir zu.

Ich male mir das Bild dafür vor Augen.

Ich halte es fest in meinem Herzen, da wo anderes sich hinein schleichen möchte.

Ich bete es für dich, der du heute vielleicht ähnliches erlebst.

So spricht der Herr: Tretet an die Wege, seht und fragt nach den Pfaden der Vorzeit, wo denn der Weg zum Guten sei, und geht ihn! So werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.

Jer 6,16

Mache dein Herz fest in IHM und frage nach dem guten Weg – dieser Weg, der nicht nur gute Umstände bringt, aber in allen Umständen Gutes hervor bringt, weil der VATER mit uns ist.

Es ist der Weg des Vertrauens, es ist der Weg, auf dem wir voll Vertrauen seinem Ruf folgen.

Es ist die Reise des Herzens in das Land der Ruhe.

Es ist die Reise, auf der du erlebst, dass die Hoffnung, die du meinst fest zu halten, dich umfängt und einhüllt.

So bist du gehalten!

Sturmzeit

Deep within me are these lovesick longings -.

Ps 84.2 Passion Translation

Liebeskrank – kennst du das?

Und kennst du diese Sehnsucht nach Gott?

David kannte das und traute sich auch, diesen Gefühlen Raum zu geben. Je mehr Raum die Sehnsucht nach Gott in mir bekommt, um so mehr empfinde ich, oftmals nicht verstanden zu werden. Auch im Zusammenhang mit meinen beiden Büchern begegnet mir das. Umso mehr überwältigt und bestätigt es mich dann aber auch, wenn ich Rückmeldung bekomme, wo Gedanken und Worte aus dem ´Weitem Land´ oder ´Hineni´ im Leben von Menschen etwas bewirkt und verändert. Meine größte Freude ist es dann, wenn es einfach näher an das Herz Gottes und in das Vertrauen hinein zieht. Dazu sind sie geschrieben.

Diesen wunderbaren Ausblick hatten wir gerade in unserem Urlaub direkt von unserem Zelt aus. An diesem Ort ist ein Großteil meines neuen Buches geworden. Anfang des Jahres hatte ich dem Verlag davon erzählt und war sehr ermutigt worden dazu. Gleichzeitig bekam ich von völlig überraschender Seite wie ein prophetisches Wort dafür. Nun bin ich auf den letzten Seiten angelangt – sie fordern mich…

Leidenschaft bringt auch Leiden hervor – damit hatte ich den letzten Blog beendet. Meine Leidenschaft für Gott bringt immer auch mit sich, um der Wahrheit Willen über ihn, zu leiden. So geht es mir auch zur Zeit häufig, dass ich um Worte, um die Wahrheit ringe. Wie können meine kleinen Worte IHM gerecht werden? Und wie können sie Sehnsucht in anderen wecken?

Ich schreibe über Leidenschaft, die Gegenwart Gottes und auch über das Leiden.

Wenn es in unserem Leben stürmt – und was Stürme für uns bedeuten, das ist ganz unterschiedlich – aber immer gleich ist: wir brauchen in unseren Stürmen die Begegnung Gottes. Wir brauchen nichts dringender als den festen Halt, die sichere Burg, den Schutz seiner Flügel. Wir brauchen den Begegnungsraum, aus dem heraus wir zu ihm schreien.

In so einen Begegnungsraum, wo ein Mensch nach Gott ruft, tritt Hanna, die Mutter des Propheten Samuel. Sie ist eine verheiratete, kinderlose Frau, die in einer gläubigen Familie lebt. Sie wird von ihrem Mann geliebt, ist aber kinderlos – und sie leidet sehr darunter, da sie Scham und Not erlebt in dieser Kinderlosigkeit. Jahr für Jahr ging sie mit ihrem Mann und der gesamten Familie nach Schilo, um Gott zu opfern und anzubeten.

Sie aber war verbittert und betete zum HERRN und weinte heftig. Und sie legte ein Gelübde ab und sprach: HERR der Heerscharen, wenn du das Elend deiner Magd siehst und an mich denkst, wenn du deine Magd nicht vergisst und deiner Magd männliche Nachkommenschaft gibst, will ich ihn dem HERRN geben, solange er lebt, und an sein Haupt soll kein Schermesser kommen. Und als sie lange vor dem HERRN gebetet und Eli auf ihren Mund geachtet hatte, Hanna redete nämlich in ihrem Herzen, nur ihre Lippen bewegten sich, ihre Stimme aber war nicht zu hören – hielt Eli sie für betrunken. Und Eli sagte zu ihr: Wie lange willst du Betrunkene dich so benehmen? Werde nüchtern! Hanna aber antwortete und sprach: So ist es nicht, mein Herr, ich bin eine verzweifelte Frau. Und ich habe weder Wein noch Bier getrunken, ich habe mein Herz vor dem HERRN ausgeschüttet. Halte deine Magd nicht für eine ruchlose Frau, denn aus tiefer Verzweiflung und aus Gram habe ich so lange geredet. Daraufhin sagte Eli: Geh in Frieden! Und der Gott Israels möge dir geben, was du von ihm erbeten hast. Und sie sprach: Deine Sklavin möge Gnade finden in deinen Augen. Und die Frau ging ihres Wegs, und sie ass, und ihr Gesicht war nicht mehr betrübt .

1 Sa 1.10-18, ZUR

Was tat Hanna?

Obwohl diese Geschichte widergibt, was wir selbst immer wieder erleben, nämlich das Gefühl, dass wir etwas verpassen, dass Segen scheinbar an uns vorbei geht, können wir im Leben von Hanna sehen, wohin sie sich wendet. Es heißt sie war verbittert. Bitterkeit im Herzen hat oft ganz tiefe Wurzeln. Wurzeln, die sich an alles erinnern, was einmal gewesen ist oder nicht wurde. Bitterkeit trennt und kann sehr zerstörerisch sein. Doch obwohl es von ihr heißt, sie sei bitter in ihrem Herzen, wendet sie sich an Gott. Das ist so wunderbar, erleben wir doch häufig eher das Gegenteil. Hanna betete unter vielen Tränen zu Gott. Sie blieb lange dort. In ihrem Herzen war noch ein anderer Raum neben der Bitterkeit. Ich kann es mir nicht anders vorstellen, als dass es Vertrauen war. Vertrauen, das um das eine zu bitten wagt und es gleichzeitig auch im Moment des Erbetenen schon wieder zur Verfügung stellt, zurückgibt. Die wesentlichen Dinge können wir nicht machen, sondern nur empfangen. In Hannas Umstand ist das ganz klar der Fall. Sie ist abhängig von der Güte Gottes und legt ihr ganzes restliches Vertrauen in ihn. Es liegt eine Kraft darin, wenn wir alles in Gottes Hand legen und alles von ihm erwarten, dann wenn wir die Dinge nicht mehr selbst tun können. Unsere Sicherheit liegt dann nicht mehr in dem, was das Morgen bringt, sondern in dem, der das Morgen bringt.

Hanna macht Raum für Gottes Wirken, indem sie ihm ihren Schmerz, ihre ganze Not bringt. Sie erlebt, dort wo wir Raum in unserem Herzen, in unserem Schmerz machen, dort kann Gott sichtbar und erlebbar werden. Das bedeutet nicht, unsere Wünsche und Träume gehen in Erfüllung, unsere Umstände ändern sich – manchmal erleben wir Gott darin auch ganz anders und unerwartet, aber gewiss ist uns seine Gegenwart. Sie ist uns in seinem Wort verheißen und ich erlebe es. Dort, wo ich sie vermisse, da weiß ich inzwischen, es liegt an mir, es liegt daran, wo ich gerade bin oder worin ich gerade gefangen bin. In diesem Raum des ungeteilten Herzens werden wir etwas von Gott sehen oder hören. Vielleicht fällt es mir an der Stelle leichter, das anzunehmen, weil ich eher mich als Gott hinterfrage. Ich möchte eher an meiner Verfügbarkeit zweifeln als an Gottes Nähe, seinem Ja.

In ihrem Fall wird Hanna schwanger, bringt ihren Sohn Samuel zur Welt und als er 5 Jahre alt ist, bringt sie ihn wie versprochen in den Tempel.

Von Hanna lerne ich, umzugehen mit Enttäuschung, mit unerfüllten Wünschen und darin an Gott fest zu halten, mein ganzes Vertrauen auf ihn zu werfen und getrost Hoffnung im Herzen zu haben. Von ihr lerne ich, in meinem Schmerz die Gegenwart Gottes zu suchen, anstatt in meiner Not, weg zu laufen.

Das Thema meines Lebens scheint mir, vertrauend zu leben. Doch vertrauend leben macht verletzlich, es legt das Herz offen, jedoch nicht, um verletzt zu werden, sondern um empfangen zu können. Auch wenn mir mein Herz in dieser Offenheit verletzbar erscheint, weiß ich, Gott wird es nie verletzen, wenn ich es ihm anvertraue. Er ist immer ein Gott, der aufrichtet, der heilt, der wiederherstellt und zu Recht bringt. Er ist der Geber aller guten Gaben. Menschen verletzen mich, das Leben, die Lebensumstände können mich verletzen, etwas auf dieser Erde ist in mir verletzbar. Doch es ist nie Gott, der das tut. Um etwas, um jemanden verletzen zu können, braucht es einen Liebesmangel in uns und der ist bei Gott nicht zu finden. Er selbst ist die Liebe, das heißt, in ihm ist, in ihm kann darin kein Mangel sein. Ich bin verletzt bzw fühle mich von ihm verletzt, weil ich meine, mir stünde anderes zu als mir geschieht. So ist es mein Denken, mein Beharren auf mein Recht. Doch mein Recht, das einzige Recht das ich wirklich habe, in dem aber gleichzeitig auch alles zu finden ist, ist, sein Kind zu sein. Ich bin seine geliebte Tochter! Du bist sein geliebtes Kind, geliebtes Kind des himmlischen Vaters, des Königs aller Könige, des Schöpfers aller Dinge. Ein größeres Recht gibt es nicht. Ein größeres Recht braucht es nicht. In ihm ist alles gegeben, was wir brauchen, was wir je brauchen werden. Es ist unsere Identität. Diese Identität, die uns wirklich alles gibt, die uns ganz sein lässt. Da gibt es kein Rennen, kein Suchen, kein Ringen mehr nach mehr. Du brauchst nicht mehr die Anerkennung der Menschen – auch wenn dir gute Worte gut tun, wenn deine guten Worte anderen gut tun.

Manchmal ist es nötig, dass wir eine andere Perspektive einnehmen. Die Frage ist, schaue ich auf mein Leben, auf meine Umstände aus der Perspektive eines Menschen, der in seinem Leben schon viel verletzt wurde oder andere verletzt hat? Der unter der eigenen Schuld leidet genauso wie unter der Schuld anderer? Sehe ich mich dabei als ein Opfer? Oder sehe ich mein Leben aus Gottes Perspektive, der Perspektive als ein geliebtes Kind. Einem Menschen, dem Würde aus höchster Instanz zugesprochen wurde.

Das vergangene Jahr mit Corona hat viel Verletzlichkeit in Menschen hervorgebracht. Da wo es nicht um Existenzielles geht, da fühlen sich Menschen verletzt durch fremde Lebensumstände, zerstörte Pläne, Lebenskonzepte. Wir wurden aufgestört, sind empört über diese Störung, manchmal auch erschüttert, wie unsere Lebensplanung so in Unordnung geraten konnte.

Wenn wir verletzt darüber sind, wie uns so etwas geschehen, zugemutet werden kann, braucht es mitunter lange Wege, um auch eine Chance darin sehen zu können, um sich irgendwie darin zurecht finden zu können. Mit einem Perspektivenwechsel sehe ich plötzlich andere Seiten der Geschichte, sehe ich vorher nicht Sichtbares, obwohl es genauso da gewesen war. Vielleicht gelingt es sogar plötzlich, die ganze große Geschichte zu sehen.

Letztens sagte jemand, sie habe die vergangenen Tage so viel Schweres erlebt, tiefe Not, dass sie es nun brauche, dass in der vor uns liegenden Worshipzeit ihre Gedanken durchgespült werden müssten. Wir versuchen doch oftmals, bemühen uns sehr darum, abzuschalten, irgendwie in die Stille zu kommen, Stille in unsere aufgewühlte Seele zu bringen und erleben dabei, wie schwer das sein kann. Es wird uns zu einem weiteren Mühen und Ringen. Allein schon das Wort ringen bezeichnet die Anstrengung darin. Darum fand ich ihre Worte sehr passend und wahr: die Gedanken durchspülen lassen, heraus spülen lassen. Das kann geschehen, indem ich anderem Raum gebe, indem ich anderes hinein lasse. Man leert sich dabei nicht nur aus, was ohnehin sehr schwer ist und höchste Konzentration in der Meditation erfordert. Genauso kann ich ein Gefäß nur schwer reinigen, indem ich es einfach ausleere. Irgendwie bleibt doch immer ein Rest darin. Erst wenn ich es mit Neuem, Reinem fülle, wird alles andere komplett ausgespült.

Damit ich mit meinem Herzen empfangen kann, muss ich es öffnen. Genauso wie ich mit meinen Händen nur etwas empfangen kann, wenn ich sie öffne.

Noch einmal zurück zu Hanna im Tempel.

Sie sagte: Lass deine Magd Gunst finden vor deinen Augen! Und die Frau ging ihres Weges und aß und hatte nicht mehr ein ⟨so trauriges⟩ Gesicht

1 Sam 1.18 ELB

Hanna erlebte Mangel und brachte diesen zu Gott. Damit ging sie an den Ort der Hoffnung, wo sie betet und das Erbetene wieder zurückgibt. Ihre Zuversicht, ihre Hoffnung ist in der Gegenwart Gottes geworden. Sie weiß, er ist Gott Zebaoth, der Gott der Fülle.

Davon möchte ich lernen. Ich möchte meinen Mangel zum Ort der Fülle bringen, zu dem, der die Fülle ist und hat.

Fülle ist immer genug – es gibt nicht wenig oder viel Fülle!

Leidenschaft

Was verbindest du mit Leidenschaft?

Kann man jemanden auch leidenschaftlich kennen?

Vergangenen Sonntag habe ich über die Notwendigkeit gepredigt, Gott zu kennen.

Ich möchte in ein paar Gedanken darüber mit hinein nehmen.

Es genügt nicht, zu wissen, was Jesus für uns getan hat – wir müssen ihn auch kennen, denn wenn wir nicht wirklich wissen wie er ist, wie leidenschaftlich dieser Gott ist, nicht nur so grundsätzlich, sondern ganz persönlich leidenschaftlich für mich, dann begreifen wir das andere auch nie wirklich in seiner ganzen Tiefe.

Ich glaube tatsächlich, nur wenn wir uns auf das Herz Gottes konzentrieren, können wir auch seiner leidenschaftlichen Zuneigung und Liebe begegnen. Dort wo das fehlt, dies Wissen, die Erkenntnis über Gott, die trotz alledem auf dieser Welt immer noch Stückwerk bleiben wird, – wo das fehlt, da wird uns immer auch in allem anderen ein Stück mangeln.

Und vor allem fehlt uns das Fundament auf dem wir sicher stehen können in den Stürmen unseres Lebens. Dieser Anker, von dem die Bibel spricht. Der Zufluchtsort, der wirkliche Hoffnung ist.

Er hat uns einen neuen Weg eröffnet,der zum Leben führt. Dieser Weg durch den Vorhang hindurch –

Wir wollen also vor Gott treten mit aufrichtigem Herzen und voller Glaubensgewissheit.

Wir wollen unbeirrt an der Hoffnung festhalten, zu der wir uns bekennen. Denn Gott, auf dessen Versprechen sie beruht, ist treu.

Hebr 10. 20.22-23


Das ist zum Einen der Ort in der Ewigkeit, die über Zeit und Raum hinaus jetzt schon besteht. Und gleichzeitig ist dieser heilige Ort hinter dem Vorhang auch der Ort der Verborgenheit. Es ist das Allerheiligste, wo nur du und Gott sind.
Du in der Gegenwart Gottes.


Es ist dort, wo du Gott erfahren kannst und von wo aus du ihn mitnimmst in deinen Alltag. Denn Gott möchte erfahrbar sein.

Es ist der Ort, wo du ihm mehr und mehr vertrauen lernst, weil du ihn mehr und mehr kennen und damit auch lieben lernst.

Jede Begegnung mit Jesus damals war gefüllt mit einem tiefem Erleben – zumindest derer, die es zuließen. Es brachte Lebensveränderung.

Gott liebt die Begegnung. Er liebt es, wenn wir ihn suchen. Und er liebt das, weil er weiß, dort wird unser Vertrauen wachsen können.
Gott will Intimität mit uns. Er wünscht es sich, dass wir in diesen Zustand der tiefsten Vertrautheit kommen. Diese Vertrautheit, in der die Leidenschaft sichtbar wird.
Ich kann nur für jemanden Leidenschaft haben, wenn ich einen Grund darin sehe, bedingungslos zu lieben, treu zu sein, gehorsam zu sein.
Nicht weil Gott das braucht. Aber leidenschaftliche Menschen kannst du nur sehr schwer von ihrer Leidenschaft trennen. Da ist so ein unsichtbares Ziehen, dass sie immer wieder an diesen Ort ihrer Leidenschaft bringt.

Intimität kommt von dem lat. Wort intimus, was bedeutet: dem Rand am fernsten, am weitesten innen.

In dieses Innere hinein zu kommen, das führt mich in die tiefste Begegnung und trennt mich gleichzeitig auch von dem Äußeren, es macht mich unantastbar für das, was mich auch trennen kann.

Je tiefer ich an diesem Ort bin, umso weniger Störung gibt es. Es ist dieser Raum, wo nur du und er sind. Kein anderer hat dorthinein Zugang. Es ist der Ort des Erkennens. Und so ist dieser Ort etwas ganz besonderes.

Dort gibt es ein Herzenswissen, wo Wahrnehmen größer wird als Denken. Es ist das feste Wissen in meinem Herzen.

Das kann ich nicht erklären. Aber ich weiß darum. Und ich kann es bewahren.

So wie du dein Herz verschließen kannst vor etwas, kannst du es auch verschließen für etwas. Du kannst es verschließen, um etwas darin zu bewahren, um etwas zu hüten.

Und ich will die Leidenschaft für Gott darin bewahren. Wenn wir ergriffen sind von Gottes Leidenschaft, dieser Leidenschaft, die nichts ist, was ich machen kann, sondern die dort ist, wo ich etwas von ihm gesehen, etwas erkannt habe, – wenn ich von dieser Leidenschaft ergriffen bin, dann wird sie zu meinem Schutz.

Wirkliche Erkenntnis findet immer in der Gegenwart statt.

Ich werde mitten unter den Israeliten wohnen und ihr Gott sein. Sie werden erkennen, dass ich der Herr bin.

2 Mo 29.45-46

Gott möchte sich zeigen. er möchte wohnen, ganz nahe sein. Er möchte erkannt werden. Er wartet darauf, dass du sagst: Wow, so ist Gott! Ich kannte ihn bisher nur vom Hörensagen. Jetzt habe ich etwas gesehen.

Ich möchte zu jemandem werden, von dem die Menschen sagen: in ihrer Leidenschaft und Liebe für Jesus, erkenne ich den, den sie liebt.

Leidenschaft ist dort, wo mein Herz ungeteilt ist. IHM ganz gehört.

Dass Leidenschaft auch etwas mit Leiden zu tun hat – davon im nächsten Blog.

Sei gesegnet!

wunderraum

Wun·der

1. außergewöhnliches, den Naturgesetzen oder aller Erfahrung widersprechendes und deshalb der unmittelbaren Einwirkung einer göttlichen Macht oder übernatürlichen Kräften zugeschriebenes Geschehen, Ereignis, das Staunen erregt

2. etwas, was in seiner Art, durch sein Maß an Vollkommenheit das Gewohnte, Übliche so weit übertrifft, dass es große Bewunderung, großes Staunen erregt

Raum

1. zum Wohnen, als Nutzraum o. Ä. verwendeter, von Wänden, Boden und Decke umschlossener Teil eines Gebäudes

im Raum stehen 

etwas in den Raum stellen 

im Raum stehen lassen 

2. in Länge, Breite und Höhe nicht fest eingegrenzte Ausdehnung

3. in Länge, Breite und Höhe fest eingegrenzte Ausdehnung

aus ‚Wörterbuch Oxford Languages‘

Wunderraum wurde damals der Name dieses Blogs und es wurde nun auch ein Label für ein paar Häkelkörbe, die in den letzten Wochen entstanden sind.

Manchmal brauche ich etwas für meine Hände , um meinen Kopf zu entlasten. Da hilft auch nicht immer nur der Stift in der Hand – wenn ich es auch inzwischen liebe, zu schreiben.

Dazu kommt die Frage : worin säe ich in dieser Zeit , in der ich zur Zeit stehe? Diese Zeitspanne, mit der mir zur Verfügung stehenden Zeit .

So entstand wieder einmal etwas, was ich nie vorher gemacht hatte, aber meiner Leidenschaft entsprach, Räume zu gestalten.

Diesmal sind es Aufbewahrungsräume, Dekorationsräume, Raumwunder, Wunderräume, Miniräume, Baumwolllräume.

Sie sollen in neue Räume gelangen, zu Räumen werden, die Schönes enthalten.

In ‚ HINENI‘ hatte ich über das Säen geschrieben. Ich hatte von Isaak erzählt der in einer Zeit von Hunger in die Zukunkft säte, in dem er Korn, das er hätte essen können aussäte.

Trotz Hunger zu säen braucht Vertrauen. In die Zukunft zu säen spricht von einer Hoffnung in diese Zukunft.

Aufgrund meiner ‚Café – Vision‘ haben wir die Einrichtung eines Café’s hier bei uns und bei Freunden eingelagert. Einen Kühlschrank haben wir letztens verkauft, weil er an anderer Stelle gebraucht wurde und wir den Eindruck hatten, ihn leicht ersetzen zu können, wenn wir ihn dann brauchen.

Den Betrag habe ich für Baumwollgarn eingesetzt, Aufbewahrungsräume daraus gehäkelt und einen kleinen Shop bei Etsy damit gestartet. Ich denke, es ist ein zeitlich begrenztes Projekt, in dem ich einiges für die Zukunft gelernt habe und lernen werde. Ich investiere somit in die Zukunft.

Dabei habe ich auch Vertrauen investiert – ich vertraue darauf, dass Gott mich diesen Weg gerade führt, dass er das initiiert hat, dass er mich darin lehrt.

Wie so oft auf diesen Wegen muss ich mich immer wieder gegen die Entmutigung stellen.

Seit über einem halben Jahr begegnen mir regelmäßig wenn ich auf mein Handy schaue, Verdoppelungen – also 12.12, 05.05, 11.11,… 🤗.

Als es mir bewusst wurde, fing ich an, Gott zu fragen, was das bedeute. Ich hatte den Eindruck, es spricht von Segen (tatsächlich erlebe ich das vergangene halbe Jahr an vielen Stellen Gunst) und noch mehr aber möchte mich Gott in diesen Momenten, wo mir solche Zahlenkombinationen begegnen, vergewissern: Ich bin bei dir!

Vielleicht erscheint dir das fremd – ich liebe die vielfältige Sprache Gottes und, ja, ich glaube sie. Und sie bestärkt mich, diese Momente machen etwas in meinem Herzen und gerade die vergangenen Tage begegnete es mir immer genau in den Momenten, wo Entmutigung nach mir Ausschau hielt.

Wie wunderbar ist es, wenn wir gerade dann Gottes Gegenwart vergewissert werden!

So wachsen Vertrauensräume und es können Glaubensräume daraus werden, die ich weitergehen möchte.

Ich lade dich dazu ein – mache dich auf den Weg des Vertrauens und erweitere den Raum um dich!

gegenwart.

Ich habe Sehnsucht.

Ich habe Sehnsucht nach der Gegenwart Gottes.

Ich habe Sehnsucht nach diesem Ort, wo es plötzlich ´sehr gut ist ´, weil es ein Ruheplatz ist, weil ER der Friede ist, die Liebe, weil dort an diesem Ort plötzlich alles Sinn macht. – und das alles völlig unabhängig von meinen Umständen, meinen Gefühlen, meinen Gedanken.

Ich behaupte, wir alle haben Sehnsucht nach diesem Ort – so wurden wir geschaffen, Gott selbst, der Schöpfer, hat es in uns hineingelegt. Die Frage ist nur, wo suchen wir danach.

Ich empfinde es wie ein Geheimnis darum, dass es eine vermehrte Gegenwart Gottes gibt, dass es Menschen gibt, die ganz leicht in seine Gegenwart eintreten, sogar diesen Ort für andere bereiten können.

Manchmal nennen wir sie auch Mystiker.

Wirklich kontemplative Menschen suchen keine außergewöhnliche Erfahrungen und noch viel weniger persönliche Macht. Das Ziel, das sie verzehrt, ist innige Gemeinschaft mit Gott.

Juliana von Norwich

In diesem Sinne will ich ein Mystiker sein – und entdecke es auch in anderen.

Meine Zeit in Spanien habe ich an so einem Ort verbracht, mit Menschen, die beständig die innige Gemeinschaft mit Gott suchen. Es ist das erste das sie tun – wenn sie mit der Arbeit beginnen und kann Stunden in Anspruch nehmen. Dort schauen sie auf Gott, dort hören und empfangen sie von Gott. Dort werden sie von Gott versorgt.

Es sind Menschen, die sich auch dem Ziel verschrieben haben, ihn mehr und mehr kennen zu lernen. Sie sind nicht zufrieden mit dem, was sie vor Augen haben. Sie wollen mehr sehen, sie schauen hinter die sichtbare Wirklichkeit und sehen dadurch in die geistliche Welt hinein.

Das ist der Weg, den Jesus uns geboten hat, zu gehen, zu beten.

Dein Reich soll kommen.

Dein Wille soll geschehen.

Wie er im Himmel geschieht, so soll er auch auf der Erde Wirklichkeit werden.

Mt 6.10, BasisBibel

Wenn Gott sagt, sein Volk komme um aus Mangel an Erkenntnis, dann wird darin auch deutlich, woher das Leben kommt – in der Erkenntnis Gottes finden wir nicht nur Weisung, sondern auch das Leben selbst.

Ein deutliches Zeichen dafür, dass du dich wirklich an diesem inneren Ort der Begegnung mit Gott befindest, ist der Friede, der alle Vernunft übersteigt, der nicht von äußeren Bedingungen abhängig ist. Es ist dies ´Sinn-Ding´ – alles macht Sinn, auch wenn du es vielleicht nicht erklären kannst. In deinem Herzen weißt du es jedoch.

Je mehr Zeit wir dort verbringen, um so leichter fällt es, sich diesen Ort bewusst zu machen, diesen Ort aufzusuchen bis er zu einem ständigen Wohnort in uns geworden ist und ich jederzeit an diesem Ort der Geborgenehit, der Verbundenheit sein kann.

Immer wieder wurde das Volk Israel in seiner Geschichte aufgefordert, sein Herz neu Gott zuzuwenden.

Wenn du … dann…

Gott ist da!

Gott wartet, er erwartet dich!

Bei ihm angekommen erlebe ich, wie ein Stück Himmel auf die Erde kommt, ein Stück seines Reiches sichtbar wird.

In seinem Thronraum erleben wir nicht nur Beheimatung unseres Herzens, sondern bekommen auch einen Blick von seinem Herz aus für diese Welt.

Wir lernen, mit seinen Augen zu sehen, von seinem Herzen aus loszugehen.

Gott möchte, dass wir sein Reich verstehen, dass wir sein Herz verstehen, er möchte uns Anteil geben an seinen Plänen, seinen Ratschlüssen.

Dort, wo Gott wohnen darf, findet statt, was auch die Israeliten erleben durften.

Ich werde mitten unter den Israeliten wohnen und ihr Gott sein.

Sie werden erkennen, dass ich der Herr bin, ihr Gott, der sie aus Ägypten herausgeführt hat, um mitten unter ihnen zu wohnen.

Ich bin der Herr, ihr Gott.

2 Mo 29. 45+46

Und brauchen wir das nicht gerade mehr als alles ander – die Erkenntnis:

E r i s t d e r H e r r , u n s e r G o t t !

frei.

Der Sehnende hat Kraft, wenn er ein lohnendes Ziel vor Augen hat.

Meine Sehnsucht hat mich vor Jahren in eine tiefe Begegnung mit Gott gebracht und lässt mich Morgen für Morgen seine Gegenwart suchen.

Er ist meine Heimat geworden, wie ich sie nirgendwo anders jemals werde finden können.

Heute habe ich mich aufgemacht auf einen Sehnsuchtsweg. Es ist die denkbar ungünstigste Zeit, diese Reise anzutreten. Doch die Sehnsucht zieht an mir. Das Ziel vor Augen, gehe ich dies Wagnis ein. In Zeiten einer Pandemie braucht es Verständnis für diesen Weg. Nicht jeder wird es für mich haben – und das ist auch ok.

Ich bin auf dem Weg nach Spanien. Nach 1 1/2 Jahren werde ich endlich wieder meinen Sohn und seine Frau live sehen können.

Dieser Weg bringt so viel in mir hervor.

Am Flughafen überrollt mich das Heimweh. Heimweh nach Zuhause genauso wie das Heimweh nach meinem Sohn in Madrid, denn auch dort wartet Heimat auf mich durch zwei Menschen, die ich liebe.

Die Aufregung der letzten Tage hat mich Kraft gekostet. Immer wieder muss ich mich gegen Entmutigung stellen, gegen die Angst, alleine zu fliegen.

Und dann erinnere ich mich, wie die Kraft der Sehnsucht mich vor 3 Jahren schon mal auf einen Weg gebracht hat, der sehr herausfordernd für mich war.

Unser Sohn war bereits für ein Jahr mit seiner Frau in Mexiko. Um die beiden sehen zu können, mussten wir zu ihnen fliegen. Eigentlich hatte ich nicht mehr fliegen wollen. Ich hatte im Laufe der Jahre immer mehr Angst davor bekommen, in ein enges Flugzeug zu steigen und dann auch noch lange Zeit darin sein zu müssen ohne die Möglichkeit, auszusteigen.

Doch in diesem Fall gab es keine andere Möglichkeit – wenn ich sie sehen wollte, musste ich mich dieser Angst stellen. Dazu kam, dass ich zu dieser Zeit seit Monaten Rückenschmerzen hatte, die langes Sitzen zur Qual machten.

Was bringt dann dazu, diesen Weg trotzdem zu gehen?

Allein die Sehnsucht, das lohnende Ziel.

Erfolgreich verdrängte ich in den Wochen davor jeden Gedanken, jedes Gefühl daran – wenn etwas hoch kam, betete ich um ein Wunder.

Wir kamen damals am Flughafen an, bestiegen das Flugzeug und ich wartete auf diese beängstigenden Gefühle, die ich so gut kannte – um ihnen mit Gebet zu begegnen. Ich wollte kämpfen. Ich wollte mich dem stellen.

Gespannt suchte ich damals meinen Sitzplatz auf – und erlebte Frieden. Totalen Frieden. Wir mussten damals 9 Stunden am Stück in der Luft sein. Anschließend noch 3 weitere Male ein Flugzeug besteigen – Frieden und sogar Freude waren jedesmal mit an Board. Es war so außergewöhnlich. Ich war so dankbar – und bin es noch heute, denn auch jetzt fühlt es sich an, als säße ich nur im Bus 😊.

Und meine Rückenschmerzen – sie waren während der gesamten Flugzeug nicht anwesend.

Ein paar Wochen vorher hatte mir eine Mutter erzählt, dass sie nicht zur Hochzeit ihres Sohnes nach Kolumbien fliegen könne – wegen ihrer Flugangst. Ich hatte sie so gut verstanden und mir dann gedacht, ob ich verrückt sei, trotzdem zu fliegen.

Gott ist gut und er ist treu!

Wenn er befreit, dann sind wir wirklich frei – ich bin befreit von dieser Angst. Das ist für mich inzwischen eine Wahrheit!

Und es macht mir Mut, auch für andere Dinge.

Manchmal wird meine Angst einfach von mir genommen, manchmal erlebe ich Gottes Nähe im Angesicht des Feindes – dh da sind ungute Gefühle, aber genauso spüre ich SEINE Gegenwart, die Gegenwart Gottes, die Frieden gibt.

Wenn ich gefragt werde für eine Predigt lässt mich meine Sehnsucht danach, Menschen von Gottes Güte zu erzählen, ja sagen. Nichts anderes könnte mich sonst an diesen Platz bringen. Ich habe keine Sehnsucht danach, diesen Ort um meinetwillen zu suchen. Es fordert mich jedesmal sehr heraus und in dem Moment der Zusage, bereue ich es oftmals schon.

Doch weil Gott treu ist , will auch ich treu darin sein.

Damals, auf einem der Flüge, saß eine junge Frau in meiner Nähe, die weinte. Irgendwann ging ich auf sie zu, konnte mit ihr reden, von dem erzählen, was Gott für mich getan hatte und für sie beten.

Wenn du Befreiung brauchst, wenn du Gebet brauchst in dieser schweren und herausfordernden Zeit – ich bete gerne für dich!

Schreib mir eingach kurz: ruthmarie66@outlook.de

Es gibt jemanden, der uns trennen möchte von der Nähe Gottes, der uns abhalten möchte, zu vertrauen.

Es gibt so viel, was unsere Sehnsucht nach IHM, nach Lebensfülle in IHM, zuschüttet, verdrängt.

Vor mir sitzen drei junge Mädels. Es ist nicht schwer zu erraten, wonach sie suchen, wenn sie sich nun auf den Weg nach Spanien machen.

Sie haben Sehnsucht – Sehnsucht nach dem, was sie in Deutschland seit Monaten nicht erleben können. Es ist ihnen kaum übel zu nehmen. Ich kann verstehen, dass sie ihr Leben nicht einfach ‚ungelebt‘ vorüber gehen lassen wollen. Ich kann verstehen, dass sie sich nach Leichtigkeit sehnen, nach Leben auf den Straßen in der Stadt. Und vermutlich noch nach Vielem mehr.

Plötzlich empfinde ich etwas vom Herzen Gottes für sie und beginne für sie zu beten. Ich bete für ihren inneren und äußeren Schutz und ich bete, dass sie dort, wo sie Leben suchen, das vergehen wird, den finden, der wahres Leben geben will. Ich weiß nicht, wie es so für sie geschehen kann. Ich würde gerne mehr tun – doch das ist das, was ich momentan tun kann.

Wer deinen Namen kennt, vertraut auf dich, denn du, Herr, lässt niemanden im Stich, der deine Nähe sucht.

Ps 9.11

Sei gesegnet!

gottes sehnsucht.

Vor einer Woche durfte ich im Vaterhaus Nürnberg über Gottes Sehnsucht sprechen und darüber, was Gebet und Fasten damit zu tun haben.

Hier ist der Link, wenn du reinhören möchtest.

Lass nicht zu, dass deine Sehnsucht nach Gott zugeschüttet wird.

Lass nicht zu, dass Angst und Furcht in dieser Zeit dich fernhalten von dem, der unsere einzige und wahre Hoffnung ist.

G o t t i s t g u t !

ER hat gute Gedanken über dein Leben – über dich!

f u r c h t l o s.

Gestern war ich mit dem Fahrrad unterwegs, genoss die Februarsonne, die Landschaft, die Bewegung – als plötzlich etwas von einem Baum an mir vorbei zu Boden fiel. Ich konnte während der Fahrt nicht erkennen, was es gewesen war, musste aber sofort an die drei Nüsse von Aschenputtel denken.

Gottes Reden ist ja immer wieder erstaunlich, manchmal fremd, manchmal un-glaublich – aber ich möchte mit einem offenem Herzen unterwegs sein und es erkennen und aufmerken.

So entstand auch gestern in mir ganz leicht und natürlich ein Zwiegespräch mit ihm darüber, was mir dies Erleben sagen solle.

Mehr und mehr bin ich davon überzeugt, dass, wenn Gott mit mir, mit uns spricht, es ihm wichtig ist, zuerst über seine Identität, meine Identität und dann erst über meine Umstände, meine Berufung, meinen Weg oder was wir auch immer erwarten und erhoffen, spricht.

Es ist so wichtig und sogar wichtiger, zu wissen, wer ER ist und wer ich bin, als das, wohin ich gehen soll.

Manchesmal hören wir ihn ja sogar auch erst, wenn wir IHN wirklich kennen, erkennen. Manchmal können wir erst dann wirklich vertrauen, dass es SEINE Stimme ist, die spricht und überhaupt können wir erst seine Wege gehen, wenn wir uns gewiss sind, wer ER ist in dieser Geschichte und wer ich bin.

Dort fängt wirkliches Vertrauen an. Dort können wir loslassen und dort können wir uns hingeben, hinein geben in seinen Willen.

Ist Gott wirklich ein Gott, der mir einfach drei Wünsche erfüllt?

Ist er so ein guter Vater, der verschwenderisch gibt?

Und bin ich überhaupt die Tochter, die diese Verschwendung wert ist?

Wichtige Fragen bzw die Antwort darauf ist wichtig, denn sie nur hat die Kraft, Vertrauen in uns zu wirken.

Auch das Vertrauen, es ist gerade Gott, der da mit mir spricht. Je mehr ich Zeit an seinem Herzwn, in seiner Gegenwart, mit seinem Wort verbringe, um so schneller, leichter und selbstverständlicher lässt sich diese Frage beantworten.

Und dann dachte ich an König Salomon und wie weise man über das sein müsse, was wirklich wünschenswert ist, weil es über den erfüllten Wunsch hinaus Auswirkungen hat.

Was also würde ich mir wünschen, wenn ich drei Wünsche frei hätte.

Wunsch eins und zwei waren schnell da, der dritte musste reichlich überlegt sein da er der letzte wäre.

Und dahinein kamen noch einmal diese Fragen in mir auf.

Die Frage, glaube, vertraue ich, dass Gott es wirklich tut, wenn er es mir anbietet?

Wie ist mein Glaube diesbezüglich über ihn?

Habe ich genug Vertrauen in seine Güte?

Er, der der Geber aller guten Gaben ist – wie es uns die Bibel sagt.

Warum habe ich eigentlich diese beiden Wünsche?

Woher kommen sie, aus welchem Mangel heraus waren sie entstanden?

Oder welchem bedürftigen Gefühl?

Wenn wir mit Gott im Gespräch sind, ist es immer wieder wunderbar, zu erleben, wie er sofort auf unsere Fragen hin die Antwort in unser Herz legt.

ANGST.

Es schien mir, als fielen Schuppen von meinen Augen.

In meinem Alter sind Wünsche an Gott nicht mehr die Wünsche um irgendwelche Dinge 😌. Es geht viel mehr um Umstände, Veränderungen in mir, Verheißungen auf die ich warte.

Doch das, was wirklich dahinterstand, war mehr noch als empfundener Mangel eine Furcht – ohne sie genau beschreiben zu können, doch als ich diesen Gedanken weiterverfolgte, indem ich mir vorstellte, diese Furcht wäre dort nicht, geschahen an diesen Orten der ausgetauschten Furcht wunderbare Dinge.

Dort, wo ich mir wünsche, mehr der Stimme Gottes zu folgen, Impulsen nachzugeben, mein Fahrrad anzuhalten, um für den Menschen, der mir gerade begegnet, um Heilung zu beten – also dort, wo die Furcht mich nicht davon abhalten darf, dort kann der Himmel auf die Erde gebracht werden und ein Mensch die grenzenlose Liebe Gottes erfahren.

Dort, wo ich auf eine Verheißung warte, kann es sein, dass ich mich vor der nicht erfüllten Verheißung fürchte.

Wenn ich diese Furcht nicht habe, kann ich warten, kann ich in Frieden warten, auch wenn ich das Ende nicht weiß. Ich bin nicht abhängig von ihrer Erfüllung.

In SEINER Liebe ist keine Furcht – sagt uns die Bibel. Umkehrschluss, erst wenn ich ohne Furcht bin, bin ich vollkommen in seiner Liebe. Und das glaube ich inzwischen von Herzen – an diesem Ort, wünsche ich mir nur noch, was auf GOTTES Herzen ist. Denn unsere Herzen sind eins. Dort erleben wir dann, was Jesus versprochen hat:

Alles was ihr den Vater in meinem Namen bittet, das wird er euch geben.

Johannes 15.16

In ‚meinem Namen‘ heißt, im Willen Jesu, der immer der Wille des Vaters ist. Der Wille des Vaters, der tun will, was SEIN Herzensanliegen ist.

Dort an SEINEM Herzen, werden SEINR Wünsche, SEIN Wille, zu meinem Wunsch und meinem Willen.

Ja, SEI Wunsch für uns ist es, ohne Angst leben zu können – egal welcher Art diese Angst ist.

Leben ohne Furcht bedeutet Leben in Freiheit.

Das wünsche ich mir – das wünsche ich dir!

Erlebe heute einen Tag in SEINER Freiheit – weil ER der wirklich gute Vater ist.

HINENI – hier bin ich!

Ihr Lieben, gestern kam endlich mein ´Buchpaket ´vom Verlag an – Dankbarkeit ist darüber in meinem Herzen.

Mein Gebet ist nun, dass dies Buch dorthin kommt, wo Herzen vorbereitet sind, Sehnsucht haben nach Mehr von Gott. Möge es helfen, dass wir noch mehr und neu sehen dürfen, wer ER ist, wie ER ist – der, dessen Blick unaufhörlich über diese Erde streift, um sich an denen mächtig zu erweisen, die IHN von ganzem Herzen lieben ( 2 Chr 16.9 ).

Ein letztes Mal worum es geht:

Jetzt ist die Zeit.

Gott bereitet den Weg.

Glaube ist im Jetzt.

HINENI ist der mächtige hebräische Ausdruck, um unsere Präsenz und Achtsamkeit auszudrücken und die Bereitschaft, wirklich in die Begegnung mit Gott zu gehen.

Es ist Zeit, Gottes Stimme auch im Unbekannten zu hören und uns von ihr herausrufen zu lassen wie einst Abraham, Mose, MAria und anderer Menschen der Bibel.

HINENI macht Mut und gibt Hoffnung, auch für die herausfordernden Zeiten des Lebens. Auf unseren Vertrauenswegen erkennen und erleben wir, dass Gott JAHWE ist, der Allmächtige, der ICH BIN!

Er ist es wert, dass wir IHM vollkommen vertrauen – denn ER ist der wirklich gute Vater!

Sind wir bereit, uns von ihm unterbrechen zu lassen, Ihm zu begegnen, vor IHM zu stehen und zu sagen:

´Hier bin ich ´?

Wenn dies etwas in deinem Herzen anspricht, gib mir eine kurze Nachricht.

ruthmarie66@outlook.de

Gerne schicke ich dir mein Buch portofrei zu.

Du bist behütet unter Seinen Flügeln!

Vorankündigung 2.0

Diese Tage sind für mich sehr emotional.

Das liegt an der Jahreszeit und den Gefühlen, die damit für mich einhergehen.

Es liegt an den weltweiten Umständen, der vielen sicht- und hörbar werdenden Not.

Es liegt an der persönlichen Not einzelner Menschen, denen ich mich verbunden fühle.

Es liegt an dem, was in unseren persönlichen Alltag in diesen Tagen hineinstürmt.

Es liegt daran, dass ich meinen Sohn und Schwiegertochter schon so lange nicht mehr sehen konnte.

Es liegt daran, dass vergangene Woche mein Buch aus dem Lektorat kam, ich es bearbeitet habe, ein letztes Mal durchlas und dann an den Verlag zurückschickte; in Kürze werde ich es gedruckt in Händen halten.

Seitdem ich es im Lektorat wusste, habe ich nicht mehr hinein gelesen. Jetzt wieder darin einzutauchen hat mich überwätigt. Das mag befremdlich klingen, wenn jemand so über das eigene Geschriebene spricht, aber ich sehe so sehr Gottes Herz, Gottes Handschrift dort auf dem Papier, seine Gnade und Barmherzigkeit mit mir, mit uns Menschen – Hoffnung macht sich in meinem Herzen breit und das überwältigt mich!

Es hat mich , wie schon beim Weiten Land berührt, wie behutsam und weise die Lektorin mit meinem Geschriebenen umgegangen ist.

Und so bete ich nun, dass es dorthin gelangt, wo Herzen bereit sind dafür. Dass es Leben, dass es Menschen verändern wird. Dass es das tun wird, wozu es berufen ist.

Dies Buch soll helfen, sich tiefer auf Gott einzulassen, denn es ist Zeit, die Gegenwart Gottes zu suchen und uns unterbrechen zu lassen, hinzuhören, hinzuschauen und bei Ihm zu verweilen, bis ER Zugang findet in unser Herz, denn ER möchte uns mit Seinem Herzen verbinden und uns Anteil geben an SEINEN Gedanken und Gefühlen für die Menschen.

Es ist Zeit, uns von den brennenden Büschen, die nach unserer Aufmerksamkeit suchen, unterbrechen zu lassen. SEINE Stimme ruft uns heute genauso heraus, wie einst Abraham, Mose, Josua, Elia,…

Dies Buch erzählt davon, wie Gott in das Leben von Menschen tritt und sie in ein weites, neues Land, von ihren Umwegen zurück in ihre eigentliche Berufung bringt und sie lernen, dem zu vertrauen der sie führt und sich ihnen darin zu erkennen gibt.

Auf ihren Vertrauenswegen erkennen und erleben sie, dass Gott JAHWE ist, der Allmächtige.

Er ist der, der führt, der Wunder tut, der Seine Versprechen hält, der das Licht in der Dunkelheit ist.

Er ist wert, dass man Ihm vollkommen vertraut – denn Er ist der wirklich gute Vater!

Ich liebe Herzensbücher – damit meine ich nicht Romane, sondern Bücher, die am Herzen Gottes entstanden und vom Herzen Gottes her geschrieben sind. Ein solches Buch soll es sein.

Herzliche Buchempfehlung!