I Know

I know all that you´ve done.

Now I have set before you a wide-open door that none can shut.

For I know that you possess only a little power, yet you´ve kept my word and haven´t denied my name.

The Passion Translation, Rev 3.8

An anderer Stelle spricht Gott davon, dass ER die Pläne kennt, die ER über mein Leben hat. Dass ER gute Gedanken hat über mich.

Darüber sinne ich nach, während ich mit meinen Gedanken noch an dem eben Gelesenen hänge – den Ausreiseschwierigkeiten aus Deutschland und Einreiseschwieirgkeiten nach Spanien unter den gegebenen Umständen der Corona-Pandemie.

Seit Anfang des Jahres nehme ich eine zunehmende Traurigkeit in mir wahr, darüber, dass ich seit 1 1/2 Jahren Manuel und Abi, meinen Sohn und seine Frau, nicht mehr sehen konnte. Wir haben viel und häufigen Kontakt über all die Kanäle, die uns zur Verfügung stehen – und das ist wunderbar und hat mir bisher immer das Gefühl gegeben, ihnen eigentlich trotz der Entfernung nach Spanien nahe zu sein.

Nun schiebt sich mehr und mehr etwas in dies Erleben, das mich Schmerz über die Entfernung wahrnehmen lässt und sich allmählich einen Weg an die Oberfläche bahnt.

In Anbetracht weltweit sichtbarer menschlicher Not ist es eine Kleinigkeit – und doch ist es ein Schmerz, der Schmerz eines Mutterherzens – und wäre ich nicht so gewiss, Gott sieht, ER hört ihn und IHM ist er genauso wichtig wie aller andere Schmerz – würde ich hier vermutlich nicht darüber schreiben.

Denn, ja, eigentlich geht es mir hier nicht darum, darüber zu jammern, dafür sollte es andere Orte geben, sondern vielmehr darum, zu sagen, ER hört, ER sieht und ER versteht. IHM sind auch diese Tränen, und damit alle anderen, auch die, die du vielleicht heimlich weinst, wichtig.

Aus der Lazarusgeschichte wissen wir davon, dass Jesus erst einmal mit Maria über den Tod ihres Bruders geweint hatte.

Eigentlich komisch, wo ER doch den Trumph in der Hand hatte, schon wusste, dass der Vater ihn in Kürze vom Tod ins Leben zurück rufen würde. Aber Jesus sah jetzt in diesem Moment hin. Nahm in diesem Moment den Schmerz Marias wahr und ernst – und so konnte ER mit ihr in dieser noch dunklen Stunde weinen. Wie kostbar musste das für Maria gewesen sein.

Wie kostbar ist es für mich, zu wissen, Gott sieht meinen Schmerz, auch diesen und jeden anderen, und nimmt ihn ernst und wahr – und sammelt meine Tränen darüber in einem Gefäß. Das sagt uns die Bibel. Meine Tränen sind IHM allezeit vor Augen.

Der Bibelvers aus der Offenbarung spricht von der geöffneten Tür – und genauso von meiner kleinen Kraft.

Diese kleine Kraft lässt uns Türen nicht selbst öffnen, für manche Türen sind wir abhängig von SEINER Kraft, die sie für uns öffnet. Und mehr und mehr glaube ich, dass diese, SEINE Kraft, SEINE geöffneten Türen dort sichtbar wird und werden, wo ich IHM vertraue. Dort, wo ich alles von IHM erwarte. Wo ich erwarte, dass Worte, die ER gesprochen hat, zur Wahrheit, als Wahrheit sichtbar werden. Dort, wo ich SEIN Wort bewahrt, verwahrt habe. So wie es von Maria heißt, sie bewahrte diese Worte (des Engels) alle in ihrem Herzen.

Wir sollen nicht nur Verwalter, gute Verwalter der Gaben, Begabungen, Geschenke Gottes sein, nicht nur Verwalter über dem, was sichtbar ist. Genauso sind wir gefordert, SEIN Wort zu bewahren, in unserem Herz zu verwahren, zu pflegen, mit Hoffnung zu begießen, damit es erhalten bleibt.

Manchmal geschieht es, dass mein Herz morgens nach einer Zeit in Gottes Gegenwart bis zum Rand gefüllt ist mit Gutem, mit Heil, mit Hoffnung, Zuversicht – kurze Zeit später erinnere ich mich kaum daran. Es schiebt sich Schatten dazwischen und deckt das Gute, das Heil zu. An diesen Tagen muss ich das Wort nehmen und es aussprechen – einfach um die Wahrheit zu hören, wo ich sie nicht sehe, nicht fühle. Sie nicht zu sehen und zu fühlen heißt ja nicht, dass es nicht die Wahrheit ist. Wichtiger als meine Augen mit denen ich praktisch sehe, sind die Augen meines Herzens. Diese Augen mit denen ich sehe, was in Gottes Herzen ist. Dort, wo sich der Schleier ein bisschen hebt und mich dahinter schauen lässt.

Ja, es gibt noch eine andere Wahrheit. Eine, die nicht abhängig ist von meinen Empfindungen, sondern alleine von der Art und Weise unseres Vaters im Himmel. Eine Wahrheit die nicht wankt – so wie meine Gefühle, mein Erleben in dieser Welt.

Mein Gebet ist für jeden, der dies liest und gerade Dunkelheit erlebt – sei gesegnet mit erleuchteten Augen, die sehen können, wie der Vater ist. Sei gesegnet mit einem Herzen, das sich der Entmutigung entgegenstellt, weil es den sieht, der alles in seinen Händen hält, der deine Tränen sieht und deinen Schmerz kennt.

Sei gesegnet mit SEINEM Frieden!

Mose

Er hielt sich an den Unsichtbaren, als sähe er ihn.

Hebr 11.27

So heißt es im Hebräerbrief über Mose. Mose, einer meiner Lieblingsmenschen der Bibel. Ein Mann, der so nahe an Gott dran war, der so eine starke Sehnsucht nach immer noch mehr hatte, wie ich es selbst in mir verspüre.

Ein Mann der mutig war.

Ein Mann in dem Gott den Leiter sah, der SEIN geliebtes Volk in die Freiheit führen sollte, obwohl dieser Mann zum Zeitpunkt seiner Berufung in der Wüste lebte, um dort Schafe zu hüten. Es waren nicht einmal seine eigenen Schafe, sondern die seines Schwiegervaters.

Wie wunderbar, dass Gott immer das Mehr in uns sieht. Dass ER das sieht was wir sein können, wenn wir hinhören und Antwort geben auf Sein Wort in unser Leben hinein.

Sich an den Unsichtbaren halten, als ob wir ihn sähen.

Mose durfte so viel von Gott sehen, wie kein anderer Mensch auf dieser Erde. Und doch gab es auch Zeiten, wo er den nur gehörten Worten, den komischen Erlebnissen wie brennenden Büschen trauen und vertrauen musste.

Darin finde ich mein Leben wieder. Komische Erlebnisse, schwer beschreibbare Gefühle und Empfindungen, Worte, die fremd und unrealistisch klingen. Manchmal einfach nur zu einfach – und doch erlebe ich, SEINE Worte, da wo ER gesprochen hat, bringen immer das Leben hervor.

SEINE Worte bringen weiter, bringen in Neues hinein.

SEINE Worte sind es, nach denen ich immer wieder frage, auf die ich warte und hoffe. Sie erbete.

So war es auch Anfang dieser Woche gewesen – mein Gebet um klare, deutliche Leitung. Ein Gebet um Bestätigung. Und mit dem Zeitlimit, bitte doch in dieser Woche.

Und dann kam sie – und erst als sie kam, erinnerte ich mich auch an mein Gebet.

Und sie kam in doppelter Ausführung!

SEINE Treue, SEINE Liebe die darin sichtbar und erlebbar wird für mich, berührt mein Herz und macht mich demütig.

Was ist das für ein Gott, mächtig und erhaben, gleichzeitig beugt ER sich herab und schaut zutiefst in die Herzen und Bedürfnisse SEINER Kinder und gibt mit Freude Antwort. Das sind Berührungen für mich, die Leben hervor bringen. Die mich zurüsten, nach denen ich mich sehne und gleichzeitig machen sie mich fest für die Zeiten, in denen ich ´ nur ´glaube, mich an den Unsichtbaren halte, als sähe ich ihn und vertraue.

So sehr wie ich diese Erlebnisse liebe, gehe ich doch einen großen Teil meines Lebens, den Weg des Vertrauens, vertraue dem, der führt – auch auch wenn ER für mich noch unsichtbar ist.

ER ist treu!

HINENI – hier bin ich!

Ihr Lieben, gestern kam endlich mein ´Buchpaket ´vom Verlag an – Dankbarkeit ist darüber in meinem Herzen.

Mein Gebet ist nun, dass dies Buch dorthin kommt, wo Herzen vorbereitet sind, Sehnsucht haben nach Mehr von Gott. Möge es helfen, dass wir noch mehr und neu sehen dürfen, wer ER ist, wie ER ist – der, dessen Blick unaufhörlich über diese Erde streift, um sich an denen mächtig zu erweisen, die IHN von ganzem Herzen lieben ( 2 Chr 16.9 ).

Ein letztes Mal worum es geht:

Jetzt ist die Zeit.

Gott bereitet den Weg.

Glaube ist im Jetzt.

HINENI ist der mächtige hebräische Ausdruck, um unsere Präsenz und Achtsamkeit auszudrücken und die Bereitschaft, wirklich in die Begegnung mit Gott zu gehen.

Es ist Zeit, Gottes Stimme auch im Unbekannten zu hören und uns von ihr herausrufen zu lassen wie einst Abraham, Mose, MAria und anderer Menschen der Bibel.

HINENI macht Mut und gibt Hoffnung, auch für die herausfordernden Zeiten des Lebens. Auf unseren Vertrauenswegen erkennen und erleben wir, dass Gott JAHWE ist, der Allmächtige, der ICH BIN!

Er ist es wert, dass wir IHM vollkommen vertrauen – denn ER ist der wirklich gute Vater!

Sind wir bereit, uns von ihm unterbrechen zu lassen, Ihm zu begegnen, vor IHM zu stehen und zu sagen:

´Hier bin ich ´?

Wenn dies etwas in deinem Herzen anspricht, gib mir eine kurze Nachricht.

ruthmarie66@outlook.de

Gerne schicke ich dir mein Buch portofrei zu.

Du bist behütet unter Seinen Flügeln!

Vorankündigung 3.0

Hier ist es – zumindest das Cover!

Gerade ist es im Druck und wird Ende der Woche ausgeliefert.

Ja – ich bin aufgeregt!

Und ich freue mich und gleichzeitig macht es mich unsicher. Geschriebenes, Gedrucktes ist angreifbar, es kann vereinen oder trennen. Es macht angeifbar.

Aber, ja, die Freude überwiegt.

Hier einen kurzen Einblick, um was es in ‚HINENI‘ geht.

Jetzt ist die Zeit. Gott bereitet den Weg. Glaube ist im Jetzt.

Wie führt Gott Menschen?

Wie zeigt er sich darin?

Was wird er den Menschen auf diesem Weg?

Und was verändert sich dadurch in ihnen?


‚HINEN‘ („Hier bin ich!“) ist der mächtige hebräische Ausdruck, um unsere Präsenz und Achtsamkeit auszudrücken und die Bereitschaft, wirklich in die Begegnung mit Gott zu gehen.


Es ist Zeit, Gottes Stimme auch im Unbekannten zu hören und uns von ihr herausrufen zu lassen wie einst Abraham, Mose, Maria und andere Menschen der Bibel.


‚HINENI‘ macht Mut und gibt Hoffnung auch für die herausfordernden Zeiten des Lebens.

Auf unseren Vertrauenswegen erkennen und erleben wir, dass Gott JAHWE ist, der Allmächtige, der ICH BIN!
Er ist es wert, dass wir ihm vollkommen vertrauen – denn er ist der wirklich gute Vater!

Sind wir bereit, uns von ihm unterbrechen zu lassen, ihm zu begegnen, vor ihm zu stehen und zu sagen:

‚ H i e r b i n i c h ‚ ?

Vorankündigung 2.0

Diese Tage sind für mich sehr emotional.

Das liegt an der Jahreszeit und den Gefühlen, die damit für mich einhergehen.

Es liegt an den weltweiten Umständen, der vielen sicht- und hörbar werdenden Not.

Es liegt an der persönlichen Not einzelner Menschen, denen ich mich verbunden fühle.

Es liegt an dem, was in unseren persönlichen Alltag in diesen Tagen hineinstürmt.

Es liegt daran, dass ich meinen Sohn und Schwiegertochter schon so lange nicht mehr sehen konnte.

Es liegt daran, dass vergangene Woche mein Buch aus dem Lektorat kam, ich es bearbeitet habe, ein letztes Mal durchlas und dann an den Verlag zurückschickte; in Kürze werde ich es gedruckt in Händen halten.

Seitdem ich es im Lektorat wusste, habe ich nicht mehr hinein gelesen. Jetzt wieder darin einzutauchen hat mich überwätigt. Das mag befremdlich klingen, wenn jemand so über das eigene Geschriebene spricht, aber ich sehe so sehr Gottes Herz, Gottes Handschrift dort auf dem Papier, seine Gnade und Barmherzigkeit mit mir, mit uns Menschen – Hoffnung macht sich in meinem Herzen breit und das überwältigt mich!

Es hat mich , wie schon beim Weiten Land berührt, wie behutsam und weise die Lektorin mit meinem Geschriebenen umgegangen ist.

Und so bete ich nun, dass es dorthin gelangt, wo Herzen bereit sind dafür. Dass es Leben, dass es Menschen verändern wird. Dass es das tun wird, wozu es berufen ist.

Dies Buch soll helfen, sich tiefer auf Gott einzulassen, denn es ist Zeit, die Gegenwart Gottes zu suchen und uns unterbrechen zu lassen, hinzuhören, hinzuschauen und bei Ihm zu verweilen, bis ER Zugang findet in unser Herz, denn ER möchte uns mit Seinem Herzen verbinden und uns Anteil geben an SEINEN Gedanken und Gefühlen für die Menschen.

Es ist Zeit, uns von den brennenden Büschen, die nach unserer Aufmerksamkeit suchen, unterbrechen zu lassen. SEINE Stimme ruft uns heute genauso heraus, wie einst Abraham, Mose, Josua, Elia,…

Dies Buch erzählt davon, wie Gott in das Leben von Menschen tritt und sie in ein weites, neues Land, von ihren Umwegen zurück in ihre eigentliche Berufung bringt und sie lernen, dem zu vertrauen der sie führt und sich ihnen darin zu erkennen gibt.

Auf ihren Vertrauenswegen erkennen und erleben sie, dass Gott JAHWE ist, der Allmächtige.

Er ist der, der führt, der Wunder tut, der Seine Versprechen hält, der das Licht in der Dunkelheit ist.

Er ist wert, dass man Ihm vollkommen vertraut – denn Er ist der wirklich gute Vater!

Ich liebe Herzensbücher – damit meine ich nicht Romane, sondern Bücher, die am Herzen Gottes entstanden und vom Herzen Gottes her geschrieben sind. Ein solches Buch soll es sein.

Herzliche Buchempfehlung!

Sturm

Es war stürmisch – sehr stürmisch!

Die ganze Woche über hatte der Wetterbericht regnerisches und kaltes Wetter vorhergesagt.

Es war herausfordernd, für dennoch schönes Wetter zu glauben.

Wir waren trotzdem losgefahren und begannen nun in Sturm und Regen die Zelte aufzubauen.

Die ganze Nacht und den kommenden Tag über stürmte es weiter. Das Meer und der Wind in den Bäumen waren so laut, dass es alle anderen Geräusche auf dem Campingplatz übertönte. Man hörte wirklich nichts anderes, obwohl ja unter normalen Umständen gefühlt jeder Atemzug des Campingnachbarn zu hören ist.

Der Morgen war beeindruckend – die Wellen des Meeres schlugen laut gegen das Land, allmählich riss der Himmel auf und mächtige Wolkenfetzen waren zu sehen. Jeder blaue Himmelsfetzen brachte Hoffnung in mein Herz – nun ändert sich das Wetter.

Und so wurde es!

Eine Woche lang hatten wir wunderbares Campingwetter.

Die Lautstärke des Sturmes in der ersten Nacht hatte sehr herausgefordert und daran erinnert, dass der Frieden und Ruhe hat, der im Sturm schlafen kann.

Und er war hinten auf dem Schiff und schlief auf einem Kissen.

Mk 4.38

Jesus lag bei einer stürmischen Fahrt über den See Genezareth im Boot und schlief. Er konnte schlafen, weil der Sturm zwar um ihn, aber nicht in seinem Herzen war. Sein Herz war angesiedelt in himmlischer Atmosphäre. Es war angesiedelt in ein Vertrauen in den, der über dem Sturm ist. Deswegen konnte er seine Jünger fragen:

Was seid ihr so furchtsam? Habt ihr keinen Glauben?

Mk 4.40

Habt ihr keinen Glauben in den, der größer ist als jeder Sturm?

Der Wind und Wetter gebietet und es wird.

Wenn ich so lebe, dann kann mich ein Sturm nicht zerstören. Er kann mich aufstören und bringt mein Boot in Fahrt. Doch es geht dabei nicht unter.

Dennoch fordern Stürme in dieser Lautstärke heraus. Sie fordern heraus, wenn nichts mehr anderes zu hören ist, genau hin zu hören, genau hinzuschauen – wo reißt der Himmel auf.

Wo bricht Licht durch die Wolkendecke.

Wo kann ich mein Vertrauen hinwenden? Mich festhalten, denn wenn ich nichts sehe, nichts höre, ist es allein mein Vertrauen das festhält.

Vertrauen in den Vater, der immer gut ist. Immer treu ist. Immer Liebe ist.

Und letztendlich war es die Gewissheit über seine Liebe, die mich hat glauben lassen, dass das Wetter gegen alle Prognose gut werden würde.

Nein, er wendet nicht jedes Wetter zu meinen Gunsten, aber manchmal da höre ich diese Stimme in meinem Herzen – ich mache es gut für dich. Einfach aus Liebe! – Und das lässt mich vertrauen in die Güte des Vaters.

Denn, ja, ein guter Vater will das tun!

Ich wünsche dir erleuchtete Augen des Herzens, die heute die Güte des Vaters sehen dürfen!

Es ist so gut, an ihm festzuhalten und das ganze Vertrauen auf ihn zu werfen.

Vorankündigung

DENN MEINE GEDANKEN SIND NICHT EURE GEDANKEN, UND EURE WEGE SIND NICHT MEINE WEGE…

Jes 55,8

Wie kann man davon erzählen, wenn das Herz übervoll ist –
wenn es gefüllt ist mit großer Freude und Dankbarkeit über das, was Gott hat werden lassen.

Wieder einmal hat er gesprochen, etwas verheißen, herausgerufen und es wurde.
Tiefe Dankbarkeit empfinde ich darüber, dass ich in diesen Tagen eine Zusage für mein zweites Buch bekommen habe.


Es war wieder ein Glaubensschritt, wurde geschrieben in den vergangenen drei Monaten des Rückzugs, hat hervorgebracht, was Gott in mich hineingelegt hat.


Als ich, nachdem ich das Weite Land geschrieben hatte und auf Rückmeldung vom Verlag wartete, eine Prophetie für mein Schreiben bekam, sagte man mir dazu, ich würde mehr schreiben.

Ich hatte darüber gelächelt und es zur Seite geschoben. Vor einigen Wochen ich den Eindruck, dass ich tatsächlich wieder beginnen solle, so holte ich dies Wort erneut hervor.
Nun habe ich zum zweiten Mal unaufgefordert ein Manuskript an den Verlag geschickt und eine Zusage bekommen.

Gott ist ein treuer Gott.

Wenn er spricht, darf ich ihm vertrauen.


Doch wie kann ich davon erzählen – wenn zur gleichen Zeit auch tiefe Traurigkeit in mir ist.
Es ist der Schmerz des Loslassens. Wenn irdisches Leben aufhört bedeutet es für Menschen, die zurück bleiben, tiefen Schmerz.


Gleichzeitig ist da diese Freude, da hat es jemand geschafft, ist am Ziel angekommen, über die Ziellinie gelaufen und nun zuhause – wirklich zuhause.
Schmerz und Leid haben keine Stimme mehr.


So vermischen sich meine Tränen mit einem Freudelächeln.


Es erinnert mich an die Geburt meiner Kinder – so nahe beieinander lagen Freude und Schmerz in diesem Loslassen in die Welt hinein.
Heute weiß ich mehr denn je, dass dies tiefe Empfinden von beidem mein Leben kostbar machen – auch der Schmerz, die Tränen, die mir zeigen, wieviel das Leben wert ist.
Deswegen kann ich heute nicht einfach nur von meiner Freude über mein zweites Buch erzählen.
Der Schmerz ist zu nahe, zu gegenwärtig, zu kostbar – weil er auch vom Wert des Lebens spricht. Leben das Ewigkeitswert hat.

Und er ist genauso Realität wie die Freude – die Vorfreude auf mein neues Buch!

Liebe

Heute Morgen hörte ich Lobpreis aus den USA. Der Lobpreis der jungen Lobpreisleiterin bewegt seit Monaten mein Herz. Diese junge Frau hat vor 8 Monaten morgens ihre kleine Tochter tot in ihrem Bettchen gefunden. Jedesmal wenn ich die Mutter im Lobpreis erlebe, bringt es einen tiefen Schmerz in mir hervor – es ist der Schmerz einer Mutter, die ihr Kind verloren hat.

Zuerst muss ich das Bewusstsein haben, ganz Gott zu gehören ; dann bekomme ich auch das Bewusstsein seiner Gegenwart.

Watchman Nee

Aber da ist noch mehr als Schmerz – es ist ganz viel Platz für Liebe. Und ich glaube, es ist die Liebe, die in ihrem Lobpreis zu sehen und zu erleben ist.

Die vergangenen Jahre habe ich immer wieder Bücher von Menschen gelesen oder es auch bei Menschen erlebt – es gibt ein beharrliches Festhalten im Schmerz. Und das ehre und wertschätze ich. Doch gleichzeitig hat es mich auch jedesmal geschmerzt, weil ich empfand, dass es wie aus einer Art Trotz entstand und ich konnte nicht genau sagen, warum dies so war.

Im Erleben dieser jungen Mutter sehe und erlebe ich etwas anderes. Für mich erlebt sie gerade den tiefsten Schmerz, den ich mir als Mutter vorstellen kann – und ich bin überzeugt, dass sie in diesen Monaten die schwierigsten Stunden ihres Lebens erlebt.

Doch – sie hält an Gott fest.

Sie hält sich an Gott fest.

Doch dieses Festhalten ist ein anderes Festhalten – es ist ein Festhalten aus Vertrauen und Liebe. Ein Festhalten, das von der Liebe und ihrem Vertrauen getragen ist.

Während ich den Eintruck habe, dass wir oft eher aus Trotz festhalten, der wie Rebellion aus unseren Herzen zu kommen scheint. Und das bringt dann gleichzeitig ganz viel Gefühle und Gedanken in uns hervor, die ständig miteinander streiten, in uns ringen und kämpfen. Fragen und Zweifel werden stark in uns. Dort ist das Gehaltensein sehr angegriffen und fragil. Und es lässt den Frieden vermissen, der uns vom Himmel her versprochen ist.

Kalley Heiligenthal stellt die Liebe Gottes nicht in Frage. Sie lässt nicht zu dass der Schmerz und der Verlust ihr Vertrauen erschüttern kann in die Liebe des himmlischen Vaters. Ihr Leben ist erschüttert – total erschüttert. Doch diese Liebe in der sie lebt ist unerschütterlich. Das ruft sie immer wieder kraftvoll heraus in ihrem Lobpreis.

Und so wird, während alles erschüttert wird, gleichzeitig das unerschütterliche sichtbar für sie – die Liebe Gottes!

Das ist der Glaube von dem wir in der Bibel lesen und im Leben so vieler Menschen sehen dürfen. Es ist das, wonach ich mich ausstrecke:

Vollkommen in der Liebe und damit dem vollen Bewusstsein der Gegenwart Gottes zu leben – denn das hat die Kraft, mein Denken und mein Leben, Erleben zu verändern.

Spannung

Wir leben in zwei Wirklichkeiten, in denen es Widerstände gibt.

Wir erleben es in dieser Zeit weltweit, täglich ändern sich Aussagen, Umstände – es herrscht eine spürbare Spannung um uns herum und vermutlich auch in jedem ganz persönlichen Umfeld. Instinktiv wehren wir uns meistens gegen Spannungen, doch gleichzeitig ist Spannung gesund und nötig. Auch seelische Gesundheit zeichnet sich dadurch aus, dass wir Spannungen durch unterschiedliche Gedanken und Erfahrungen aushalten können. Ja, nicht nur aushalten können, sondern darin leben, sie gestalten und verantwortlich damit umgehen können.

Jesus spricht in der Bergpredigt von diesen Spannungen.

Das Himmelreich gehört denen, die geistlich arm sind.

Die Trauernden sind die Glückseligen, denn sie werden getröstet werden.

Die Sanftmütigen werden das Land erben – nicht die, die mit Härte kämpfen.

Die hungern und dürsten nach Gerechtigkeit, werden satt werden.

Abraham lebte in der ständigen Spannung zwischen dem, was ihm verheißen worden war und dem, was er sah und erlebte. Doch durch sein Leben können wir sehen, was werden kann, wenn wir uns der Spannung des Glaubens stellen.

Abraham aber glaubte Gott, und das wurde ihm als Gerechtigkeit angerechnet.

Rö 4.3

Später spricht Paulus darüber, dass genau das auch für uns gilt. Dass es ihm, Abraham, als Gerechtigkeit angerechnet wird, steht nicht allein um seinetwilen, sondern auch um unsertwillen.

In prophetischen Umfeldern spüren wir die Spannung, die dort herrscht zwischen dem Sichtbaren und dem Verheißenen. Es ist diese Spannung zwischen Prophetie und Gegenwart. Es braucht ein Fundament und es braucht Weisheit, um diese Spannung, die Prophetie mit sich bringt, zu verwalten. Ich möchte das lernen und mich durch diese Spannung oder gar Angst nicht davor zurückhalten lassen. Ich möchte in dem leben, was die Bibel verheißt und lehrt – auch dort, wo es sehr herausfordernd ist.

Weisheit lehrt uns aber auch: Wenn Gott durch uns und in uns alles neu machen will, dann sollten wir erwarten, dass seine Verheißungen völlig anders sind als unsere Umstände. Petrus zufolge sind seine Verheißungen sogar Teil seiner Herrlichkeit, und wenn er sie uns gibt, gibt er uns damit etwas, was wir verwalten sollen. Je mehr wir lernen, Gottes Verheißungen zu verwalten, desto mehr bringt er seine göttliche Natur in uns hervor, die uns widerum darauf vorbereitet, ihre Erfüllung zu verwalten.

Paul Manwaring, ´Die Herrlichkeit Gottes´

Weisheit hilft uns, mit dem Geheimnis zu leben zwischen Wissen und Nichtwissen.

Es braucht unsere Treue, es braucht unser Vertrauen in den, der gesprochen hat.

Ich muss mich immer wieder erinnern, dass Prophetie, wenn ich etwas gesehen oder gehört habe, nicht mein Wissen um etwas ist, sondern allein mein Vertrauen in den, der es gesprochen hat. Es ist diese Wolke des Nichtwissens.

Der Autor dieses Buches ´Die Wolke des Nichtwissens´aus dem 14. Jahrhundert schreibt davon, dass wir alles, worauf wir keine Antwort haben bzw was wir nicht verstehen, in eine gedankliche Wolke des Nichtwissens neben unsere Sicht auf Gott plazieren sollen, damit es uns nicht die Sicht auf Gott versperrt.

Das finde ich ein sehr schönes Bild für den Umgang mit unseren Fragen, denn in der Regel stehen unsere Fragen und Zweifel eher direkt vor Gott und versperren uns eben deswegen die Sicht auf ihn, Umstände und Gefühle schaffen sich einen Weg hinein in unser Herz und verdrehen dort Wahrheit über Gott. Aber:

Gott ist gut!

Lebe heute mit dieser Wahrheit – egal was dir das Leben zeigt!

Sei gesgenet!

Saat

Sei ein Fremdling in diesem Land, und ich will mit dir sein und dich segnen.

1 Mo 26.3

Zur Zeit Isaaks kam eine Hungersnot in das Land, in dem er sich aufhielt. Es war das verheißene Land, aus dem Jahre vorher sein Vater Abraham während einer Hungersnot nach Ägypten geflohen war. Isaak bekommt von Gott den Auftrag, zu bleiben – trotz der Hungersnot. Im Land der Verheißung verspricht Gott ihm Schutz und Segen.

Es ist herausfordernd, im Land der Verheißung zu bleiben, wenn du gerade in Not bist, wenn du siehst, wie Hunger sich ausbreitet, deine Familie bedroht. Es verlangt Vertrauen, es braucht Glauben, um auszuhalten, zu bleiben und diese Verheißung in Anspruch zu nehmen.

Wenn du Hunger hast und es wegen einer Hungersnot nicht mehr viel Korn gibt, musst du dich entscheiden, ob du das, was du hast, isst oder ob du es einsparst und dafür aussähst, um später mehr zu haben. Isaak geht diesen Schritt. Er sät in dieses fremde Land das wenige Korn das er hat.

Und Isaak säte in dem Land und erntete im selben Jahr hundertfältig; denn der Herr segnete ihn.

1 Mo 26.12

Isaak sät in seine Zukunft, in die Zukunft seiner Familie, weil er die Verheißung Gottes hat, er werde ihn segnen und vermehren. Das ist ein Versprechen das er festhalten kann. Trotz Hunger zu säen verlangt Vertrauen. In die Zukunft zu säen spricht von Hoffnung auf diese unbekannte Zukunft. Und in der Fremde zu säen spricht davon, sich dort ein Zuhause zu schaffen. Das Bedürfnis nach einem Zuhause, nach einem Ort der Versorgung ist fundamental.

In die Zukunft zu säen spricht von Hoffnung auf diese unbekannte Zukunft.

Je unkontrollierbarer das Leben im Außerhalb ist, umso wichtiger wird die Gestaltung des eigenen Lebensraumes. Bei Isaak war es die existentielle Versorgung, um zu überleben.

In diesen vergangenen Wochen haben wir es an vielen Orten erlebt, dass Menschen ihr Zuhause, diesen Ort an dem sie sich nun während des Shutdowns beinahe rund um die Uhr aufhalten mussten, neu gestalteten, zu einem Ort des Rückzugs, der Geborgenheit, der Schönheit, der Ordnung machten. Dieses Nestbauen erinnert daran, wer wir sind und was uns wichtig ist. Es erinnert, dass wir bei aller Sehnsucht in die Ferne immer auch ein Zuhause brauchen, diesen Ort der Heimat, der dann auch immer einen Teil von uns selbst widerspiegelt. Dabei geht es einerseits um Gestalten, andererseits auch darum, Verantwortung zu übernehmen für meinen Lebensraum.

Isaak übernahm die Verantwortung für seine Familie, indem er säte.  Er wusste, bald würde seine Aussaat Frucht bringen, mehr Frucht als das was er im Moment hatte. Trotz alledem weiß man in einer Zeit der Hungersnot nicht, wie die Aussaat aufgehen und wachsen wird. So brachte er mit dieser Tat Gott sein Vertrauen und seinen Glauben. Er legte diesen Samen nicht nur in die Erde, sondern auch auf den Altar als Opfer, das seinen Glauben zeigte.

Ich denke, wir alle spüren diese Spannung, diesen Ruf in diesen Tagen, wie wir unser Leben, unsere Zukunft weiter gestalten wollen. Wie kann, wie wird die neue Zeit werden, der wir entgegen gehen, in der wir schon stehen. Krisen wollen uns immer auch etwas sagen, wollen uns herausrufen. Was ist es für dich geworden, was siehst du vor dir, wo ist deine Herausforderung, wohinein dein Ruf?

Das Leben, diese Welt ist uns neu anvertraut. So viele Missstände werden in diesen Tagen sichtbar – was bisher unsichtbar, nicht gehört, verdrängt, aber dennoch da war, schafft sich einen Weg durch die Wirren dieser Zeit und schreit. Welcher Schrei erreicht dein Herz, wo zeigt Gott dir deinen Platz?

Ich wünsche dir Hoffnung für dein Herz, Hoffnung, die dich säen lässt in die Zukunft. Halte deine Verheißung im Glauben fest – denn ER hat uns verheißen, mit uns zu sein und zu segnen!

Sei mutig und säe! – auch wenn du dich vielleicht gerade wie ein Fremdling fühlst in deinem Leben.