Saat

Sei ein Fremdling in diesem Land, und ich will mit dir sein und dich segnen.

1 Mo 26.3

Zur Zeit Isaaks kam eine Hungersnot in das Land, in dem er sich aufhielt. Es war das verheißene Land, aus dem Jahre vorher sein Vater Abraham während einer Hungersnot nach Ägypten geflohen war. Isaak bekommt von Gott den Auftrag, zu bleiben – trotz der Hungersnot. Im Land der Verheißung verspricht Gott ihm Schutz und Segen.

Es ist herausfordernd, im Land der Verheißung zu bleiben, wenn du gerade in Not bist, wenn du siehst, wie Hunger sich ausbreitet, deine Familie bedroht. Es verlangt Vertrauen, es braucht Glauben, um auszuhalten, zu bleiben und diese Verheißung in Anspruch zu nehmen.

Wenn du Hunger hast und es wegen einer Hungersnot nicht mehr viel Korn gibt, musst du dich entscheiden, ob du das, was du hast, isst oder ob du es einsparst und dafür aussähst, um später mehr zu haben. Isaak geht diesen Schritt. Er sät in dieses fremde Land das wenige Korn das er hat.

Und Isaak säte in dem Land und erntete im selben Jahr hundertfältig; denn der Herr segnete ihn.

1 Mo 26.12

Isaak sät in seine Zukunft, in die Zukunft seiner Familie, weil er die Verheißung Gottes hat, er werde ihn segnen und vermehren. Das ist ein Versprechen das er festhalten kann. Trotz Hunger zu säen verlangt Vertrauen. In die Zukunft zu säen spricht von Hoffnung auf diese unbekannte Zukunft. Und in der Fremde zu säen spricht davon, sich dort ein Zuhause zu schaffen. Das Bedürfnis nach einem Zuhause, nach einem Ort der Versorgung ist fundamental.

In die Zukunft zu säen spricht von Hoffnung auf diese unbekannte Zukunft.

Je unkontrollierbarer das Leben im Außerhalb ist, umso wichtiger wird die Gestaltung des eigenen Lebensraumes. Bei Isaak war es die existentielle Versorgung, um zu überleben.

In diesen vergangenen Wochen haben wir es an vielen Orten erlebt, dass Menschen ihr Zuhause, diesen Ort an dem sie sich nun während des Shutdowns beinahe rund um die Uhr aufhalten mussten, neu gestalteten, zu einem Ort des Rückzugs, der Geborgenheit, der Schönheit, der Ordnung machten. Dieses Nestbauen erinnert daran, wer wir sind und was uns wichtig ist. Es erinnert, dass wir bei aller Sehnsucht in die Ferne immer auch ein Zuhause brauchen, diesen Ort der Heimat, der dann auch immer einen Teil von uns selbst widerspiegelt. Dabei geht es einerseits um Gestalten, andererseits auch darum, Verantwortung zu übernehmen für meinen Lebensraum.

Isaak übernahm die Verantwortung für seine Familie, indem er säte.  Er wusste, bald würde seine Aussaat Frucht bringen, mehr Frucht als das was er im Moment hatte. Trotz alledem weiß man in einer Zeit der Hungersnot nicht, wie die Aussaat aufgehen und wachsen wird. So brachte er mit dieser Tat Gott sein Vertrauen und seinen Glauben. Er legte diesen Samen nicht nur in die Erde, sondern auch auf den Altar als Opfer, das seinen Glauben zeigte.

Ich denke, wir alle spüren diese Spannung, diesen Ruf in diesen Tagen, wie wir unser Leben, unsere Zukunft weiter gestalten wollen. Wie kann, wie wird die neue Zeit werden, der wir entgegen gehen, in der wir schon stehen. Krisen wollen uns immer auch etwas sagen, wollen uns herausrufen. Was ist es für dich geworden, was siehst du vor dir, wo ist deine Herausforderung, wohinein dein Ruf?

Das Leben, diese Welt ist uns neu anvertraut. So viele Missstände werden in diesen Tagen sichtbar – was bisher unsichtbar, nicht gehört, verdrängt, aber dennoch da war, schafft sich einen Weg durch die Wirren dieser Zeit und schreit. Welcher Schrei erreicht dein Herz, wo zeigt Gott dir deinen Platz?

Ich wünsche dir Hoffnung für dein Herz, Hoffnung, die dich säen lässt in die Zukunft. Halte deine Verheißung im Glauben fest – denn ER hat uns verheißen, mit uns zu sein und zu segnen!

Sei mutig und säe! – auch wenn du dich vielleicht gerade wie ein Fremdling fühlst in deinem Leben.

Save and Secure

When you sit enthroned under the shadow of Shaddai, you are hidden in the stregth of God Most High. He´s the hope that holds me and the Stronghold to shelter me, the only God for me, and my great confidence.

Psalm 91. 1+2

Schau auf Jesus! Komm mit deiner Not zu ihm!

Das stand am Ende meines letzten Bloges.

Wie sehr brauchen wir das heute.

Ich will dich heute ermutigen. Ermutigen, weil wir in einer Zeit sind, die so wohl keiner erwartet hatte und uns sehr herausfordert. In unserem Land ist es eigentlich nicht möglich, die Augen davor zu verschließen.

Das Erleben um den Virus fordert heraus, von sich weg zu schauen, nicht nur das eigene Leben zu sehen, sondern zu sehen, wie es eingebunden und abhängig ist von dem großen Ganzen. Von der Geschichte Gottes mit uns Menschen.

Wir sind heute nicht nur für uns verantwortlich, sondern gerade auch für die, die um uns sind. Und das umspannt die ganze Welt.

Bill Johnson sagt,

manchmal ist es dunkel, weil ER so nahe ist. Die Dunkelheit ist das Zeugnis seiner Nähe.

Diese Hoffnung haben wir heute, wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt, im Schatten des Allmächtigen, der ist IHM ganz nahe. Du bist zugedeckt von seinen Flügeln, er ist deine Burg, deine Zuflucht. Dein Schutz.

Ich habe Hoffnung, nicht weil ich die Augen schließe, aber ich suche sehr gezielt aus, mit was ich mich versorge. was ich in meine Gedanken und in mein Herz lasse.

Diesen Schutz brauche ich, um meine Seele führen zu können. Ich brauche es, dass der Input von Gottes Wort größer ist, als Information über die Situation. Was mich ausgerichtet hält, sind die Verheißungen Gottes.

Und – es ist schwer zu erklären angesichts der Umstände. Ohne die große Not wegreden zu wollen, in denen heute auch Menschen stehen, ohne die Sorge, die sich auch in mein Herz schleichen will, klein zu reden – aber über all dem empfinde ich eine tiefe Ruhe, einen Frieden über dieser Welt.

Freude ist darüber in meinem Herzen, weil ich zutiefst glaube, dass die Stimme Gottes über dieser Welt ist, dass ER seine Kinder nach Hause ruft. Kommt zurück zu mir, an mein Herz, in meine Versorgung.

Jetzt, wo all unser Planen zutiefst gestört wurde, wir in unserem Rennen ausgebremst sind, wo wir buchstäblich zurückbeordert werden in die Verborgenheit – hier ist unsere große Chance. Hier kannst du IHN finden, denn hier wartet er auf dich.

Zutiefst empfinde ich die Not von Menschen, die nun ausgebremst sind, wo Familien begrenzt sind auf kleine Räume, Wege finden müssen, um dies zu gestalten – viele Tränen weine ich über diese Situationen, bete um Hoffnung und Vertrauen und verspüre gleichzeitig, die Sehnsucht und Liebe Gottes:

Kommt zu mir!

Seid still und erkennt, dass ich Gott bin!

Psalm 46.11

Es ist mein inniges Gebet, dass wir nicht mehr von IHM davonlaufen. Dass wir hinschauen, hinschauen, uns rufen lassen und Antwort geben.

Welche Hoffnung hast du heute sonst, wenn nicht in IHM!

Es sind in den vergangenen Wochen wunderbare Lieder geschrieben und veröffentlich worden. Lieder die geschrieben wurden für diese Zeit ohne bereits von dieser Zeit zu wissen.

Und nun haben sie eine große Relevanz, trösten, sprechen von Verheißung, lassen hinschauen auf Gott, auf den, der ALLES in Händen hält – gerade jetzt! Umgib dich mit diesen Verheißungen, mit Zuversicht, Vertrauen.

ER wird Schönheit aus Asche hervorbringen. Vor 1 1/2 Jahren habe ich in Californien gesehen, wie in einem völlig abgebrannten Gebiet, der Brand lag gerade 4 Wochen zurück, helles Grün neben den verbrannten Zweigen hervorbrach und heranwuchs.

Siehe, ich wirke Neues, jetzt sprosst es hervor!

Jes 43.19

Siehe, das spricht davon, schaue hin, achte darauf, richte dich auf das Wachsen, auf das Leben aus – gerade jetzt, wo du auch viel auf Zerstörung schauen kannst. Fülle dein Herz mit der Hoffnung, der Zuversicht und der Kraft vom Himmel!

Sei getrost!

Hoffnung

Der Gott der Hoffnung aber erfülle euch mit aller Freude und allem Frieden im Glauben, den er euch schenkt, und ihr werdet im Überfluss teilhaben an der Hoffnung durch die Kraft des heiligen Geistes.

Rö 15.13

Manchmal fällt es uns schwer, noch Hoffnung zu haben. Wir sind müde, weiter zu vertrauen, festzuhalten, auf Veränderung, Gottes Eingreifen zu warten. Doch genau in diesen Wartezeiten, schenkt Gott uns die Gelegenheit, uns zu bewähren, zu zeigen, auf wen wir unsere Hoffnung setzen.

Und was er dann aufgrund unseres Vertrauens tun kann, das übersteigt oft die kühnsten Träume – denn es ist etwas, was aus dem übernatürlichen Bereich hervorgeholt wird. Was wirklich nur Gott tun kann! Und das ist gut so und kostbar, denn es ehrt den, der alles in Händen hält.

So bleibt biblische Hoffnung immer ein Festhalten, die frohe Erwartung darauf, dass das, was noch nicht zu sehen ist, kommen wird. Die Kraft des heiligen Geistes gibt uns Überfluss an dieser Hoffnung – so sagt es Paulus und so will ich es mehr und mehr glauben.

Warten

Gewartet. Ausschau gehalten.

Manchmal geht es uns wie Habakuk. Gott ruft uns auf, hinzuhören, hinzuschauen, schenkt dann eine Verheißung und dann sollen wir warten, ausharren – doch es kommt und manchmal dann auch ganz schnell. So schnell, dass es sich anfühlt, als würde es uns überrollen.

So kommt meine Seele gerade gar nicht recht hinterher.

Ich begann diesen Blog, weil Gott mir gesagt hatte,ich solle meine Geschichte aufschreiben. Aufschreiben, was er mich die vergangenen Jahre über gelehrt hatte. Es half mir hier zu schreiben, in dem Wissen, irgendwo kommt es an, irgendwo wird es gelesen. Plötzlich hatte ich dabei Menschen vor Augen. Gleichzeitig wusste ich, das ist eigentlich nicht das, was ich tun sollte, was Gott mir aufgetragen hatte. Vor einem Jahr, im Oktober begann ich noch einmal neu zu schreiben, schrieb drei Monate lang im Verborgenen, bevor es im Januar fertig wurde und bereit war, an einen Verlag geschickt zu werden. Es war ein Schritt, ein großer Schritt im Vertrauen. Vertrauen in Gottes Auftrag, seinem gesprochenen Wort, Vertrauen darin, dass er vollendet, was er begonnen hat. Diese Glaubensschritt sind für mich herausfordernd, waren es all die vergangenen Jahre, aber genau diese Schritte sind und waren es, die mich näher an Gottes Herz gebracht haben, die mich tiefer gehen lassen, die mein Leben schön machen und die Fülle Gottes hineingeben.

Und oft ist es dann so, dass wir warten müssen. Ausharren, uns an seinen Worten festhalten. Zum Himmel schreien. Danken, für das, was noch nicht sichtbar ist. Was wir mit himmlischer Hoffnung erhoffen. Himmlische Hoffnung die mehr als nur ein Wünschen ist. Himmlische Hoffnung, die erwartet, was sie noch nicht sieht.

So habe ich gehofft und geglaubt.

Und nun kam die Nachricht vom Verlag – und alles geht ganz schnell. Zu schnell für meine Seele, die spätsommerliche Gefühle in sich trägt und den herannahenden Herbst schon erahnt.

In diesem Gefühlswirbelwind hieß es letzte Woche, Zitatquellen suchen, Bibelstellen prüfen, Fehler ausbessern, mit der Lektorin telefonieren – und es in allem kaum fassen können. Was ich, seitdem ich zu schreiben begonnen hatte, immer wieder getan habe, tue ich auch jetzt – beten, dass Gottes Geist durch dieses Buch Menschenherzen berühren, weich machen und verändern kann. Mein Buch erzählt von der Güte Gottes, die sich in unserem Leben immer wieder erweisen möchte.

Es lohnt sich, diesem Gott von ganzem Herzen zu vertrauen – auch wenn es sich manchmal lange hinzieht. Er ist treu!