Vorankündigung 2.0

Diese Tage sind für mich sehr emotional.

Das liegt an der Jahreszeit und den Gefühlen, die damit für mich einhergehen.

Es liegt an den weltweiten Umständen, der vielen sicht- und hörbar werdenden Not.

Es liegt an der persönlichen Not einzelner Menschen, denen ich mich verbunden fühle.

Es liegt an dem, was in unseren persönlichen Alltag in diesen Tagen hineinstürmt.

Es liegt daran, dass ich meinen Sohn und Schwiegertochter schon so lange nicht mehr sehen konnte.

Es liegt daran, dass vergangene Woche mein Buch aus dem Lektorat kam, ich es bearbeitet habe, ein letztes Mal durchlas und dann an den Verlag zurückschickte; in Kürze werde ich es gedruckt in Händen halten.

Seitdem ich es im Lektorat wusste, habe ich nicht mehr hinein gelesen. Jetzt wieder darin einzutauchen hat mich überwätigt. Das mag befremdlich klingen, wenn jemand so über das eigene Geschriebene spricht, aber ich sehe so sehr Gottes Herz, Gottes Handschrift dort auf dem Papier, seine Gnade und Barmherzigkeit mit mir, mit uns Menschen – Hoffnung macht sich in meinem Herzen breit und das überwältigt mich!

Es hat mich , wie schon beim Weiten Land berührt, wie behutsam und weise die Lektorin mit meinem Geschriebenen umgegangen ist.

Und so bete ich nun, dass es dorthin gelangt, wo Herzen bereit sind dafür. Dass es Leben, dass es Menschen verändern wird. Dass es das tun wird, wozu es berufen ist.

Dies Buch soll helfen, sich tiefer auf Gott einzulassen, denn es ist Zeit, die Gegenwart Gottes zu suchen und uns unterbrechen zu lassen, hinzuhören, hinzuschauen und bei Ihm zu verweilen, bis ER Zugang findet in unser Herz, denn ER möchte uns mit Seinem Herzen verbinden und uns Anteil geben an SEINEN Gedanken und Gefühlen für die Menschen.

Es ist Zeit, uns von den brennenden Büschen, die nach unserer Aufmerksamkeit suchen, unterbrechen zu lassen. SEINE Stimme ruft uns heute genauso heraus, wie einst Abraham, Mose, Josua, Elia,…

Dies Buch erzählt davon, wie Gott in das Leben von Menschen tritt und sie in ein weites, neues Land, von ihren Umwegen zurück in ihre eigentliche Berufung bringt und sie lernen, dem zu vertrauen der sie führt und sich ihnen darin zu erkennen gibt.

Auf ihren Vertrauenswegen erkennen und erleben sie, dass Gott JAHWE ist, der Allmächtige.

Er ist der, der führt, der Wunder tut, der Seine Versprechen hält, der das Licht in der Dunkelheit ist.

Er ist wert, dass man Ihm vollkommen vertraut – denn Er ist der wirklich gute Vater!

Ich liebe Herzensbücher – damit meine ich nicht Romane, sondern Bücher, die am Herzen Gottes entstanden und vom Herzen Gottes her geschrieben sind. Ein solches Buch soll es sein.

Herzliche Buchempfehlung!

Sehnsucht

 

Gott begann mit mir über meine Geschichte zu sprechen, denn genau so hatte alles begonnen:

Gott hatte begonnen, mit mir wie zu einem Freund zu reden. Er lehrte mich hinzusehen, hinzuhören, wahrzunehmen, zu empfangen, zu glauben. Vom Ende her.

Es ist alles vollbracht. Geschehen. Geliebt. Ich darf SEIN.

Vielleicht oder sicher  hatte er das all die Jahre zuvor auch immer wieder zu mir gesprochen – doch selten konnte ich ihn hören, sehen. Es waren die eher kleinen Ausnahmen.

Das neue Erleben war wie das Springen von einer hohen Klippe.

Es war überwältigend, beängstigend, erschreckend und wunderschön, denn es ging Hand in Hand mit dem Erkennen, wer ER ist. Wie ER ist. Und das ist erschreckend schön.

Seine Schönheit ist seine Heiligkeit.

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So war es, als stünde ich plötzlich in einem anderen Leben. Wie, wenn man nach langer Fahrt aus dem Auto steigt und in einer völlig neuen, fremden Gegend ist. Fremd und gleichzeitig vertraut, weil man sich schon lange vorher dorthin gesehnt hat. Bilder davon gesehen, davon geträumt, etwas davon geahnt hat.

Seit dieser Zeit lebe ich von dem Manna das Gott mir täglich gibt.

Ich hatte so einen Hunger und er sättigte mich.

Doch dies Satt sein bewirkt nur einen noch größeren Hunger. Ein tägliches Suchen. Kommen. Essen. Satt werden.

Dieser Hunger ist ein Geschenk. Es ist Gnade, weil Hunger und Durst mich zu IHM treiben.

Eine Freundin sagt die Tage, manchmal merke sie erst beim Trinken, wie sehr sie eigentlich Durst gehabt habe.

Es ist eine tiefe Sehnsucht. Keine Sehnsucht nach dem Erleben. Nach dem Außergewöhnlichen. Es ist die Sehnsucht nach ihm. Nach IHM selber. Nach der Begegnung mit dem Einen, dessen geliebte Tochter ich bin.

Wenn man ihn einmal gesehen, von ihm geschmeckt hast, kann man nicht mehr anders.

Er hat mein Herz berührt und nun brennt es. Es brennt für ihn.

Gott hat Sehnsucht in mich gepflanzt, damit ich Antwort gebe auf seine eigene Sehnsucht nach mir. Die Sehnsucht nach ihm zeigt sich auch immer wieder in dem Wunsch nach wahrer Heimat.

Ich fühle mich auf dieser Erde, unter den Menschen oft recht heimatlos, nicht beheimatet. So begann meine Reise mit Sehnsucht, Hunger und Durst nach mehr von Gott. Weil ich ihn erlebt, kennengelernt habe wie nie zuvor, weiß ich nun auch, wonach ich mich sehne. Meine Sehnsucht hat nun ein Ziel vor Augen und ich weiß, auf dieser Erde wird es nie auf Dauer zu dieser Erfüllung kommen.

Doch der Durst meiner Seele, meines Herzens bringt mich weiterhin Morgen für Morgen in seine Gegenwart.

Bis heute ist es für andere oft nicht wirklich zu verstehen, warum ich so beharrlich oder eher leidenschaftlich früh morgens aufstehe. Menschen verbinden es immer noch gern mit Disziplin, treu sein wollen.

Ich kann es ihnen nicht übelnehmen.

Nur wer die Liebe geschmeckt hat, kann ihre Sehnsucht verstehen. Kann verstehen, dass in dem Schauen auf ihn die Fülle verborgen ist.

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Geschichte

 

Die   Apostelgeschichte hat ein offenes Ende, denn der Geist aus der Apostelgeschichte ist immer noch hier. Er hat nie aufgehört zu sein.

Gott handelt immer noch.

Lebe darin weiter und sei ein Teil davon! Schreibe die Geschichte weiter.

So höre und lese ich es an einem Morgen Anfang November 2017.

Und als ich in meinen Schreibbüchern der letzten Jahre blättere, bin ich erschüttert über mein Lebensgefühl vor 6 Jahren. Suchend, sehnend, fragend ohne Antworten, begleitet von ständigen Schmerzen, voller Not. Mein Schreiben damals, der Versuch, mein Lebensgefühl, mir die Dinge von der Seele zu schreiben, endete in einem einzigen Klagelied.

In meiner eigenen Predigt über Martha und Maria hörte ich meine Sehnsucht heraus, wie Maria zu leben. In tiefer Hingabe, tiefer Liebe zu dem Einen. Jesus. Zu seinen Füßen sitzen. Und zwischen Sehnsucht und Sein schien trotzdem eine Kluft zu sein.

Im Herbst 2012 kam es als ein lauter Ruf aus meinem Herzen.

Wir lasen in der Kleingruppe über Mose, seine tiefe Beziehung zu Gott.

Der Herr aber redete mit Mose von Angesicht zu Angesicht, wie ein Mensch mit einem anderen.      2 Mo 33.11

Warum rührte mich dieser Satz an diesem Abend so sehr an? Was hatte Gott in mir bereitet?

 

Der Himmel schien offen zu sein über mir wie nie zuvor. Und Gott kam mir entgegen, nahe, wie nie zuvor.

Der Herr hört, wenn ich zu ihm rufe.  Ps 4.4

Er hörte mein Rufen.

Mein Herz sehnte sich nach dieser innigen Beziehung. Nach seinem Wort, einem Reden wie zwischen Freunden. Vertraut. Innig.

Ich war nicht vorbereitet auf das, was kommen würde – und doch schien alles vorbereitet zu sein. Seine Herrlichkeit wurde für mich sichtbar, hörbar, greifbar!

Das ist nun 5 Jahre her und seitdem ist alles anders.

Ich bin in etwas eingetreten, was ich nie mehr loslassen möchte. Er legte ein neues Lied in meinen Mund. Buchstäblich von Heute auf Morgen.

In meinem Schreibbuch wird es so deutlich – ich kann es selber kaum glauben.

Die Seiten der Klage – ich habe sie herausgerissen und verbrannt.

Was zurückliegt, vergesse ich und strecke mich aus nach dem, was vor mir liegt.  Phil 3.13

Es hat keine Macht mehr über mich. Nicht, weil ich etwas dafür getan habe. Ich weiß nicht, wie es geschah. Ich kann nicht sagen, wie es anders wurde.Ich kann nur bezeugen, dass es anders wurde in meinem Herzen und in meinen Gedanken.

Das ist das, was Paulus mit erneuertem Denken beschreibt.

Es musste wirklich erneuert werden. Altes wurde gegen Neues ausgetauscht. Gott goss seine Güte, seine Liebe, seine Gegenwart über mir aus.

Und über dieses Zeugnis möchte ich schreiben.

Schreiben, weil ich es wie eine Berufung empfinde – nein, es ist mehr. Ich empfinde sie nicht, ich will sie glauben, indem ich es tue.

Will sie glauben, will es nicht nur einen Versuch sein lassen.

Mein Gebet vor ein paar Tagen war es, meinst du das wirklich – Gott? Und die vergangenen Jahre haben mich gelehrt, nach solchen Gebeten aufmerksam zu sein und hinzuhören. Dem Gehörten zu vertrauen und zu glauben.

Richte deine Augen auf das Ende der Geschichte.

Mache weiter bis zu diesem Ende. Denn es ist das Ende, das deine Geschichte groß macht.

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