a u f s t ö r e n.

Darf Gott mich aufstören?

Darf er mir anders begegnen als ich es erwarte, mir vorstelle und vielleicht auch wünsche?

Diese Frage stellte ich mir und ein paar Frauen, mit denen ich seit Monaten unterwegs bin auf der Suche und der Erwartung nach mehr von Gott. Seit Monaten sind wir jeden frühen Samstagmorgen für zwei Stunden in Lobpreis und Anbetung zusammen und geben Gott Raum, indem wir ihm unsere Herzen hinlegen. Es ist eine ganz besondere Zeit geworden, gerade jetzt während des Lockdowns jeder in der Verborgenheit mit Gott und gleichzeitig über Zoom miteinander verbunden. Es ist tatsächlich so geworden, dass wir den Samstag zum Teil herbeisehnen, ihn freudig erwarten. WIr haben eine Form gefunden, wie wir mit möglichst viel Freiheit für den Heiligen Geist, über zwei Stunden lang zusammen vor Gott sein können.

Und so wertvoll wie uns das geworden ist, wollen wir aber nicht fest , starr darin werden, sondern offen sein für Gottes Leitung darin. Weil ER uns, unsere Herzen am besten kennt, weiß ER auch am Besten, was es jeden Samstag braucht.

So kam es auch zu dieser Frage, darf Gott uns aufstören, das Liebgewonne unterbrechen?

Letzten Samstag hieß das für uns auch über unsere Komfortzone hinaus zu gehen, Tränen zuzulassen, Leidenswege zusammen gehen., davon laut reden zu lernen, was Gott zu uns spricht in dieser Zeit.

It cost´s all my feelings.

aus ´I love you Lord ´, Elevation

So erlebe ich es manchmal wenn Gott mich aufstört. So erlebe ich es manchmal, wenn ich die Begegnung mit IHM suche.

So erlebe ich es an einem vergangenen Morgen. Frühmorgens suche ich die Verborgenheit mit Gott. An diesem Morgen bin ich schrecklich müde, empfinde diese Müdigkeit so stark, dass ich mich am liebsten wieder hinlegen würde. Während ich nach Worship suche, der mir helfen kann, mein Herz auf Gott hin auszurichten, gerate ich in einen ´Encounter-Room´ , der gerade zuende geht, weil er aus den USA ist.

Ja, ich will Gott begegnen und öffne die Musik. Sofort gerate ich in eine Zeit, in der Menschen Gott tief anbeten.

In diesem Moment nehme ich wahr wie es mir gerade geht. Ich fühle mich zerschlagen in meiner Müdigkeit, denke daran, dass ich seit Monaten schlecht schlafe, denke an die Schmerzen meiner Tochter, die sie seit 2 Wochen begleiten, ich denke an so viel Not, dass es wie ein großer Weltschmerz sich über mich stülpt. Später werde ich sagen, dass ein Geist der Entmutigung da war, doch in diesem Moment erkannte ich das nicht. Ich war so gefüllt mit all den negativen Gefühlen, dass ich mich wie ein Zuschauer vor dieser Anbetung fühlte, die da immer noch lief und mich plötzlich meinen Mangel so stark spüren ließ.

Diese Diskrepanz zu sehen zwischen meinem Fühlen und der Leidenschaft der Anbeter machte mich noch trauriger.

Ich erinnere mich an ein Gebet des vergangenen Samstagmorgens, wo jemand davon sprach, wie zerbrochen wir sind. Ja, so fühlte ich mich an diesem Morgen und als ich das erkannte, erkannte ich auch, dass ich genau diese Zerbrochenheit IHM bringen kann.

Wenn ich SEINE Gegenwart nicht spüre, lese ich in SEINEM Wort und so komme ich zu Jesaja und lese, wie Gott den Zusatnd der Herzen der Israeliten beschreibt und zur Umkehr aufruft. Die Geschichte Israels zu lesen lässt mich noch trauriger werden. Doch gleichzeitig höre ich auch den Ruf Gottes darin .

Ja, genau so sieht es auch in meinem Herzen aus. Der Entmutiger war da und trennte mich durch mein Gefühl des Mangels, das Gefühl nicht zu genügen, von Gott. Es war nicht Gott, der nicht da war. ER ist da, ER ruft und SEIN Ruf ruft in den Neuanfang.

Ich erinnere mich an Elisa und wie er seinem Diener sagt: Schau genau hin – die, die mit uns sind, sind mehr als die anderern, die gegen uns sind.

Begegnung mit Gott bringt immer Erkenntnis hervor. Die Erkenntnis, wer ER ist und wer ich bin.

Indem ich meine Zerbrochenheit loslasse, erlebe ich, wie ich ihm nahe komme.

ER ist der, der zu-recht bringt. Gott verschafft Recht. Bei Gott gibt es immer die Möglichkeit, umzukehren. Im Moment der Umkehr verschafft ER uns Recht. In dem Moment wo ich mich abkehrte von meinen schlechten, zerstörrerischen Gefühlen konnte Gott SEINE Wahrheit hineinsprechen und es konnte zur Wirklichkeit werden, als ich IHM den Raum dafür gab und alles los ließ.

Siehe, ich will Neues schaffen.

Jes 43.19

Als ich alles andere abgeben und loslassen, anvertrauen kann, IHM anvertrauen kann, erlebe ich, wie Frieden einkehrt. Es ist dieser himmlische Frieden, der, von dem die Bibel spricht und der nicht zu erklären ist – denn es hatte sich nichts an den Tatsachen geändert, die zu meinem Fühlen geführt hatte.

Gott hatte nur meine Sicht verändert, ER hatte mich sehen lassen, dass ER alles in der Hand hält. ER hatte mein Gesicht zu IHM emporgehoben, so dass ich IHN wieder sehen, ansehen konnte.

Ich hatte eine solche Sehnsucht in mir gehabt, als ich der tiefen Anbetung anderer begegnet war und ich mich selbst so fern davon gefühlt hatte. In genau diese Sehnsucht war Gott hinein gekommern. ER hatte nicht gleich alles Unruhige besänftigt, sondern war mir in meinem Schmerz begegnet. So kam der Frieden nicht, weil der Schmerz weg war, sondern in den Schmerz hinein. Das ist getrost sein!

Ich hatte mich aufgestört gefühlt zu Beginn des Morgens – doch dahinein war SEIN Frieden gekommen. Natürlich hätte ich mir gewünscht, der Frieden wäre sofort da gewesen, doch gleichzeitig weiß ich auch, dass in diesem Weg durch den Schmerz hindurch Kostbares liegt. Es ist verstörend, nicht immer gleich Heilung zu sehen, sondern den WEG der Heilung gehen zu müssen und den Mangel auf diesem Weg nur noch intesiver zu spüren. Ja, ER war mir anders begegnet als gewünscht – doch gerade dieses Andere hat wieder etwas an dem Fundament gebaut auf dem ich bei IHM stehe.

Diesen Frieden, der über dein Verstehen geht, wünsche ich dir!

Ich kann hier nur davon schreiben, dir nicht das Erleben davon mitgeben – aber du darfst es erleben, wenn du IHN aufsuchst und wartest, wie ER dir begegnen möchte.

Sei gesegnet, denn ER will dich heimholen, egal, wohin du gerade läufst. ER will deinem Herzen Heimat geben und Heimat sein.

Sturm

Es war stürmisch – sehr stürmisch!

Die ganze Woche über hatte der Wetterbericht regnerisches und kaltes Wetter vorhergesagt.

Es war herausfordernd, für dennoch schönes Wetter zu glauben.

Wir waren trotzdem losgefahren und begannen nun in Sturm und Regen die Zelte aufzubauen.

Die ganze Nacht und den kommenden Tag über stürmte es weiter. Das Meer und der Wind in den Bäumen waren so laut, dass es alle anderen Geräusche auf dem Campingplatz übertönte. Man hörte wirklich nichts anderes, obwohl ja unter normalen Umständen gefühlt jeder Atemzug des Campingnachbarn zu hören ist.

Der Morgen war beeindruckend – die Wellen des Meeres schlugen laut gegen das Land, allmählich riss der Himmel auf und mächtige Wolkenfetzen waren zu sehen. Jeder blaue Himmelsfetzen brachte Hoffnung in mein Herz – nun ändert sich das Wetter.

Und so wurde es!

Eine Woche lang hatten wir wunderbares Campingwetter.

Die Lautstärke des Sturmes in der ersten Nacht hatte sehr herausgefordert und daran erinnert, dass der Frieden und Ruhe hat, der im Sturm schlafen kann.

Und er war hinten auf dem Schiff und schlief auf einem Kissen.

Mk 4.38

Jesus lag bei einer stürmischen Fahrt über den See Genezareth im Boot und schlief. Er konnte schlafen, weil der Sturm zwar um ihn, aber nicht in seinem Herzen war. Sein Herz war angesiedelt in himmlischer Atmosphäre. Es war angesiedelt in ein Vertrauen in den, der über dem Sturm ist. Deswegen konnte er seine Jünger fragen:

Was seid ihr so furchtsam? Habt ihr keinen Glauben?

Mk 4.40

Habt ihr keinen Glauben in den, der größer ist als jeder Sturm?

Der Wind und Wetter gebietet und es wird.

Wenn ich so lebe, dann kann mich ein Sturm nicht zerstören. Er kann mich aufstören und bringt mein Boot in Fahrt. Doch es geht dabei nicht unter.

Dennoch fordern Stürme in dieser Lautstärke heraus. Sie fordern heraus, wenn nichts mehr anderes zu hören ist, genau hin zu hören, genau hinzuschauen – wo reißt der Himmel auf.

Wo bricht Licht durch die Wolkendecke.

Wo kann ich mein Vertrauen hinwenden? Mich festhalten, denn wenn ich nichts sehe, nichts höre, ist es allein mein Vertrauen das festhält.

Vertrauen in den Vater, der immer gut ist. Immer treu ist. Immer Liebe ist.

Und letztendlich war es die Gewissheit über seine Liebe, die mich hat glauben lassen, dass das Wetter gegen alle Prognose gut werden würde.

Nein, er wendet nicht jedes Wetter zu meinen Gunsten, aber manchmal da höre ich diese Stimme in meinem Herzen – ich mache es gut für dich. Einfach aus Liebe! – Und das lässt mich vertrauen in die Güte des Vaters.

Denn, ja, ein guter Vater will das tun!

Ich wünsche dir erleuchtete Augen des Herzens, die heute die Güte des Vaters sehen dürfen!

Es ist so gut, an ihm festzuhalten und das ganze Vertrauen auf ihn zu werfen.

Sturm

Es kam völlig unerwartet.

Benommenheit macht sich in mir breit, ich zweifle an meiner Wahrnehmung und kann es doch nicht leugnen – den Moment, als ich einen Knoten in meiner Brust ertaste. Da es Wochenende ist gehen wir durch Stunden des Wartens, der Spannung. Es fühlt sich schrecklich fremd und doch so nah an.

Ich weiß nichts genaues, es gibt noch keine Diagnose und schon kommen Fragen in mir auf.

Was soll mit der Café-Einrichtung werden? Soll ich sie immer noch kaufen? Habe ich immer noch Glaube dafür? Wie passt das überhaupt zusammen?

Egal was es ist, wird Gott heilen?

Komischerweise hatte ich mich die Wochen davor mich immer wieder an Kai Warren erinnert, wie sie in einem Buch darüber schreibt, Gott gibt ihr eine große Berufung und als sie durchstarten will, bekommt sie die Diagnose Krebs.

Ich bin mit jedem Augenblick deines Lebens verbunden!

Das spricht Gott am Sonntagmorgen um 3 Uhr in mein Herz.

Ich bin dir nah und gebe dir Frieden!

kroatien2014-1671.jpgEs ist die Stille im Sturm, die sich in mir ausbreitet. Obwohl das Warten auf den Montag nicht leicht ist, erlebe ich darin ganz stark Gottes Nähe und Halt.

Euer Herz erschrecke nicht und verzage nicht.    Joh 14.27

Das ist eine Aufforderung von dem, der alles in seinen Händen hält, der den Ausgang schon kennt, noch bevor es richtig begonnen hat und deswegen kann er mir gebieten:

Erschrecke nicht! Verzage nicht!

Weil ich in ihm verwurzelt bin, weil Gott selber das vergangene Jahr so viel in mich gepflanzt hat, kann ich seinem Wort vertrauen. Ich kann seinen Frieden in mir glauben. Meiner Seele gebieten, nicht zu erschrecken, nicht zu verzagen.

Fürchte dich nicht und hab keine Angst.    5 Mo 31.8

Wenn ich mich fürchte, vertraue ich auf dich.    Ps 56.4

Immer wieder hatte ich all die Jahre Sehnsucht danach, den Frieden in meinem Leben zu spüren, von dem die Bibel spricht. Den Frieden, der höher als alle Vernunft ist. Der über allen Umständen ist. Und nun darf ich erleben, wie im Moment der absoluten Ungewissheit und Verunsicherung mein Herz angereichert ist mit Vertrauen das mir Frieden schenkt. Es ist das Vertrauen in seine Nähe, der Glaube an seine Gegenwart, was mich Montagmorgen getrost in die Praxis gehen lässt.

Es erscheint mir selber sehr irreal, in diesem Frieden zu sein. Dieser Friede, der nicht von dieser Welt ist. Es ist unabhängig von dem, was kommen wird. Es ist wie ein Zuhause-Sein.

Ich kann mich daran erinnern, in diesen kommenden Wochen immer wieder betont zu haben, ich fühle mich nicht nur geborgen, ich weiß mich geborgen. So fest ist es in mir. Es ist so besonders. Außergewöhnlich.

Mit Spannung sitze ich bei meiner Ärztin und erlebte Gottes Fürsorge auch in der menschlichen Fürsorge, die mir entgegengebracht wird. Der Knoten ist auf dem Ultraschallbild sichtbar, die Ärztin tastet ihn, ich kann ihn spüren. Es ist eine nicht zu leugnende Tatsache und so folgen Untersuchungen, die entscheiden sollen, ob ich zur Biopsie in die Uniklinik muss. Das alles ist mit Zeit dazwischen verbunden. Von einer Untersuchung zur nächsten. Spannung liegt in der Luft.

Der Abschied von Manuel ist noch so nah und durch das gerade Erlebte doch auch schon fern.

img_94621.jpgUnd in allem das vertrauende Herz. Es ist übernatürlich. Ein absolutes Wunder. Ich war bisher jemand, der oft in seinen Sorgen lebte, wie in einem Schaukelstuhl – hin und her, ohne voran zu kommen. Doch diesmal weiß ich, Gott wird das Gute schenken, obwohl ich gar keine Vorstellung in mir habe, wie das aussehen muss. Ich trage nur diese Gewissheit in mir. Ein Geschenk, vielleicht auch eine kleine Frucht meiner Zeit im Verborgenen, denn die Wahrheit, die wir in der innigen Gemeinschaft mit ihm sehen, darf im realen Alltag sichtbar werden. Die Erfahrung und Begegnung mit dem lebendigen Gott wird in solchen Zeiten sichtbar.

Es wird sichtbar, auf welchem Grund wir stehen. Worauf wir unser Haus gebaut haben.

In Frieden will ich mich niederlegen und schlafen, denn du allein, Herr, lässt mich sicher wohnen. 

Ps  4.9

Dort, wo mein Glaube sich bewährt, dort wird er zu meinem persönlichen Besitz. Dieser Glaube, der vollkommenes Vertrauen ist.

Du hast mir meine Klage in Reigen verwandelt, mein Trauergewand gelöst und mich mit Freude umgürtet.     Ps 30.12

In all der Unsicherheit und Ungewissheit, von einer Untersuchung zur nächsten, erlebe ich mehr Freude als all die Wochen davor. Ich weiß nicht, was und wie es kommen wird, aber ich bin so gewiss, dass sich Gott darin verherrlichen wird. Das macht es spannend und wunderbar.

Du hast genug an meiner Gnade, denn die Kraft findet ihre Vollendung am Ort der Schwachheit.       2 Kor 12.9

In Zeiten, wo Unsicherheit sich wie Sorge anfühlen will, ist es weniger eine Sorge um das Ergebnis, als vielmehr die Ungewissheit, zu sehen, was und wie es weitergehen wird.

Heute sehe ich, Gott hielt so sehr seine schützende Hand über mir, dass der Feind nicht mehr Raum bekam, wo er sich breitmachen konnte. Der Knoten war alles, mit dem er meinen Körper angreifen durfte.

Meinem Herzen, meinem Geist durfte er nichts rauben.

Hinschauen

Ein neuer Morgen, wieder laufe ich durch die Dunkelheit und während die Sonne aufgeht sehe ich hinein in die Schönheit und den Reichtum von Gottes Schöpfung.

Dieses Hineinschauen, Hineinhören in Gottes Herrlichkeit überwältigt mich häufig und macht mich schwach, kraftlos. Es tut fast weh.

Dahinein höre ich das Wort von Paulus:

Ich bin auch ganz sicher, dass Gott sein Werk, das er bei euch begonnen hat, zu Ende führen wird, bis zu dem Tag, an dem Jesus kommen wird.   Phil 1.6

Das bedeutet Jünger zu sein. Zuzuhören. Ihn in mein Leben hineinreden zu lassen.

Gott ist in meiner Schwachheit die ich angesichts seiner Größe empfinde.

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Morgen für Morgen tauche ich ein in das Wort Gottes, weil ich Sehnsucht danach habe und nur dort die Wahrheit über das Leben finde.

Immer wieder bin ich bewegt von der Geschichte Gottes mit den Menschen. Ich lese sie mit ganz neuen Augen oder besser, mit geöffneten Augen des Herzens. Die Liebe Gottes scheint mir in jedem Vers, Kapitel so greifbar, so sichtbar. Diese unermessliche Liebe, seine Leidenschaft, Treue, Herrlichkeit.

Mein Herz ist so zerrissen zwischen diesem tiefen Erleben mit Gott, die Gegenwart des Heiligen Geistes, die mir wie nie zuvor greifbar erscheint. Und gleichzeitig ist da auch ein tiefer Schmerz. Ein Leiden an der Welt. An ihrer und meiner Zerbrochenheit.

Ich erinnere mich, wie  Jahre zuvor jemand ein Bild von mir malte.

Es war gut geworden – und richtig, denn in meinen Augen stand die Traurigkeit, die zu dieser Zeit in meinem Herzen war. Die Künstlerin war aber nicht zufrieden und versuchte ein zweites Bild. Sie hatte richtig gesehen, hingesehen, aber konnte es nicht aushalten.

Warum fliehen wir so oft vor dem Schmerz?

Gerade dort will Jesus hinein kommen.

So geschieht es, als ich für ein paar Tage in Augsburg, meinem Geburtsort, bin und dies Lied  mir in den Sinn kommt, während ich frühmorgens in der Dunkelheit über das Land laufe.

Nimm ein, nimm ein das gute Land, das Gott dir gibt.

Das Neue, das Gott in dein Leben hineingeben möchte. Als die Dämmerung durchbricht ist ganz viel in meinem Herzen heil geworden.

Einfach so, oder wie Martin Schleske es gesagt hatte, dass Gott uns der wird, den wir ihn sein lassen und dann Dinge einfach geschehen werden.

Gott ist der Heiland und wir erleben ihn so, wenn wir ihn in unserem Leben als Heiler, als den, der alles heil macht, sein lassen. Und so geschieht es mir, während ich an verschiedenen Stationen meines Lebens vorbeilaufe, dass Jesus in Vieles einfach Heil hineinspricht.

Es beginnt am Grab meines Vaters und endet auf einem großen Feld, über dem nun der Himmel hell wird. Frieden zieht in mein Herz ein. Nicht der Friede dieser Welt, sondern sein Friede, der höher als alle Vernunft ist.

Heilung hat stattgefunden.

Immer wieder erlebe ich, wie in seiner Gegenwart Traurigkeit und Schmerz in Freude und Dankbarkeit verwandelt wird.

Von Angesicht zu Angesicht – das war meine Sehnsucht. Meine Sehnsucht, dass Gott so zu mir spricht.

Sieh, da ist ein Platz bei mir, stelle dich da auf den Felsen!  2 Mo 33.21

Das ist mein Taufspruch und ich beginne neu, nach seiner Bedeutung für mich zu fragen.