Sturmzeit

Deep within me are these lovesick longings -.

Ps 84.2 Passion Translation

Liebeskrank – kennst du das?

Und kennst du diese Sehnsucht nach Gott?

David kannte das und traute sich auch, diesen Gefühlen Raum zu geben. Je mehr Raum die Sehnsucht nach Gott in mir bekommt, um so mehr empfinde ich, oftmals nicht verstanden zu werden. Auch im Zusammenhang mit meinen beiden Büchern begegnet mir das. Umso mehr überwältigt und bestätigt es mich dann aber auch, wenn ich Rückmeldung bekomme, wo Gedanken und Worte aus dem ´Weitem Land´ oder ´Hineni´ im Leben von Menschen etwas bewirkt und verändert. Meine größte Freude ist es dann, wenn es einfach näher an das Herz Gottes und in das Vertrauen hinein zieht. Dazu sind sie geschrieben.

Diesen wunderbaren Ausblick hatten wir gerade in unserem Urlaub direkt von unserem Zelt aus. An diesem Ort ist ein Großteil meines neuen Buches geworden. Anfang des Jahres hatte ich dem Verlag davon erzählt und war sehr ermutigt worden dazu. Gleichzeitig bekam ich von völlig überraschender Seite wie ein prophetisches Wort dafür. Nun bin ich auf den letzten Seiten angelangt – sie fordern mich…

Leidenschaft bringt auch Leiden hervor – damit hatte ich den letzten Blog beendet. Meine Leidenschaft für Gott bringt immer auch mit sich, um der Wahrheit Willen über ihn, zu leiden. So geht es mir auch zur Zeit häufig, dass ich um Worte, um die Wahrheit ringe. Wie können meine kleinen Worte IHM gerecht werden? Und wie können sie Sehnsucht in anderen wecken?

Ich schreibe über Leidenschaft, die Gegenwart Gottes und auch über das Leiden.

Wenn es in unserem Leben stürmt – und was Stürme für uns bedeuten, das ist ganz unterschiedlich – aber immer gleich ist: wir brauchen in unseren Stürmen die Begegnung Gottes. Wir brauchen nichts dringender als den festen Halt, die sichere Burg, den Schutz seiner Flügel. Wir brauchen den Begegnungsraum, aus dem heraus wir zu ihm schreien.

In so einen Begegnungsraum, wo ein Mensch nach Gott ruft, tritt Hanna, die Mutter des Propheten Samuel. Sie ist eine verheiratete, kinderlose Frau, die in einer gläubigen Familie lebt. Sie wird von ihrem Mann geliebt, ist aber kinderlos – und sie leidet sehr darunter, da sie Scham und Not erlebt in dieser Kinderlosigkeit. Jahr für Jahr ging sie mit ihrem Mann und der gesamten Familie nach Schilo, um Gott zu opfern und anzubeten.

Sie aber war verbittert und betete zum HERRN und weinte heftig. Und sie legte ein Gelübde ab und sprach: HERR der Heerscharen, wenn du das Elend deiner Magd siehst und an mich denkst, wenn du deine Magd nicht vergisst und deiner Magd männliche Nachkommenschaft gibst, will ich ihn dem HERRN geben, solange er lebt, und an sein Haupt soll kein Schermesser kommen. Und als sie lange vor dem HERRN gebetet und Eli auf ihren Mund geachtet hatte, Hanna redete nämlich in ihrem Herzen, nur ihre Lippen bewegten sich, ihre Stimme aber war nicht zu hören – hielt Eli sie für betrunken. Und Eli sagte zu ihr: Wie lange willst du Betrunkene dich so benehmen? Werde nüchtern! Hanna aber antwortete und sprach: So ist es nicht, mein Herr, ich bin eine verzweifelte Frau. Und ich habe weder Wein noch Bier getrunken, ich habe mein Herz vor dem HERRN ausgeschüttet. Halte deine Magd nicht für eine ruchlose Frau, denn aus tiefer Verzweiflung und aus Gram habe ich so lange geredet. Daraufhin sagte Eli: Geh in Frieden! Und der Gott Israels möge dir geben, was du von ihm erbeten hast. Und sie sprach: Deine Sklavin möge Gnade finden in deinen Augen. Und die Frau ging ihres Wegs, und sie ass, und ihr Gesicht war nicht mehr betrübt .

1 Sa 1.10-18, ZUR

Was tat Hanna?

Obwohl diese Geschichte widergibt, was wir selbst immer wieder erleben, nämlich das Gefühl, dass wir etwas verpassen, dass Segen scheinbar an uns vorbei geht, können wir im Leben von Hanna sehen, wohin sie sich wendet. Es heißt sie war verbittert. Bitterkeit im Herzen hat oft ganz tiefe Wurzeln. Wurzeln, die sich an alles erinnern, was einmal gewesen ist oder nicht wurde. Bitterkeit trennt und kann sehr zerstörerisch sein. Doch obwohl es von ihr heißt, sie sei bitter in ihrem Herzen, wendet sie sich an Gott. Das ist so wunderbar, erleben wir doch häufig eher das Gegenteil. Hanna betete unter vielen Tränen zu Gott. Sie blieb lange dort. In ihrem Herzen war noch ein anderer Raum neben der Bitterkeit. Ich kann es mir nicht anders vorstellen, als dass es Vertrauen war. Vertrauen, das um das eine zu bitten wagt und es gleichzeitig auch im Moment des Erbetenen schon wieder zur Verfügung stellt, zurückgibt. Die wesentlichen Dinge können wir nicht machen, sondern nur empfangen. In Hannas Umstand ist das ganz klar der Fall. Sie ist abhängig von der Güte Gottes und legt ihr ganzes restliches Vertrauen in ihn. Es liegt eine Kraft darin, wenn wir alles in Gottes Hand legen und alles von ihm erwarten, dann wenn wir die Dinge nicht mehr selbst tun können. Unsere Sicherheit liegt dann nicht mehr in dem, was das Morgen bringt, sondern in dem, der das Morgen bringt.

Hanna macht Raum für Gottes Wirken, indem sie ihm ihren Schmerz, ihre ganze Not bringt. Sie erlebt, dort wo wir Raum in unserem Herzen, in unserem Schmerz machen, dort kann Gott sichtbar und erlebbar werden. Das bedeutet nicht, unsere Wünsche und Träume gehen in Erfüllung, unsere Umstände ändern sich – manchmal erleben wir Gott darin auch ganz anders und unerwartet, aber gewiss ist uns seine Gegenwart. Sie ist uns in seinem Wort verheißen und ich erlebe es. Dort, wo ich sie vermisse, da weiß ich inzwischen, es liegt an mir, es liegt daran, wo ich gerade bin oder worin ich gerade gefangen bin. In diesem Raum des ungeteilten Herzens werden wir etwas von Gott sehen oder hören. Vielleicht fällt es mir an der Stelle leichter, das anzunehmen, weil ich eher mich als Gott hinterfrage. Ich möchte eher an meiner Verfügbarkeit zweifeln als an Gottes Nähe, seinem Ja.

In ihrem Fall wird Hanna schwanger, bringt ihren Sohn Samuel zur Welt und als er 5 Jahre alt ist, bringt sie ihn wie versprochen in den Tempel.

Von Hanna lerne ich, umzugehen mit Enttäuschung, mit unerfüllten Wünschen und darin an Gott fest zu halten, mein ganzes Vertrauen auf ihn zu werfen und getrost Hoffnung im Herzen zu haben. Von ihr lerne ich, in meinem Schmerz die Gegenwart Gottes zu suchen, anstatt in meiner Not, weg zu laufen.

Das Thema meines Lebens scheint mir, vertrauend zu leben. Doch vertrauend leben macht verletzlich, es legt das Herz offen, jedoch nicht, um verletzt zu werden, sondern um empfangen zu können. Auch wenn mir mein Herz in dieser Offenheit verletzbar erscheint, weiß ich, Gott wird es nie verletzen, wenn ich es ihm anvertraue. Er ist immer ein Gott, der aufrichtet, der heilt, der wiederherstellt und zu Recht bringt. Er ist der Geber aller guten Gaben. Menschen verletzen mich, das Leben, die Lebensumstände können mich verletzen, etwas auf dieser Erde ist in mir verletzbar. Doch es ist nie Gott, der das tut. Um etwas, um jemanden verletzen zu können, braucht es einen Liebesmangel in uns und der ist bei Gott nicht zu finden. Er selbst ist die Liebe, das heißt, in ihm ist, in ihm kann darin kein Mangel sein. Ich bin verletzt bzw fühle mich von ihm verletzt, weil ich meine, mir stünde anderes zu als mir geschieht. So ist es mein Denken, mein Beharren auf mein Recht. Doch mein Recht, das einzige Recht das ich wirklich habe, in dem aber gleichzeitig auch alles zu finden ist, ist, sein Kind zu sein. Ich bin seine geliebte Tochter! Du bist sein geliebtes Kind, geliebtes Kind des himmlischen Vaters, des Königs aller Könige, des Schöpfers aller Dinge. Ein größeres Recht gibt es nicht. Ein größeres Recht braucht es nicht. In ihm ist alles gegeben, was wir brauchen, was wir je brauchen werden. Es ist unsere Identität. Diese Identität, die uns wirklich alles gibt, die uns ganz sein lässt. Da gibt es kein Rennen, kein Suchen, kein Ringen mehr nach mehr. Du brauchst nicht mehr die Anerkennung der Menschen – auch wenn dir gute Worte gut tun, wenn deine guten Worte anderen gut tun.

Manchmal ist es nötig, dass wir eine andere Perspektive einnehmen. Die Frage ist, schaue ich auf mein Leben, auf meine Umstände aus der Perspektive eines Menschen, der in seinem Leben schon viel verletzt wurde oder andere verletzt hat? Der unter der eigenen Schuld leidet genauso wie unter der Schuld anderer? Sehe ich mich dabei als ein Opfer? Oder sehe ich mein Leben aus Gottes Perspektive, der Perspektive als ein geliebtes Kind. Einem Menschen, dem Würde aus höchster Instanz zugesprochen wurde.

Das vergangene Jahr mit Corona hat viel Verletzlichkeit in Menschen hervorgebracht. Da wo es nicht um Existenzielles geht, da fühlen sich Menschen verletzt durch fremde Lebensumstände, zerstörte Pläne, Lebenskonzepte. Wir wurden aufgestört, sind empört über diese Störung, manchmal auch erschüttert, wie unsere Lebensplanung so in Unordnung geraten konnte.

Wenn wir verletzt darüber sind, wie uns so etwas geschehen, zugemutet werden kann, braucht es mitunter lange Wege, um auch eine Chance darin sehen zu können, um sich irgendwie darin zurecht finden zu können. Mit einem Perspektivenwechsel sehe ich plötzlich andere Seiten der Geschichte, sehe ich vorher nicht Sichtbares, obwohl es genauso da gewesen war. Vielleicht gelingt es sogar plötzlich, die ganze große Geschichte zu sehen.

Letztens sagte jemand, sie habe die vergangenen Tage so viel Schweres erlebt, tiefe Not, dass sie es nun brauche, dass in der vor uns liegenden Worshipzeit ihre Gedanken durchgespült werden müssten. Wir versuchen doch oftmals, bemühen uns sehr darum, abzuschalten, irgendwie in die Stille zu kommen, Stille in unsere aufgewühlte Seele zu bringen und erleben dabei, wie schwer das sein kann. Es wird uns zu einem weiteren Mühen und Ringen. Allein schon das Wort ringen bezeichnet die Anstrengung darin. Darum fand ich ihre Worte sehr passend und wahr: die Gedanken durchspülen lassen, heraus spülen lassen. Das kann geschehen, indem ich anderem Raum gebe, indem ich anderes hinein lasse. Man leert sich dabei nicht nur aus, was ohnehin sehr schwer ist und höchste Konzentration in der Meditation erfordert. Genauso kann ich ein Gefäß nur schwer reinigen, indem ich es einfach ausleere. Irgendwie bleibt doch immer ein Rest darin. Erst wenn ich es mit Neuem, Reinem fülle, wird alles andere komplett ausgespült.

Damit ich mit meinem Herzen empfangen kann, muss ich es öffnen. Genauso wie ich mit meinen Händen nur etwas empfangen kann, wenn ich sie öffne.

Noch einmal zurück zu Hanna im Tempel.

Sie sagte: Lass deine Magd Gunst finden vor deinen Augen! Und die Frau ging ihres Weges und aß und hatte nicht mehr ein ⟨so trauriges⟩ Gesicht

1 Sam 1.18 ELB

Hanna erlebte Mangel und brachte diesen zu Gott. Damit ging sie an den Ort der Hoffnung, wo sie betet und das Erbetene wieder zurückgibt. Ihre Zuversicht, ihre Hoffnung ist in der Gegenwart Gottes geworden. Sie weiß, er ist Gott Zebaoth, der Gott der Fülle.

Davon möchte ich lernen. Ich möchte meinen Mangel zum Ort der Fülle bringen, zu dem, der die Fülle ist und hat.

Fülle ist immer genug – es gibt nicht wenig oder viel Fülle!

Leidenschaft

Was verbindest du mit Leidenschaft?

Kann man jemanden auch leidenschaftlich kennen?

Vergangenen Sonntag habe ich über die Notwendigkeit gepredigt, Gott zu kennen.

Ich möchte in ein paar Gedanken darüber mit hinein nehmen.

Es genügt nicht, zu wissen, was Jesus für uns getan hat – wir müssen ihn auch kennen, denn wenn wir nicht wirklich wissen wie er ist, wie leidenschaftlich dieser Gott ist, nicht nur so grundsätzlich, sondern ganz persönlich leidenschaftlich für mich, dann begreifen wir das andere auch nie wirklich in seiner ganzen Tiefe.

Ich glaube tatsächlich, nur wenn wir uns auf das Herz Gottes konzentrieren, können wir auch seiner leidenschaftlichen Zuneigung und Liebe begegnen. Dort wo das fehlt, dies Wissen, die Erkenntnis über Gott, die trotz alledem auf dieser Welt immer noch Stückwerk bleiben wird, – wo das fehlt, da wird uns immer auch in allem anderen ein Stück mangeln.

Und vor allem fehlt uns das Fundament auf dem wir sicher stehen können in den Stürmen unseres Lebens. Dieser Anker, von dem die Bibel spricht. Der Zufluchtsort, der wirkliche Hoffnung ist.

Er hat uns einen neuen Weg eröffnet,der zum Leben führt. Dieser Weg durch den Vorhang hindurch –

Wir wollen also vor Gott treten mit aufrichtigem Herzen und voller Glaubensgewissheit.

Wir wollen unbeirrt an der Hoffnung festhalten, zu der wir uns bekennen. Denn Gott, auf dessen Versprechen sie beruht, ist treu.

Hebr 10. 20.22-23


Das ist zum Einen der Ort in der Ewigkeit, die über Zeit und Raum hinaus jetzt schon besteht. Und gleichzeitig ist dieser heilige Ort hinter dem Vorhang auch der Ort der Verborgenheit. Es ist das Allerheiligste, wo nur du und Gott sind.
Du in der Gegenwart Gottes.


Es ist dort, wo du Gott erfahren kannst und von wo aus du ihn mitnimmst in deinen Alltag. Denn Gott möchte erfahrbar sein.

Es ist der Ort, wo du ihm mehr und mehr vertrauen lernst, weil du ihn mehr und mehr kennen und damit auch lieben lernst.

Jede Begegnung mit Jesus damals war gefüllt mit einem tiefem Erleben – zumindest derer, die es zuließen. Es brachte Lebensveränderung.

Gott liebt die Begegnung. Er liebt es, wenn wir ihn suchen. Und er liebt das, weil er weiß, dort wird unser Vertrauen wachsen können.
Gott will Intimität mit uns. Er wünscht es sich, dass wir in diesen Zustand der tiefsten Vertrautheit kommen. Diese Vertrautheit, in der die Leidenschaft sichtbar wird.
Ich kann nur für jemanden Leidenschaft haben, wenn ich einen Grund darin sehe, bedingungslos zu lieben, treu zu sein, gehorsam zu sein.
Nicht weil Gott das braucht. Aber leidenschaftliche Menschen kannst du nur sehr schwer von ihrer Leidenschaft trennen. Da ist so ein unsichtbares Ziehen, dass sie immer wieder an diesen Ort ihrer Leidenschaft bringt.

Intimität kommt von dem lat. Wort intimus, was bedeutet: dem Rand am fernsten, am weitesten innen.

In dieses Innere hinein zu kommen, das führt mich in die tiefste Begegnung und trennt mich gleichzeitig auch von dem Äußeren, es macht mich unantastbar für das, was mich auch trennen kann.

Je tiefer ich an diesem Ort bin, umso weniger Störung gibt es. Es ist dieser Raum, wo nur du und er sind. Kein anderer hat dorthinein Zugang. Es ist der Ort des Erkennens. Und so ist dieser Ort etwas ganz besonderes.

Dort gibt es ein Herzenswissen, wo Wahrnehmen größer wird als Denken. Es ist das feste Wissen in meinem Herzen.

Das kann ich nicht erklären. Aber ich weiß darum. Und ich kann es bewahren.

So wie du dein Herz verschließen kannst vor etwas, kannst du es auch verschließen für etwas. Du kannst es verschließen, um etwas darin zu bewahren, um etwas zu hüten.

Und ich will die Leidenschaft für Gott darin bewahren. Wenn wir ergriffen sind von Gottes Leidenschaft, dieser Leidenschaft, die nichts ist, was ich machen kann, sondern die dort ist, wo ich etwas von ihm gesehen, etwas erkannt habe, – wenn ich von dieser Leidenschaft ergriffen bin, dann wird sie zu meinem Schutz.

Wirkliche Erkenntnis findet immer in der Gegenwart statt.

Ich werde mitten unter den Israeliten wohnen und ihr Gott sein. Sie werden erkennen, dass ich der Herr bin.

2 Mo 29.45-46

Gott möchte sich zeigen. er möchte wohnen, ganz nahe sein. Er möchte erkannt werden. Er wartet darauf, dass du sagst: Wow, so ist Gott! Ich kannte ihn bisher nur vom Hörensagen. Jetzt habe ich etwas gesehen.

Ich möchte zu jemandem werden, von dem die Menschen sagen: in ihrer Leidenschaft und Liebe für Jesus, erkenne ich den, den sie liebt.

Leidenschaft ist dort, wo mein Herz ungeteilt ist. IHM ganz gehört.

Dass Leidenschaft auch etwas mit Leiden zu tun hat – davon im nächsten Blog.

Sei gesegnet!

a u f s t ö r e n.

Darf Gott mich aufstören?

Darf er mir anders begegnen als ich es erwarte, mir vorstelle und vielleicht auch wünsche?

Diese Frage stellte ich mir und ein paar Frauen, mit denen ich seit Monaten unterwegs bin auf der Suche und der Erwartung nach mehr von Gott. Seit Monaten sind wir jeden frühen Samstagmorgen für zwei Stunden in Lobpreis und Anbetung zusammen und geben Gott Raum, indem wir ihm unsere Herzen hinlegen. Es ist eine ganz besondere Zeit geworden, gerade jetzt während des Lockdowns jeder in der Verborgenheit mit Gott und gleichzeitig über Zoom miteinander verbunden. Es ist tatsächlich so geworden, dass wir den Samstag zum Teil herbeisehnen, ihn freudig erwarten. WIr haben eine Form gefunden, wie wir mit möglichst viel Freiheit für den Heiligen Geist, über zwei Stunden lang zusammen vor Gott sein können.

Und so wertvoll wie uns das geworden ist, wollen wir aber nicht fest , starr darin werden, sondern offen sein für Gottes Leitung darin. Weil ER uns, unsere Herzen am besten kennt, weiß ER auch am Besten, was es jeden Samstag braucht.

So kam es auch zu dieser Frage, darf Gott uns aufstören, das Liebgewonne unterbrechen?

Letzten Samstag hieß das für uns auch über unsere Komfortzone hinaus zu gehen, Tränen zuzulassen, Leidenswege zusammen gehen., davon laut reden zu lernen, was Gott zu uns spricht in dieser Zeit.

It cost´s all my feelings.

aus ´I love you Lord ´, Elevation

So erlebe ich es manchmal wenn Gott mich aufstört. So erlebe ich es manchmal, wenn ich die Begegnung mit IHM suche.

So erlebe ich es an einem vergangenen Morgen. Frühmorgens suche ich die Verborgenheit mit Gott. An diesem Morgen bin ich schrecklich müde, empfinde diese Müdigkeit so stark, dass ich mich am liebsten wieder hinlegen würde. Während ich nach Worship suche, der mir helfen kann, mein Herz auf Gott hin auszurichten, gerate ich in einen ´Encounter-Room´ , der gerade zuende geht, weil er aus den USA ist.

Ja, ich will Gott begegnen und öffne die Musik. Sofort gerate ich in eine Zeit, in der Menschen Gott tief anbeten.

In diesem Moment nehme ich wahr wie es mir gerade geht. Ich fühle mich zerschlagen in meiner Müdigkeit, denke daran, dass ich seit Monaten schlecht schlafe, denke an die Schmerzen meiner Tochter, die sie seit 2 Wochen begleiten, ich denke an so viel Not, dass es wie ein großer Weltschmerz sich über mich stülpt. Später werde ich sagen, dass ein Geist der Entmutigung da war, doch in diesem Moment erkannte ich das nicht. Ich war so gefüllt mit all den negativen Gefühlen, dass ich mich wie ein Zuschauer vor dieser Anbetung fühlte, die da immer noch lief und mich plötzlich meinen Mangel so stark spüren ließ.

Diese Diskrepanz zu sehen zwischen meinem Fühlen und der Leidenschaft der Anbeter machte mich noch trauriger.

Ich erinnere mich an ein Gebet des vergangenen Samstagmorgens, wo jemand davon sprach, wie zerbrochen wir sind. Ja, so fühlte ich mich an diesem Morgen und als ich das erkannte, erkannte ich auch, dass ich genau diese Zerbrochenheit IHM bringen kann.

Wenn ich SEINE Gegenwart nicht spüre, lese ich in SEINEM Wort und so komme ich zu Jesaja und lese, wie Gott den Zusatnd der Herzen der Israeliten beschreibt und zur Umkehr aufruft. Die Geschichte Israels zu lesen lässt mich noch trauriger werden. Doch gleichzeitig höre ich auch den Ruf Gottes darin .

Ja, genau so sieht es auch in meinem Herzen aus. Der Entmutiger war da und trennte mich durch mein Gefühl des Mangels, das Gefühl nicht zu genügen, von Gott. Es war nicht Gott, der nicht da war. ER ist da, ER ruft und SEIN Ruf ruft in den Neuanfang.

Ich erinnere mich an Elisa und wie er seinem Diener sagt: Schau genau hin – die, die mit uns sind, sind mehr als die anderern, die gegen uns sind.

Begegnung mit Gott bringt immer Erkenntnis hervor. Die Erkenntnis, wer ER ist und wer ich bin.

Indem ich meine Zerbrochenheit loslasse, erlebe ich, wie ich ihm nahe komme.

ER ist der, der zu-recht bringt. Gott verschafft Recht. Bei Gott gibt es immer die Möglichkeit, umzukehren. Im Moment der Umkehr verschafft ER uns Recht. In dem Moment wo ich mich abkehrte von meinen schlechten, zerstörrerischen Gefühlen konnte Gott SEINE Wahrheit hineinsprechen und es konnte zur Wirklichkeit werden, als ich IHM den Raum dafür gab und alles los ließ.

Siehe, ich will Neues schaffen.

Jes 43.19

Als ich alles andere abgeben und loslassen, anvertrauen kann, IHM anvertrauen kann, erlebe ich, wie Frieden einkehrt. Es ist dieser himmlische Frieden, der, von dem die Bibel spricht und der nicht zu erklären ist – denn es hatte sich nichts an den Tatsachen geändert, die zu meinem Fühlen geführt hatte.

Gott hatte nur meine Sicht verändert, ER hatte mich sehen lassen, dass ER alles in der Hand hält. ER hatte mein Gesicht zu IHM emporgehoben, so dass ich IHN wieder sehen, ansehen konnte.

Ich hatte eine solche Sehnsucht in mir gehabt, als ich der tiefen Anbetung anderer begegnet war und ich mich selbst so fern davon gefühlt hatte. In genau diese Sehnsucht war Gott hinein gekommern. ER hatte nicht gleich alles Unruhige besänftigt, sondern war mir in meinem Schmerz begegnet. So kam der Frieden nicht, weil der Schmerz weg war, sondern in den Schmerz hinein. Das ist getrost sein!

Ich hatte mich aufgestört gefühlt zu Beginn des Morgens – doch dahinein war SEIN Frieden gekommen. Natürlich hätte ich mir gewünscht, der Frieden wäre sofort da gewesen, doch gleichzeitig weiß ich auch, dass in diesem Weg durch den Schmerz hindurch Kostbares liegt. Es ist verstörend, nicht immer gleich Heilung zu sehen, sondern den WEG der Heilung gehen zu müssen und den Mangel auf diesem Weg nur noch intesiver zu spüren. Ja, ER war mir anders begegnet als gewünscht – doch gerade dieses Andere hat wieder etwas an dem Fundament gebaut auf dem ich bei IHM stehe.

Diesen Frieden, der über dein Verstehen geht, wünsche ich dir!

Ich kann hier nur davon schreiben, dir nicht das Erleben davon mitgeben – aber du darfst es erleben, wenn du IHN aufsuchst und wartest, wie ER dir begegnen möchte.

Sei gesegnet, denn ER will dich heimholen, egal, wohin du gerade läufst. ER will deinem Herzen Heimat geben und Heimat sein.

HINENI – hier bin ich!

Ihr Lieben, gestern kam endlich mein ´Buchpaket ´vom Verlag an – Dankbarkeit ist darüber in meinem Herzen.

Mein Gebet ist nun, dass dies Buch dorthin kommt, wo Herzen vorbereitet sind, Sehnsucht haben nach Mehr von Gott. Möge es helfen, dass wir noch mehr und neu sehen dürfen, wer ER ist, wie ER ist – der, dessen Blick unaufhörlich über diese Erde streift, um sich an denen mächtig zu erweisen, die IHN von ganzem Herzen lieben ( 2 Chr 16.9 ).

Ein letztes Mal worum es geht:

Jetzt ist die Zeit.

Gott bereitet den Weg.

Glaube ist im Jetzt.

HINENI ist der mächtige hebräische Ausdruck, um unsere Präsenz und Achtsamkeit auszudrücken und die Bereitschaft, wirklich in die Begegnung mit Gott zu gehen.

Es ist Zeit, Gottes Stimme auch im Unbekannten zu hören und uns von ihr herausrufen zu lassen wie einst Abraham, Mose, MAria und anderer Menschen der Bibel.

HINENI macht Mut und gibt Hoffnung, auch für die herausfordernden Zeiten des Lebens. Auf unseren Vertrauenswegen erkennen und erleben wir, dass Gott JAHWE ist, der Allmächtige, der ICH BIN!

Er ist es wert, dass wir IHM vollkommen vertrauen – denn ER ist der wirklich gute Vater!

Sind wir bereit, uns von ihm unterbrechen zu lassen, Ihm zu begegnen, vor IHM zu stehen und zu sagen:

´Hier bin ich ´?

Wenn dies etwas in deinem Herzen anspricht, gib mir eine kurze Nachricht.

ruthmarie66@outlook.de

Gerne schicke ich dir mein Buch portofrei zu.

Du bist behütet unter Seinen Flügeln!

Vorankündigung 2.0

Diese Tage sind für mich sehr emotional.

Das liegt an der Jahreszeit und den Gefühlen, die damit für mich einhergehen.

Es liegt an den weltweiten Umständen, der vielen sicht- und hörbar werdenden Not.

Es liegt an der persönlichen Not einzelner Menschen, denen ich mich verbunden fühle.

Es liegt an dem, was in unseren persönlichen Alltag in diesen Tagen hineinstürmt.

Es liegt daran, dass ich meinen Sohn und Schwiegertochter schon so lange nicht mehr sehen konnte.

Es liegt daran, dass vergangene Woche mein Buch aus dem Lektorat kam, ich es bearbeitet habe, ein letztes Mal durchlas und dann an den Verlag zurückschickte; in Kürze werde ich es gedruckt in Händen halten.

Seitdem ich es im Lektorat wusste, habe ich nicht mehr hinein gelesen. Jetzt wieder darin einzutauchen hat mich überwätigt. Das mag befremdlich klingen, wenn jemand so über das eigene Geschriebene spricht, aber ich sehe so sehr Gottes Herz, Gottes Handschrift dort auf dem Papier, seine Gnade und Barmherzigkeit mit mir, mit uns Menschen – Hoffnung macht sich in meinem Herzen breit und das überwältigt mich!

Es hat mich , wie schon beim Weiten Land berührt, wie behutsam und weise die Lektorin mit meinem Geschriebenen umgegangen ist.

Und so bete ich nun, dass es dorthin gelangt, wo Herzen bereit sind dafür. Dass es Leben, dass es Menschen verändern wird. Dass es das tun wird, wozu es berufen ist.

Dies Buch soll helfen, sich tiefer auf Gott einzulassen, denn es ist Zeit, die Gegenwart Gottes zu suchen und uns unterbrechen zu lassen, hinzuhören, hinzuschauen und bei Ihm zu verweilen, bis ER Zugang findet in unser Herz, denn ER möchte uns mit Seinem Herzen verbinden und uns Anteil geben an SEINEN Gedanken und Gefühlen für die Menschen.

Es ist Zeit, uns von den brennenden Büschen, die nach unserer Aufmerksamkeit suchen, unterbrechen zu lassen. SEINE Stimme ruft uns heute genauso heraus, wie einst Abraham, Mose, Josua, Elia,…

Dies Buch erzählt davon, wie Gott in das Leben von Menschen tritt und sie in ein weites, neues Land, von ihren Umwegen zurück in ihre eigentliche Berufung bringt und sie lernen, dem zu vertrauen der sie führt und sich ihnen darin zu erkennen gibt.

Auf ihren Vertrauenswegen erkennen und erleben sie, dass Gott JAHWE ist, der Allmächtige.

Er ist der, der führt, der Wunder tut, der Seine Versprechen hält, der das Licht in der Dunkelheit ist.

Er ist wert, dass man Ihm vollkommen vertraut – denn Er ist der wirklich gute Vater!

Ich liebe Herzensbücher – damit meine ich nicht Romane, sondern Bücher, die am Herzen Gottes entstanden und vom Herzen Gottes her geschrieben sind. Ein solches Buch soll es sein.

Herzliche Buchempfehlung!

Herzgedanken

Warum ist Gott mein Herz so sehr wichtig?

Mehr als alles, was man sonst bewahrt, behüte dein Herz! Denn in ihm entspringt die Quelle des Lebens.    Spr 4.23

Es ist nicht nur medizinisch richtig, dass dem Herzen das Leben entspringt.

Auch für mein geistliches Leben ist das Herz lebenswichtig. Gerade dort, wo wir so sehr mit dem Verstand leben, versuchen, dem Wort zu glauben, kommen wir schnell an die Grenze. Gott ist mit dem Verstand unmöglich zu fassen. Seine Wege beleidigen meinen Verstand.

Darum heißt es:

Vertraue auf den Herrn mit deinem ganzen Herzen und stütze dich nicht auf deinen Verstand!    Spr 2.5

Mein Verstand hat seine Grenzen. Darum hören wir Gottes Stimme in unserem Herzen, denn das kann endlos geweitet werden, wenn Gott seine Liebe, seine Sehnsucht, seine Worte hineinfüllt. Wenn ich danach rufe, mehr, mehr, mehr, …

Das ist die Antwort auf Gottes Aufforderung, sucht mich, sucht mein Angesicht.

Gott liebt es, auf unser Rufen, auf unser Bitten, unser Suchen zu antworten. Aber er hat auch Sehnsucht, die Bibel spricht sogar davon, er eifert darum, dass wir ein ungeteiltes Herz für ihn haben. Ein Herz, dem er seine Worte anvertrauen kann. Wenn dein Herz geteilt ist, du hierhin und dorthin hörst, wirst du seine Stimme nur schlecht hören oder glauben können. Gott weiß das und gebietet uns darum, es zu bewahren. Zu schützen.

Es hat damit zu tun, dass mein Herz für ihn das Allerheiligste ist. Mit welcher Sorgfalt, Ausführlichkeit hatte Gott damals Mose beauftragt, das Allerheiligste, den Ort der Begegnung zu bauen und zu bewahren.

Heute ist mein Herz der Ort der Begegnung – darum ist es Gott so wichtig, so wertvoll, wie es darin aussieht. Dass es ungeteilt ihm zugewandt ist. Dass er gerne darin wohnt.

Während ich in Israel in der Wüste saß, außerhalb des Campingplatzes, genaugenommen oberhalb des Zeltes der Begegnung, des Tabernakels, das hier original nachgebaut ist, wanderten meine Gedanken zu Mose und seinem Auftrag, diesen Ort der Begegnung sorgfältig zu bauen. Gott gab ihm genaue Anweisung, wie er es bauen sollte.

Heute ist mein Herz der Ort der Begegnung und Gott sagt uns, behüte es, baue es sorgfältig, achte darauf. Mein Herz ist Gott heilig, weil er darin wohnen möchte. Und weil ihm das Leben entspringt.

Deswegen möchte ich seine Worte bewahren. Sie in meinem Herzen schützen. Sie von Gott selber nähren lassen. Ich brauche das so sehr. Immer wieder. Täglich. Es schützt mich, wenn ich mein Herz voll habe mit seinen Worten. Wenn ich es empfänglich mache für sein Wort. Und je näher ich ihm bin, umso voller bin ich mit Worten des Lebens. Seine Verheißungen nähren mein Herz. Sie tragen, sie sind mein Fundament. Der Fels, auf dem ich zu stehen lerne.

Darum liebe ich es, sein Angesicht zu suchen wie David. Gott so nahe zu kommen, dass er seine Worte in mich hineinlegen kann, weil aus ihnen das Leben fließt.

Verborgenheit

Seine Liebe ist ausgegossen in unsere Herzen!   Rö 5.5

sagt Paulus im Römerbrief.

Diese Liebe beginne ich einzuatmen, zutiefst zu glauben.

Ich liebe die frühen Morgenstunden alleine mit Gott und schon am  Abend vorher beginnt mein Herz aus Freude darauf schneller zu schlagen.

Wenn Jesus in Joh 7.38 sagt:

Wer an mich glaubt, von dessen Leib werden Ströme lebendigen Wassers fließen,

dann ruft Jesus damit etwas ins Leben. Er will mein Leben zu einem Ort machen von dem aus lebendiges Wasser fließt. Das überströmt von lebendigem Wasser.

Doch zuerst empfange ich selber dieses lebendige Wasser an diesem verborgenen Ort seiner Gegenwart.

In diesem sehr frühen Aufwachen ist eine heilsame Verletzlichkeit, in der der Heilige Geist in einer Innigkeit Dinge in mein Leben hineinsprechen kann.

Was er berührt, wird von seiner Kraft zurechtgebracht. Er will mein Herz reinigen und immer wieder neu kann ich nur darüber staunen, was er mir Gutes getan hat.

Ich lerne, Jesus in all seiner Innigkeit an mich heran zu lassen und  beginne, Gottes Leidenschaft dafür zu glauben, mich zu formen, aus meinem gewordenen Lebensholz das Beste hervorzuholen. Sichtbar werden zu lassen.

Ich werde dir aus meinem großen Reichtum alles geben, was du brauchst. Nichts kann dich von meiner Liebe trennen.

Noch ahne ich diesen Reichtum nur und trotzdem will ich es im Glauben ergreifen. Empfangen.

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Fürchte dich nicht; Abraham! Ich bin dein Schild und dein sehr großer Lohn. 

1 Mo 15.1

Gott offenbarte sich Abraham als großer Preis, Gewinn.

Neigt euer Herz zu mir und kommt her zu mir! Hört, so werdet ihr leben! Hört, und aufleben soll eure Seele!    Jes 55.3

Unser Herz ist der Ort der Gottesbegegnung und Gott wirbt Tag für Tag um mein Herz, damit er sich, seine Gedanken, seine Gefühle dahinein legen kann und ich hören lerne, verstehen lerne, folgen lerne. Daraus entspringt Leben, das mit seinem Geist gefüllt ist.

Sein Wort wird mehr und mehr Leben für mich. Ich liebe es. Sauge es auf. Verinnerliche es. Es füllt mein Innerstes aus. Verwandelt  mein Herz. Seine Wahrheit legt sich in mich hinein. Meine Seele beginnt neu zu leben.

An manchen Tagen habe ich beinahe eine Scheu davor, die Bibel aufzuschlagen, aus Angst davor, mit welcher Macht, Gewalt sein Wort in mein Herz treffen wird. Ich erlebe, wie die Bibel in mir zum gesprochenen Wort Gottes wird, wenn sie zu meinem Herzen spricht.

Ich versuche in dem Wort leben zu lernen,

ich will mich rühmen meiner Schwachheit, damit die Kraft Christi in mir wohne.

2 Kor 12.

Sei still, spricht Gott an einem Morgen in meine Unruhe, mein Aufgewühltsein hinein.

Sei getrost! Sei unverzagt. In deinen Umständen.

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In meiner morgendlichen Begegnung mit Gott, die zu der wertvollsten Zeit des Tages geworden ist, lerne ich, diese Zeit sie soll mir nicht dienen. Sie soll nicht Antwort geben auf die Frage, was lerne ich, was bringt es mir für den Alltag. Viel mehr verwandelt sie die Zeit in einen Raum, der nur für Gott und mich ist. Ein Raum, ein Ort, wo Gott sein darf, wohnen darf.

In diesen Wochen wird mir ganz neu meine Kindschaft, meine Berufung zuallererst als Kind Gottes bewusst und ich beginne in kleinen Schritte die Tiefe dieser Bedeutung zu begreifen.

In den vor mir liegenden Jahren werde ich so viel Neues lernen, was ich jetzt nur erahne in der Sehnsucht, die in mir ist. Diese Jahre werden mich in mehr Tiefe, Weite und Innigkeit mit ihm führen.