Vaterherz Gottes

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Die Menschheitsgeschichte beginnt damit, dass der Vater seinem Kind von seinem Atem abgibt.

Da machte Gott der Herr den Menschen aus Staub von der Erde und blies ihm den Odem des Lebens in die Nase. So ward der Mensch ein lebendiges Wesen.   

1 Mo 2.7 (Luth)

Da bildete Gott, der Herr, den Menschen aus Staub vom Erdboden und hauchte in seine Nase Atem des Lebens; so wurde der Mensch eine lebende Seele.      

1 Mo 2.7 (Elb)

Der erste menschliche Atemzug war gefüllt mit dem Atem Gottes. Darüber nachzudenken lässt meinen Atem stocken. So nah, so eng verbunden, so voll göttlichem Leben.

SO wurde der Mensch eine lebende Seele – mit dem Atem Gottes in sich.

Und dann geschieht die Trennung und der Vater geht auf die Suche. Von diesem Moment an machte sich der Vater auf den Weg, um nach seinen Kindern zu suchen.

Adam, wo bist du?   

1 Mo 3.9

Mensch, …, wo bist du?

Das ist der Ruf eines Vaters. Der Ruf dessen, der nach seinem Kind ruft.

Und dieser Ruf von damals hallt immer noch durch die Welt. Es ist die Frage eines suchenden, liebenden Vaters. Der Vater sucht mich, sucht dich mit seinem ganzen Herzen. Seine Sehnsucht nach uns schwebt über dieser Welt.

Kannst du sie hören? Kannst du seine Liebe hören?

Sie ist auch in ´Song of Songs´, dem Hohen Lied der Liebe, zu hören – doch kann ich es auch glauben?

You are so lovely!

Listen, my radiant one –

If you ever lose sight of me, just follow in my footsteps where I lead my lovers.

Come with your burdens and cares.

Come to  the place near the sanctuary of my shepherds.

My dearest one,

let me tell you how I see you –

you are so thrilling to me.

Passion Translation

We will enhance your beauty,

encircling you with our golden reins of love.

You will marked with our redeeming grace.

Passion Translation

Look at you, my dearest darling,

you are so lovely!

You are beauty itself to me.

Your passionate eyes are like gentle doves

Passion Translation

Yes, you are my darling companion.

You stand out from all the rest.

For though the curse of sin surrounds you,

still you remain as pure as a lily,

even more than all others.

Passion Translation

I have come as you have asked

To draw you to my heart and lead you out.

For now ist the time, my beautiful one.

The season has changed,

the bondage of your barren winter has ended

and the season of hiding is over and gone.

Passion Translation

Can you not discern this new day of destiny

breaking forth around you?

Passion Translation

There is change in the air.

Arise, my love, my beautiful companion,

and run with me to the higher place.

For now is the time to arise and come away with me.

Passion Translation

Let me see your radiant face and hear your sweet voice.

How beautiful your eyes of worship and lovely your voice in prayer.

You must catch the troubling foxes,

that sly little foxes that hinder our relationship.

Passion Translation

Will you catch them and remove them for me?

We will do it together.

Passion Translation

Das ist das Lied, der Ruf des Hirten, des Freundes, des Liebhabers? Dieser Ruf an die Gemeinde und jeden Einzelnen.

Und der Ruf des Vaters, denn der Sohn und der Vater sind eins.

Ihre Leidenschaft ist dieselbe – DU.

Dein Herz, Raum in deinem Herzen.

´These foxes´ sind die Kompromisse, die ich eingehe. Die Ablenkungen. Die Zeiträuber. Dunkelheit, die vom Licht trennt.

Willst du sie entfernen – lass es uns zusammen tun, sagt Jesus.

Vielleicht hast du tatsächlich heute mehr Zeit, Freiraum als sonst. Doch heute genauso wie sonst auch musst du dich entscheiden, wie du diese Zeit füllst. Wir sehen in diesen Tagen, die uns so begrenzen wollen, soviel Kreativität.

Ich möchte dieses Geschenk heute empfangen und gestalten.

Jeden Morgen lege ich die Stücke meines Lebens, meines Herzens auf den Altar und warte auf das Feuer das auf mein Herz fällt und von der Liebe des Vaters erzählt.

Herr, zeig uns den Vater, und es ist uns genug.   

Joh 14.8

Das war das Geheimnis in Jesus – der Vater in ihm, er im Vater und so konnte er zeigen wie der Vater ist.

Du kannst den Vater in Jesus sehen, du kannst ihn in seinem Wort hören, aber du musst dort hingehen. Höre den Ruf des Vaters und gehe.

Sei gesegnet!

Vertrauen

Das hörende Herz erwidert die Liebe Gottes!

Martin Schleske

In diesen Tagen gehen wir auf Ostern zu.

Vermutlich mit sehr unterschiedlichen Gefühlen und gleichzeitig haben wir alle dasselbe Gepäck dabei: Umgang und Leben mit einem Virus, der die Welt zu beherrschen scheint.

An einem frühen Morgen habe ich Gott gefragt: Was ist in deinem Herzen, Vater?

Zeig uns dein Herz in diesen Tagen.

Schau auf Golgatha – war die Antwort. Ich habe euch zuerst geliebt und sehne mich nach einer Antwort.

Gott ist ein Gott mit Sehnsucht im Herzen.

Er sehnt sich nach dir. Er wirbt um dein Herz. Und er hat es bereits mit Golgatha getan.

Nur wenige Zeit, bevor Jesus ans Kreuz ging, sagte er den Menschen dies Wort:

Wenn jemand dürstet, der komme zu mir und trinke!

Joh 7.37

Und dann erleben die Jünger den schrecklichsten Tag ihres Lebens – ein Tag von Verlust, Enttäuschung, tiefster Trauer und Verlassenheit. Tiefe Zerbrochenheit aller Träume, die Krise ihres Lebens. Alles umsonst, alles verloren.

Was bedeuten da noch die Worte Jesu?

Woran konnten sie sich festhalten?

Aller Hoffnung beraubt gingen sie in die Isolation, an einen Ort, wo sie sich in ihrer Furcht vor den Juden versammelten.

Auf dem Ölberg hatte Jesus den Jüngern gesagt, sie sollten wachen und beten, doch sie fielen in den Schlaf und waren später tatsächlich nicht bereit für das, was ihnen begegnete.

In einer Übersetzung heißt es, sie waren schlafend vor Traurigkeit.

Manchmal fühlen wir uns wie betäubt von Traurigkeit, Schmerz, Enttäuschung. Es ist ein Kampf, ein Ringen, nicht schläfrig zu werden. Im Gebet, in der Begegnung mit Gott zu bleiben. Aber genau das ist die Zeit, wo wir es so sehr brauchen.

Jesus hat es uns vorgemacht. Er wusste, in Kürze würde er für einen Moment tatsächlich von Gott verlassen sein. Die Sünde der Welt, meine Sünde, würde auf ihm liegen und das würde gleichzeitig bedeuten, dass Gott sich zurückziehen würde von ihm.

Das kostete Jesus über den unsagbaren Schmerz am Kreuz hinaus, auch einen Gebetskampf, von dem es heißt, dass sein Schweiß wie Blutstropfen zur Erde fiel.

Jesus, der die innigste Nähe zum Vater kannte und darin lebte, wusste um den Schmerz darüber, nicht mehr dort sein zu können.

In diesen Tagen kommt mir immer wieder dieses Wort in den Sinn – wache und bete!

Und während ich ringe, ringe um die Aufstehzeit mitten in der Nacht, ringe um meine Kraft dann durch den Tag zu kommen, weiß ich zutiefst, um meine Berufung heute darin.

Wir sind an vielen Stellen schläfrig geworden. Die Umstände, Bequemheit, Enttäuschung, Schmerz, Bitterkeit und Zweifel haben uns schläfrig gemacht. Manch einer von uns ist in seiner Traurigkeit eingeschlafen.

Aber Krisenzeiten sind genau die Zeiten, in denen wir etwas lernen, die uns formen, die Wachstum hervorbringen, Veränderung.

Krisen, Wüste sind Orte, an die wir nicht freiwillig gehen. Die Israeliten haben fiel Zeit in der Wüste verbracht, viel Zeit mit Aufbegehren und Murren.

Sei weise in Wüstenzeiten, d.h es ist gut, zu wissen, woher bekomme ich Wasser, wo habe ich einen Ort, wo ich mich bergen kann, wo finde ich Nahrung und welches Feuer hält mich warm. Enttäuschung kann jedes Feuer erlischen. Sie kann den Blick auf die Treue Gottes versperren. Jesus hatte aufgefordert, dass die die durstig sind, zu ihm kommen sollten. Und kurz darauf war er nicht mehr da. Was macht das mit uns, wenn unsere Hoffnung gestorben ist?

Und dennoch – nach der Dunkelheit kam das Licht, nach dem Tod kam die Auferstehung. Die versprochene Quelle lebensspendenden Wassers, fortwährender Versorgung kam bald danach durch den Heiligen Geist.

Ja, manchmal müssen wir eine Strecke zurück legen in der Wüste, vor allem sehen wir selten, wie lange es dauern wird, doch eines ist gewiss – Gott ist vorher, während und nachher derselbe. Er verändert sich nicht – unabhängig von meinen Gefühlen, unabhängig von meinen Umständen.

Es kostet etwas, an ihm fest zu halten – es kostet Vertrauen, dein Herz anvertrauen.

Doch genau das ist es, was dich verwurzelt, was dir hilft, deine Wurzeln tiefer zu graben, damit du in den Stürmen des Lebens standhalten, damit du in den Wüstenzeiten des Lebens versorgt wirst.

Egal wie deine Umstände gerade sind – mein Gebet ist für dich, dass du Gott weiter vertraust, an ihm festhälst und dein Herz anvertraust – er ist der gute Vater!

Dein Vertrauen erwidert die Liebe des Vaters!