Sprachlos

Manchmal fühle ich mich wie sprachlos – obwohl gerade jetzt so viel in mir ist an Gedanken und Gefühlen, was eigentlich sich durch Sprache einen Weg suchen könnte. Doch wenn ich anfange zu reden, scheint es mir, als stolperte ich über meine eigenen Worte.

Manches kann ich gerade nicht in Worte fassen, anderes traue ich mich nicht auszusprechen.

Und in dieser Diskrepanz bereite ich gerade meine erste Lesung zu meinem neuen Buch vor.

Genauer genommen wird es ein

L E S E – C A F É

werden.

Und trotz aller Sprachlosigkeit und auch trotz des kleinen Rahmens freue ich mich darauf.

Ich will der Entmutigung, die sich seit Wochen immer wieder einen Weg in mein Herz hinein sucht, keinen Raum geben.

Seit Wochen fühlt sich die Entstehung meines Buches

PFADfINDER – EINE REISE DES HERZENS IN DAS LAND DER RUHE

wie ein Kampfplatz an. Das fordert mein Herz sehr heraus – gleichzeitig weitet es das Band meines Vertrauens. Es prüft mein eigenes Herz an Hand dessen, was ich in diesem Buch schreibe.

Ich entdecke darin: es sind die tiefen Wurzeln, in den vergangenen Jahren gewachsen in die Tiefe von Gottes Herz. Es ist wie mit den Wüstenpflanzen, die bis zu 40 m tiefe Wurzeln treiben, um aus dem Grundwasser versorgt werden zu können.

Diese Wurzeln halten mich.

Die Liebe Gottes umgibt mich wie ein Feuerwall.

Jesu Liebe liegt wie ein Siegel auf meinem Herzen.

Diese Wahrheit spreche ich mir zu.

Ich male mir das Bild dafür vor Augen.

Ich halte es fest in meinem Herzen, da wo anderes sich hinein schleichen möchte.

Ich bete es für dich, der du heute vielleicht ähnliches erlebst.

So spricht der Herr: Tretet an die Wege, seht und fragt nach den Pfaden der Vorzeit, wo denn der Weg zum Guten sei, und geht ihn! So werdet ihr Ruhe finden für eure Seele.

Jer 6,16

Mache dein Herz fest in IHM und frage nach dem guten Weg – dieser Weg, der nicht nur gute Umstände bringt, aber in allen Umständen Gutes hervor bringt, weil der VATER mit uns ist.

Es ist der Weg des Vertrauens, es ist der Weg, auf dem wir voll Vertrauen seinem Ruf folgen.

Es ist die Reise des Herzens in das Land der Ruhe.

Es ist die Reise, auf der du erlebst, dass die Hoffnung, die du meinst fest zu halten, dich umfängt und einhüllt.

So bist du gehalten!