Liebe

Heute Morgen hörte ich Lobpreis aus den USA. Der Lobpreis der jungen Lobpreisleiterin bewegt seit Monaten mein Herz. Diese junge Frau hat vor 8 Monaten morgens ihre kleine Tochter tot in ihrem Bettchen gefunden. Jedesmal wenn ich die Mutter im Lobpreis erlebe, bringt es einen tiefen Schmerz in mir hervor – es ist der Schmerz einer Mutter, die ihr Kind verloren hat.

Zuerst muss ich das Bewusstsein haben, ganz Gott zu gehören ; dann bekomme ich auch das Bewusstsein seiner Gegenwart.

Watchman Nee

Aber da ist noch mehr als Schmerz – es ist ganz viel Platz für Liebe. Und ich glaube, es ist die Liebe, die in ihrem Lobpreis zu sehen und zu erleben ist.

Die vergangenen Jahre habe ich immer wieder Bücher von Menschen gelesen oder es auch bei Menschen erlebt – es gibt ein beharrliches Festhalten im Schmerz. Und das ehre und wertschätze ich. Doch gleichzeitig hat es mich auch jedesmal geschmerzt, weil ich empfand, dass es wie aus einer Art Trotz entstand und ich konnte nicht genau sagen, warum dies so war.

Im Erleben dieser jungen Mutter sehe und erlebe ich etwas anderes. Für mich erlebt sie gerade den tiefsten Schmerz, den ich mir als Mutter vorstellen kann – und ich bin überzeugt, dass sie in diesen Monaten die schwierigsten Stunden ihres Lebens erlebt.

Doch – sie hält an Gott fest.

Sie hält sich an Gott fest.

Doch dieses Festhalten ist ein anderes Festhalten – es ist ein Festhalten aus Vertrauen und Liebe. Ein Festhalten, das von der Liebe und ihrem Vertrauen getragen ist.

Während ich den Eintruck habe, dass wir oft eher aus Trotz festhalten, der wie Rebellion aus unseren Herzen zu kommen scheint. Und das bringt dann gleichzeitig ganz viel Gefühle und Gedanken in uns hervor, die ständig miteinander streiten, in uns ringen und kämpfen. Fragen und Zweifel werden stark in uns. Dort ist das Gehaltensein sehr angegriffen und fragil. Und es lässt den Frieden vermissen, der uns vom Himmel her versprochen ist.

Kalley Heiligenthal stellt die Liebe Gottes nicht in Frage. Sie lässt nicht zu dass der Schmerz und der Verlust ihr Vertrauen erschüttern kann in die Liebe des himmlischen Vaters. Ihr Leben ist erschüttert – total erschüttert. Doch diese Liebe in der sie lebt ist unerschütterlich. Das ruft sie immer wieder kraftvoll heraus in ihrem Lobpreis.

Und so wird, während alles erschüttert wird, gleichzeitig das unerschütterliche sichtbar für sie – die Liebe Gottes!

Das ist der Glaube von dem wir in der Bibel lesen und im Leben so vieler Menschen sehen dürfen. Es ist das, wonach ich mich ausstrecke:

Vollkommen in der Liebe und damit dem vollen Bewusstsein der Gegenwart Gottes zu leben – denn das hat die Kraft, mein Denken und mein Leben, Erleben zu verändern.

Saat

Sei ein Fremdling in diesem Land, und ich will mit dir sein und dich segnen.

1 Mo 26.3

Zur Zeit Isaaks kam eine Hungersnot in das Land, in dem er sich aufhielt. Es war das verheißene Land, aus dem Jahre vorher sein Vater Abraham während einer Hungersnot nach Ägypten geflohen war. Isaak bekommt von Gott den Auftrag, zu bleiben – trotz der Hungersnot. Im Land der Verheißung verspricht Gott ihm Schutz und Segen.

Es ist herausfordernd, im Land der Verheißung zu bleiben, wenn du gerade in Not bist, wenn du siehst, wie Hunger sich ausbreitet, deine Familie bedroht. Es verlangt Vertrauen, es braucht Glauben, um auszuhalten, zu bleiben und diese Verheißung in Anspruch zu nehmen.

Wenn du Hunger hast und es wegen einer Hungersnot nicht mehr viel Korn gibt, musst du dich entscheiden, ob du das, was du hast, isst oder ob du es einsparst und dafür aussähst, um später mehr zu haben. Isaak geht diesen Schritt. Er sät in dieses fremde Land das wenige Korn das er hat.

Und Isaak säte in dem Land und erntete im selben Jahr hundertfältig; denn der Herr segnete ihn.

1 Mo 26.12

Isaak sät in seine Zukunft, in die Zukunft seiner Familie, weil er die Verheißung Gottes hat, er werde ihn segnen und vermehren. Das ist ein Versprechen das er festhalten kann. Trotz Hunger zu säen verlangt Vertrauen. In die Zukunft zu säen spricht von Hoffnung auf diese unbekannte Zukunft. Und in der Fremde zu säen spricht davon, sich dort ein Zuhause zu schaffen. Das Bedürfnis nach einem Zuhause, nach einem Ort der Versorgung ist fundamental.

In die Zukunft zu säen spricht von Hoffnung auf diese unbekannte Zukunft.

Je unkontrollierbarer das Leben im Außerhalb ist, umso wichtiger wird die Gestaltung des eigenen Lebensraumes. Bei Isaak war es die existentielle Versorgung, um zu überleben.

In diesen vergangenen Wochen haben wir es an vielen Orten erlebt, dass Menschen ihr Zuhause, diesen Ort an dem sie sich nun während des Shutdowns beinahe rund um die Uhr aufhalten mussten, neu gestalteten, zu einem Ort des Rückzugs, der Geborgenheit, der Schönheit, der Ordnung machten. Dieses Nestbauen erinnert daran, wer wir sind und was uns wichtig ist. Es erinnert, dass wir bei aller Sehnsucht in die Ferne immer auch ein Zuhause brauchen, diesen Ort der Heimat, der dann auch immer einen Teil von uns selbst widerspiegelt. Dabei geht es einerseits um Gestalten, andererseits auch darum, Verantwortung zu übernehmen für meinen Lebensraum.

Isaak übernahm die Verantwortung für seine Familie, indem er säte.  Er wusste, bald würde seine Aussaat Frucht bringen, mehr Frucht als das was er im Moment hatte. Trotz alledem weiß man in einer Zeit der Hungersnot nicht, wie die Aussaat aufgehen und wachsen wird. So brachte er mit dieser Tat Gott sein Vertrauen und seinen Glauben. Er legte diesen Samen nicht nur in die Erde, sondern auch auf den Altar als Opfer, das seinen Glauben zeigte.

Ich denke, wir alle spüren diese Spannung, diesen Ruf in diesen Tagen, wie wir unser Leben, unsere Zukunft weiter gestalten wollen. Wie kann, wie wird die neue Zeit werden, der wir entgegen gehen, in der wir schon stehen. Krisen wollen uns immer auch etwas sagen, wollen uns herausrufen. Was ist es für dich geworden, was siehst du vor dir, wo ist deine Herausforderung, wohinein dein Ruf?

Das Leben, diese Welt ist uns neu anvertraut. So viele Missstände werden in diesen Tagen sichtbar – was bisher unsichtbar, nicht gehört, verdrängt, aber dennoch da war, schafft sich einen Weg durch die Wirren dieser Zeit und schreit. Welcher Schrei erreicht dein Herz, wo zeigt Gott dir deinen Platz?

Ich wünsche dir Hoffnung für dein Herz, Hoffnung, die dich säen lässt in die Zukunft. Halte deine Verheißung im Glauben fest – denn ER hat uns verheißen, mit uns zu sein und zu segnen!

Sei mutig und säe! – auch wenn du dich vielleicht gerade wie ein Fremdling fühlst in deinem Leben.

Wahre Geschichte

Es gibt eine Geschichte, die Geschichte zu meinem Buch ‚Weites Land – den Weg des Vertrauens gehen‘.

Diese Geschichte erzähle ich bei Lesungen – die momentan ja leider nicht stattfinden können.

Oft sind ja die Wege das eigentliche Ziel. Der Weg dorthin ist das, was mein Leben, was die Geschichte ausmacht. Und so ist mir mein Weg mit diesem Buch sehr kostbar geworden.

Gott hat mich so viel gelehrt dabei, mich wieder einmal erleben lassen, dass sein Wort vertrauenswürdig ist.

Wenn er spricht, dann geschieht es – dann muss es geschehen, denn keines seiner Worte geht verloren.

Ich habe es erlebt.

Und so erzähle ich meine Geschichte. Meine Geschichte mit Gott, meine Geschichte mit meinem Buch. Die Geschichte hinter dem Buch.

Meine Sehnsucht, mein Gebet ist dabei, dass es dich zum Herzen Gottes führt.

Extremes Leben

Immer wieder höre und lese ich es in diesen Tagen: wir sind für eine Zeit wie diese geschaffen. Heute zeigt sich und bewährt sich, was in den letzten Jahren gewachsen ist in uns. In Krisen wird sichtbar, auf welchem Grund wir stehen. Höre und verstehe ich heute meine Berufung – Berufung, die vielleicht so anders ist, als alles was du bisher gedacht und erwartest hast. Die dich aus deiner Komfortzone herausholt. Die sich den Umständen heute anpasst.

Auch wenn wir momentan eher im Verborgenen leben – für mich ein Ort, den ich liebe; was diese Zeit der Verborgenheit für mich nicht so herausfordernd macht wie es für manch einen anderen jetzt ist. Und gleichzeitig erlebe ich diesen Ruf, heute, jetzt nicht still zu sein.

Und darin geschieht es dann, dass du zur größten Challenge deines momentanen Alltags herausgerufen wirst.

Als mein Buch im Herbst erschien, wurde ich von einer Gemeinde aus Rheinland-Pfalz gefragt, ob ich an diesem Wochenende im April zu einer Lesung kommen würde. Am Sonntagmorgen könnte ich dann in der Gemeinde auch noch predigen. Ich hatte zugesagt – und mich darauf gefreut.

Im Zuge von allen anderen Absagen für Zusammenkünfte, musste natürlich auch dieses Wochenende abgesagt werden. Und das war ok so, denn ich empfinde ganz stark diesen Blick auf das Andere, das Größere, das gerade geschieht. JA, wir müssen manches entbehren, auf manches verzichten, absagen – alles scheint so ganz anders zu sein wie geplant. Das kann traurig machen ( was auch ok ist ), aber es kann mich auch hinhören, hinschauen lassen auf das, was nun dran ist. Wo sehe ich die Hand Gottes, die Neues schafft, die wiederherstellt. Und die sich nicht auhalten lässt. Ich bin halt gefordert, meine Vorstellugen davon, wie das zu sein hat und sein kann, loszulassen.

Gott ist ein Gott, der aus Asche Schönheit hervorbringt, der Leben an Orte ruft, wo wir denken, es stirbt etwas – wenn das wirklich mein Glauben ist, dann habe ich große Hoffnung in meinem Herzen – über allen Schmerz hinaus.

Und so heißt es in diesen Tagen für mich, mich der Challenge zu stellen – meiner Herausforderung, denn ich hatte leichten Herzens zugesagt, dass ich ein Predigtvideo an die Gemeinde schicken kann.

Die Predigt war einfach, das Video die Herausforderung.

Dabei war nicht die Technik das Problem – sondern der Mensch. Also ich!

Stelle dir jemanden vor, der lieber telefoniert als zu skypen, der bei Zoom immer nur seinen Namen angibt, anstatt die Kamera einzuschalten (und dabei alle anderen bewundert, die da so selbstverständlich vor ihrer Kamera sitzen), jemand, der traditionelle Gemeindegruppenfotos nicht auf seiner Prioritätenliste hat und bei jedem zweiten Familienfoto die Person ist, die, während alle fröhlich in die Kamera schauen, den Blick in die Ferne schweifen lässt oder fragt, wo muss ich denn hinschauen. Das beschreibt ein bisschen meine Person.

Und nun stehe ich vor dieser Herausforderung – schaue 40 Minuten lang in die Kamera und rede, ohne die Menschen zu sehen, zu denen du sprichst. Es fühlt sich wie schauspielen an, ein weiteres Ding. was nicht zu meiner Leidenschaft zählt.

Aber es ist gerade das, wozu ich gerufen bin und ich fühle die Herausforderung darin und gleichzeitig die Ermutigung : fürchte dich nicht! sei mutig und stark! ich bin mit dir! – denn für solche Momente brauche ich diese Worte. Für Momente, wo ich entscheiden muss, unter welchem Blick ich stehe, unter welchen Blick ich mich stelle. Und dann treffe ich bewusst die Entscheidung – Jesus, du hast mich jetzt dorthin gestellt. Ich muss hier nicht performen, sondern einfach diesen Platz einnehmen, auf dem ER schon auf mich wartet. Und das hat für mich immer etwas mit Loslassen zu tun.

Meine Ängste und mein Denken darüber – und vor allem den Blick, das Denken anderer, loslassen.

Das, was für viele Normalität geworden ist, wurde für mich zu einer zwei Tage – (und Nächte) Ralley – aber ich weiß, es war nur der Start für weitere Glaubens – und Vertrauensschritte. Denn für die Berufungen Gottes brauche ich immer Vertrauen, Glauben in IHN.

Und das ist so gut! Denn dann erlebe ich IHN auch.

Und so lade ich heute ein – wenn du noch keinen OnlineGottesdienst dir für heute gesucht hast oder in den kommenden Tagen auf der Suche bist nach geistlicher Nahrung – vielleicht kann dir diese Predigt helfen, mit dem Herzen des Vaters verbunden zu werden. Die Liebe und Leidenschaft des Vaters für dich zu entdecken, zu glauben, so dass du dich selbst auf die Suche machst nach dem Ort, an dem ER auf dich wartet – dort im Verborgenen!

Denn – so wunderbar all die Dinge sind, mit denen wir zur Zeit online versorgt werden – der beste Ort, der mit Mehrwert, ist immer noch der deiner persönlichen Begegnung mit Gott!

Sei gesegnet!

Hier der Link zur Predigt

https://www.dropbox.com/s/r4gmth0iy9pslyt/YouCut_20200422_115419723.mp4?dl=0

Vertrauen

Das hörende Herz erwidert die Liebe Gottes!

Martin Schleske

In diesen Tagen gehen wir auf Ostern zu.

Vermutlich mit sehr unterschiedlichen Gefühlen und gleichzeitig haben wir alle dasselbe Gepäck dabei: Umgang und Leben mit einem Virus, der die Welt zu beherrschen scheint.

An einem frühen Morgen habe ich Gott gefragt: Was ist in deinem Herzen, Vater?

Zeig uns dein Herz in diesen Tagen.

Schau auf Golgatha – war die Antwort. Ich habe euch zuerst geliebt und sehne mich nach einer Antwort.

Gott ist ein Gott mit Sehnsucht im Herzen.

Er sehnt sich nach dir. Er wirbt um dein Herz. Und er hat es bereits mit Golgatha getan.

Nur wenige Zeit, bevor Jesus ans Kreuz ging, sagte er den Menschen dies Wort:

Wenn jemand dürstet, der komme zu mir und trinke!

Joh 7.37

Und dann erleben die Jünger den schrecklichsten Tag ihres Lebens – ein Tag von Verlust, Enttäuschung, tiefster Trauer und Verlassenheit. Tiefe Zerbrochenheit aller Träume, die Krise ihres Lebens. Alles umsonst, alles verloren.

Was bedeuten da noch die Worte Jesu?

Woran konnten sie sich festhalten?

Aller Hoffnung beraubt gingen sie in die Isolation, an einen Ort, wo sie sich in ihrer Furcht vor den Juden versammelten.

Auf dem Ölberg hatte Jesus den Jüngern gesagt, sie sollten wachen und beten, doch sie fielen in den Schlaf und waren später tatsächlich nicht bereit für das, was ihnen begegnete.

In einer Übersetzung heißt es, sie waren schlafend vor Traurigkeit.

Manchmal fühlen wir uns wie betäubt von Traurigkeit, Schmerz, Enttäuschung. Es ist ein Kampf, ein Ringen, nicht schläfrig zu werden. Im Gebet, in der Begegnung mit Gott zu bleiben. Aber genau das ist die Zeit, wo wir es so sehr brauchen.

Jesus hat es uns vorgemacht. Er wusste, in Kürze würde er für einen Moment tatsächlich von Gott verlassen sein. Die Sünde der Welt, meine Sünde, würde auf ihm liegen und das würde gleichzeitig bedeuten, dass Gott sich zurückziehen würde von ihm.

Das kostete Jesus über den unsagbaren Schmerz am Kreuz hinaus, auch einen Gebetskampf, von dem es heißt, dass sein Schweiß wie Blutstropfen zur Erde fiel.

Jesus, der die innigste Nähe zum Vater kannte und darin lebte, wusste um den Schmerz darüber, nicht mehr dort sein zu können.

In diesen Tagen kommt mir immer wieder dieses Wort in den Sinn – wache und bete!

Und während ich ringe, ringe um die Aufstehzeit mitten in der Nacht, ringe um meine Kraft dann durch den Tag zu kommen, weiß ich zutiefst, um meine Berufung heute darin.

Wir sind an vielen Stellen schläfrig geworden. Die Umstände, Bequemheit, Enttäuschung, Schmerz, Bitterkeit und Zweifel haben uns schläfrig gemacht. Manch einer von uns ist in seiner Traurigkeit eingeschlafen.

Aber Krisenzeiten sind genau die Zeiten, in denen wir etwas lernen, die uns formen, die Wachstum hervorbringen, Veränderung.

Krisen, Wüste sind Orte, an die wir nicht freiwillig gehen. Die Israeliten haben fiel Zeit in der Wüste verbracht, viel Zeit mit Aufbegehren und Murren.

Sei weise in Wüstenzeiten, d.h es ist gut, zu wissen, woher bekomme ich Wasser, wo habe ich einen Ort, wo ich mich bergen kann, wo finde ich Nahrung und welches Feuer hält mich warm. Enttäuschung kann jedes Feuer erlischen. Sie kann den Blick auf die Treue Gottes versperren. Jesus hatte aufgefordert, dass die die durstig sind, zu ihm kommen sollten. Und kurz darauf war er nicht mehr da. Was macht das mit uns, wenn unsere Hoffnung gestorben ist?

Und dennoch – nach der Dunkelheit kam das Licht, nach dem Tod kam die Auferstehung. Die versprochene Quelle lebensspendenden Wassers, fortwährender Versorgung kam bald danach durch den Heiligen Geist.

Ja, manchmal müssen wir eine Strecke zurück legen in der Wüste, vor allem sehen wir selten, wie lange es dauern wird, doch eines ist gewiss – Gott ist vorher, während und nachher derselbe. Er verändert sich nicht – unabhängig von meinen Gefühlen, unabhängig von meinen Umständen.

Es kostet etwas, an ihm fest zu halten – es kostet Vertrauen, dein Herz anvertrauen.

Doch genau das ist es, was dich verwurzelt, was dir hilft, deine Wurzeln tiefer zu graben, damit du in den Stürmen des Lebens standhalten, damit du in den Wüstenzeiten des Lebens versorgt wirst.

Egal wie deine Umstände gerade sind – mein Gebet ist für dich, dass du Gott weiter vertraust, an ihm festhälst und dein Herz anvertraust – er ist der gute Vater!

Dein Vertrauen erwidert die Liebe des Vaters!

Friede Gottes

Und der Friede Gottes, der allen Verstand übersteigt, wird eure Herzen und eure Gedanken bewahren in Christus Jesus.

Phil 4.7

Im Philipperbrief heißt es einen Vers vorher,

Sorgt euch um nichts,…

Keine Sorge in uns zu haben, ist in diesen Tagen eine Herausforderung.

Wenn es nicht um mich selber ist, dann um die, die nicht so geschützt leben können wie ich, die mehr um ihre Existenz bangen müssen, die …

Es gibt wirklich genug Grund, sich zu sorgen. Wir sehen, wir haben das Leben, wir haben die Welt doch nicht so in unserer Hand, wie wir vielleicht dachten.

Das zu erkennen, ist besorgniserregend und gleichsam sehr heilsam.

Die Welt ist zu einem Krisenherd geworden. Das Leben auf dieser Welt ist unsicher geworden. Plötzlich empfinden wir uns verbunden mit der gesamten Welt, denn es sind nicht mehr nur einige, die gerade etwas intensiv erleben, plötzlich ist es die gesamte Welt, die gleiches Erleben teilt. Und obwohl Schrecken darin liegt verbindet es uns auch. In unserer momentanen Isolation sind wir gleichsam weltweit verbunden.

Es heißt momentan, dass die Gefahr der Epidemie der Angst fast größer ist, als der Virus selbst. Was Angst macht mit uns, sehen wir jeden Tag in den Medien.

Und dahinein heißt es in der Bibel, dass unsere Herzen und unsere Gedanken bewahrt werden durch den Frieden Gottes.

Der Friede, der höher als unser Denken, als unser Verstehen ist.

Ein Friede, der sich abhebt von den Nachrichten, den Prognosen, allem menschlichen Erkennen.

Dieser Friede ist eine Person – es ist Jesus selbst, der Friedefürst.

Wenn ich auf ihn schaue, an ihm festhalte, erlebe ich diesen Frieden. Es ist keine Theorie, kein Wunschdenken.

Gestern morgen hatten wir Sorge, ja sogar Angst um unsere Mutter. Sie war seit über einem Tag telefonisch nicht mehr erreichbar (trotz der von uns verordneten Ausgangssperre). Wir wussten nicht, warum sie nicht auf unsere Anrufe reagierte und große Sorge wollte sich ausbreiten. In dieser Zeit des Wartens, Hilfe suchens, erlebte ich diesen Frieden ganz praktisch. Es war nicht ein Wegschieben von Tatsachen oder ein Schönreden – die Unsicherheit um das Leben meiner Mutter war ganz real. Aber genauso real war der Friede, den ich in Jesus haben durfte.

Und die Freude, als ein Nachbar feststellte, dass ihr Telefon auf stumm gestellt war.

In diesen Tagen wird immer wieder der Zukunftsforscher Matthias Horx zitiert.

Mich hat sein Artikel über die Zeit nach Corona begeistert.

Er redet davon, dass es als Gegenstück der Prognose die Regnose gibt. Ein Zurückschauen von einem Ort der Zukunft auf heute. Was wird wie geschehen sein, geworden sein.

Und dann beschreibt er, wie sich das, was wir heute schon als positive Veränderung unserer momentanen Lebensstile erleben, fortgesetzt hat, was daraus geworden ist.

Es ist das, was ich auch sehe und woran ich festhalten möchte.

Ich wüsche mir, für mich selbst, dass das was sich momentan verlangsamt, vereinfacht, erhalten bleibt, ja noch mehr wird, auch wenn die Krise eines Tages überstanden sein wird.

Und ich wünsche mir das nicht nur für mich, sondern für die Menschheit. Dass wir lernen aus diesen Tagen. Dass wir das Gute daraus weiter mitnehmen.

Und gleichzeitig höre ich um mich herum die Stimmen die sagen, niemals wird das gelingen, die Menschheit lernt nicht aus ihren Fehlern.

Das ist der Punkt, wo mir entweder die Hoffnung geraubt wird oder ich daran festhalte und damit vor Gott komme. Dort, an seinem Herzen schaue ich hin, höre ich hin, verbinde ich mich mit seinen Gedanken, seinem Herzen.

Und dort erkenne ich, das, was dieser Zukunftsforscher tut, ist, sich an den Ort zu stellen, wo Gott steht, von wo aus Gott Hoffnung, Zukunftsglaube, Freude in unser Leben hinein spricht.

Prophetie ist letztendlich, dass Gott aus einem Ort in der Zukunft heraus spricht in unser Heute hinein. Er sieht, er spricht, was dort sein kann, soll, wird.

Das ist Prophetie die zur Ermutigug, Auferbauung ist. Sie sät Hoffnung in mein Herz. Lässt Glauben wachsen, lässt mich festhalten. Von diesem Ort aus bete ich, kann ich Hoffnung bringen zu Menschen. Und so will ich weiter daran festhalten, dass wir gerade in einem historischen Moment leben, ein Moment, der meine Geschichte und die der Menschheit verändern kann. Ein Momemt, der zu einem Reset wird – wir haben die Chance, manches noch einmal neu, besser zu leben. Unsere Prioritäten ordnen zu lassen.

Lasst uns hinhören, was Gott heute sagt. Was er in unser Heute hinein spricht.

Unsere Geschichte, die Geschichte dieser Welt hat begonnen, weil Gott gesprochen hat. Seine Worte sind Kreativität. Sie rufen das Leben hervor. Sie rufen Neues hervor. Schönheit.

Ich werde ihn weiterhin aufsuchen – den Ort, wo Gott spricht!

Wo ich das Gute über das Leben höre. Frieden, Heilung, Trost, Zuversicht, Hoffnung.

Sein Friede, ER selbst, sei mit dir!

Save and Secure

When you sit enthroned under the shadow of Shaddai, you are hidden in the stregth of God Most High. He´s the hope that holds me and the Stronghold to shelter me, the only God for me, and my great confidence.

Psalm 91. 1+2

Schau auf Jesus! Komm mit deiner Not zu ihm!

Das stand am Ende meines letzten Bloges.

Wie sehr brauchen wir das heute.

Ich will dich heute ermutigen. Ermutigen, weil wir in einer Zeit sind, die so wohl keiner erwartet hatte und uns sehr herausfordert. In unserem Land ist es eigentlich nicht möglich, die Augen davor zu verschließen.

Das Erleben um den Virus fordert heraus, von sich weg zu schauen, nicht nur das eigene Leben zu sehen, sondern zu sehen, wie es eingebunden und abhängig ist von dem großen Ganzen. Von der Geschichte Gottes mit uns Menschen.

Wir sind heute nicht nur für uns verantwortlich, sondern gerade auch für die, die um uns sind. Und das umspannt die ganze Welt.

Bill Johnson sagt,

manchmal ist es dunkel, weil ER so nahe ist. Die Dunkelheit ist das Zeugnis seiner Nähe.

Diese Hoffnung haben wir heute, wer unter dem Schirm des Höchsten sitzt, im Schatten des Allmächtigen, der ist IHM ganz nahe. Du bist zugedeckt von seinen Flügeln, er ist deine Burg, deine Zuflucht. Dein Schutz.

Ich habe Hoffnung, nicht weil ich die Augen schließe, aber ich suche sehr gezielt aus, mit was ich mich versorge. was ich in meine Gedanken und in mein Herz lasse.

Diesen Schutz brauche ich, um meine Seele führen zu können. Ich brauche es, dass der Input von Gottes Wort größer ist, als Information über die Situation. Was mich ausgerichtet hält, sind die Verheißungen Gottes.

Und – es ist schwer zu erklären angesichts der Umstände. Ohne die große Not wegreden zu wollen, in denen heute auch Menschen stehen, ohne die Sorge, die sich auch in mein Herz schleichen will, klein zu reden – aber über all dem empfinde ich eine tiefe Ruhe, einen Frieden über dieser Welt.

Freude ist darüber in meinem Herzen, weil ich zutiefst glaube, dass die Stimme Gottes über dieser Welt ist, dass ER seine Kinder nach Hause ruft. Kommt zurück zu mir, an mein Herz, in meine Versorgung.

Jetzt, wo all unser Planen zutiefst gestört wurde, wir in unserem Rennen ausgebremst sind, wo wir buchstäblich zurückbeordert werden in die Verborgenheit – hier ist unsere große Chance. Hier kannst du IHN finden, denn hier wartet er auf dich.

Zutiefst empfinde ich die Not von Menschen, die nun ausgebremst sind, wo Familien begrenzt sind auf kleine Räume, Wege finden müssen, um dies zu gestalten – viele Tränen weine ich über diese Situationen, bete um Hoffnung und Vertrauen und verspüre gleichzeitig, die Sehnsucht und Liebe Gottes:

Kommt zu mir!

Seid still und erkennt, dass ich Gott bin!

Psalm 46.11

Es ist mein inniges Gebet, dass wir nicht mehr von IHM davonlaufen. Dass wir hinschauen, hinschauen, uns rufen lassen und Antwort geben.

Welche Hoffnung hast du heute sonst, wenn nicht in IHM!

Es sind in den vergangenen Wochen wunderbare Lieder geschrieben und veröffentlich worden. Lieder die geschrieben wurden für diese Zeit ohne bereits von dieser Zeit zu wissen.

Und nun haben sie eine große Relevanz, trösten, sprechen von Verheißung, lassen hinschauen auf Gott, auf den, der ALLES in Händen hält – gerade jetzt! Umgib dich mit diesen Verheißungen, mit Zuversicht, Vertrauen.

ER wird Schönheit aus Asche hervorbringen. Vor 1 1/2 Jahren habe ich in Californien gesehen, wie in einem völlig abgebrannten Gebiet, der Brand lag gerade 4 Wochen zurück, helles Grün neben den verbrannten Zweigen hervorbrach und heranwuchs.

Siehe, ich wirke Neues, jetzt sprosst es hervor!

Jes 43.19

Siehe, das spricht davon, schaue hin, achte darauf, richte dich auf das Wachsen, auf das Leben aus – gerade jetzt, wo du auch viel auf Zerstörung schauen kannst. Fülle dein Herz mit der Hoffnung, der Zuversicht und der Kraft vom Himmel!

Sei getrost!

Bewässerter Garten

Wenn du dich fühlst, wie auf diesem Bild, aber das Wort bekommst

… du wirst sein wie ein bewässerter Garten und wie eine Wasserquelle, der es nie an Wasser fehlt …

Jes 58.11

dann musst du eine Entscheidung treffen: glaube ich meinen Gefühlen oder dem Wort Gottes?

In meinem Fall hatte ich vor ein paar Wochen im Hinblick auf eine Predigt die vor mir lag, Gott um ein frisches Wort gebeten, das zu einem Zeugnis für IHN sein sollte. Ich hatte das Gebet dann tatsächlich in den Vorbereitungen vergessen, bis ich Sonntagmorgen vor der Predigt diesen Vers von einer Freundin geschickt bekam – und gleichzeitig fühlte ich mich völlig ermattet, war am kränkelnd. Ich hatte die Nacht sehr schlecht geschlafen.

Da erinnerte der Heilige Geist mich an mein Gebet und sagte mir,dass das nun die Antwort sei und ich nahm es – im Glauben, denn weder fühlte ich mich in diesem Moment besser noch sah ich Besserung kommen. Ich nahm es eher als eine Zusage, mittendrin, durch meine Schwachheit hindurch, aus meiner Wüste heraus sollte Wasser fließen, weil es direkt von ihm kam.

Es war wunderbar, es an diesem Morgen so bezeugen zu dürfen und dann auch zu erleben. Anschließend lag ich eine Woche lang krank im Bett – ich möchte nicht sagen, das war ok, aber kann bezeugen, dass es mir zum Guten diente.

Zum neuen Jahr bekam jeder in der Gemeinde eine persönliche Jahreslosung, die ich, um ehrlich zu sein, etwas unbeteiligt zog. So ist es, wenn wir nicht zu jeder Zeit mit Gottes persönlichem Reden rechnen – es kann auch an uns vorbeigehen.

Doch mich traf es eher wie ein Schlag, weil ich mich noch so sehr daran erinnerte – es war genau das Wort aus Jesaja. Auch in diesen Tagen fühlte ich mich alles andere als überfließend. Doch mein Herz war voll Dank für diese Zusage über dem neuen Jahr und die Erinnerung, es wird nicht so sein, weil ich mich so fühle, sondern weil ER es verheißen hat.

Nun liege ich wieder einige Tage krank im Bett und mein Blick schweift durch das Schlafzimmern zu einem Schild, dass ich mir vergangenes Jahr gekauft hatte.

… es werden Wasser in der Wüste hervorbrechen und Ströme in der Einöde …

Jes 35.6

Ja, ich will das glauben.

Auch glauben, wenn ich in alle Wüstenbereiche meines Lebens schaue, wenn ich das Gefühl habe, die meisten Menschen um mich herum stehen gerade in der Wüste – ich will an SEINER Verheißung festhalten. Sein Wort ist die immer gültige Wahrheit. Und es heißt, keines seiner Worte wird zu Boden fallen oder verloren gehen.

Ja, mein Körper ist heute schwach, matt und schmerzt, aber meine Seele ist gefüllt mit Gottes gutem Wort. Das ist meine Freude und meine Zuversicht.

Gerade fällt mein Blick auf das Wort

faith moves mountains

Jesus

Vielleicht ist manchmal der größte Berg der bewegt werden muss, mein eigenes Herz, der Berg in meinem Herzen. Es ist mein Vertrauen, das diesen Berg bewegen kann, um Jesus Platz zu machen.

Glaube

So kommt der Glaube durch das Hören, und das Hören durch das Wort Gottes.   Rö 10.17

Im Urtext der Bibel gibt es zwei unterschiedliche Begriffe für ´Wort´.

Es ist einmal Logos und meint damit das unwandelbare Wort Gottes das schon immer existiert hat, schon vor Beginn der Weltenzeit und bis in alle Ewigkeit.

Nichts kann dieses Wort beeinflussen oder ändern.

Im Gegensatz dazu steht ´Rhema´für sprechen. Es bezeichnet speziell ein Wort, das gesprochen wird – also etwas, was in Raum und Zeit geschieht.

So ist auch die Bedeutung des Wortes, das Paulus im Römerbrief meint.

Hören kann ich nur Gesprochenes, d.h. der Glaube kann kommen durch das Wort, das Gott jetzt in einer bestimmten Zeit zu dir gesprochen hat. Ganz persönlich, jetzt für diese Zeit, diesen Tag, dein Leben gesprochen und gemeint.

Genauso spricht Jesus von diesem Wort, als er dem Teufel in der Wüste entgegensetzt:

Der Mensch lebt nicht vom Brot allein, sondern von einem jeglichen Wort das durch den Mund Gottes geht. 

Mt 4.4

Erlebe, höre ich dieses tägliche Wort, das er zu mir spricht?

Von dem mir verheißen ist, dass ich davon leben kann?

Derek Prince, ein alter, inzwischen verstorbener Bibellehrer, hat es so beschrieben, dass das Rhema-Wort Ewiges – logos – nimmt und in die Zeit bringt, es nimmt Himmlisches und bringt es zur Erde, es nimmt Mögliches und bringt es in die Wirklichkeit, es bringt von Allgemeinem in Bestimmtes.

Manchmal finden wir es in der Bibel, manchmal kommt es durch Menschen zu uns, manchmal schickt Gott einen Engel dafür.

Als David den Plan im Herzen trägt, Gott ein Haus zu bauen, erlebt er, wie Gott in seine Gedanken hinein, in seine Pläne hinein, anderes spricht.

Und David antwortet dann, nachdem er darüber nachgesonnen hatte – es heißt

… da, er ließ sich vor dem Herrn nieder – das Wort, das du über deinen Knecht und dein Haus geredet hast, werde wahr in Ewigkeit, und tu wie du geredet hast.

1 Chr 17.23

David hatte ein anderes Wort bekommen als in seinem Herzen gewesen war, der Prophet Nathan hatte es ihm mitgeteilt, er war verwirrt und setzte sich vor Gott nieder, d.h. er ging in die Stille, um Gott persönlich reden zu hören.

Und dort erfuhr er die Bestätigung dafür, was Nathan ihm überbracht hatte.

Was Gott gesprochen hatte war so gar nicht in der Gedankenwelt des David gewesen. Was soll es auch bedeuten, wenn Gott sagt, er werde dir ein Haus bauen.

Aber David stimmte ohne vollständiges Verstehen darin zu haben, damit überein.

2000 Jahre später geschieht es in der kleinen Stadt Nazareth einem jungen Mädchen.

Gabriel, der Engel von dem es heißt, er stehe normalerweise direkt vor dem Thron Gottes, war ausgesandt worden, diesem jüdischen Mädchen Maria ein Rhema-Wort zu bringen.

Es war ein persönliches Wort an Maria.

Unmittelbar an sie gerichtet, d.h. es enthielt in sich die Kraft, die in ihm liegende Verheißung zu erfüllen. Ihre Verwirklichung hing nur von der Antwort Marias ab.

Als Gabriel von Gottes Plan erzählt, endet er mit, Gott ist kein Ding unmöglich.

Im Urtext heißt es an dieser Stelle :

Kein Wort, das von Gott kommt, wird kraftlos sein.

Lk 1.38

Jedes Wort trägt die Möglichkeit des Werdens in sich – wie ein Same.

Wenn wir das im Glauben ergreifen, treten wir durch unser Ja in ein neues Geschehen ein.

Kennst du das aus deinem Leben?

Gott hat ein frisches Wort in dein Leben hineingesprochen, du hast ja gesagt, es ist geworden.

Wenn du dein Leben mit Jesus gehst, dann ist das auf alle Fälle bei deiner Bekehrung so geschehen.

Dein JA zu Jesus hat deine Errettung frei gesetzt. Du bist nicht einfach errettet, weil Jesus am Kreuz dafür gestorben ist, denn Jesus geht nicht einfach über unseren Willen hinweg, damit Dinge in unserem Leben werden können. Die meisten Dinge brauchen unsere Einwilligung.

Ich liebe es, die Stimme Gottes zu hören. Ich sehne mich danach. Jeden Tag neu. Sein frisches Wort ist für mich wie Manna, das versorgt und erfrischt.

Und die Tage an denen ich nichts höre?

Da will ich da sein, verfügbar sein. Warten.

Mein Herz weich halten, damit ich empfänglich bleibe zu hören, wenn er spricht.

Warten

Gewartet. Ausschau gehalten.

Manchmal geht es uns wie Habakuk. Gott ruft uns auf, hinzuhören, hinzuschauen, schenkt dann eine Verheißung und dann sollen wir warten, ausharren – doch es kommt und manchmal dann auch ganz schnell. So schnell, dass es sich anfühlt, als würde es uns überrollen.

So kommt meine Seele gerade gar nicht recht hinterher.

Ich begann diesen Blog, weil Gott mir gesagt hatte,ich solle meine Geschichte aufschreiben. Aufschreiben, was er mich die vergangenen Jahre über gelehrt hatte. Es half mir hier zu schreiben, in dem Wissen, irgendwo kommt es an, irgendwo wird es gelesen. Plötzlich hatte ich dabei Menschen vor Augen. Gleichzeitig wusste ich, das ist eigentlich nicht das, was ich tun sollte, was Gott mir aufgetragen hatte. Vor einem Jahr, im Oktober begann ich noch einmal neu zu schreiben, schrieb drei Monate lang im Verborgenen, bevor es im Januar fertig wurde und bereit war, an einen Verlag geschickt zu werden. Es war ein Schritt, ein großer Schritt im Vertrauen. Vertrauen in Gottes Auftrag, seinem gesprochenen Wort, Vertrauen darin, dass er vollendet, was er begonnen hat. Diese Glaubensschritt sind für mich herausfordernd, waren es all die vergangenen Jahre, aber genau diese Schritte sind und waren es, die mich näher an Gottes Herz gebracht haben, die mich tiefer gehen lassen, die mein Leben schön machen und die Fülle Gottes hineingeben.

Und oft ist es dann so, dass wir warten müssen. Ausharren, uns an seinen Worten festhalten. Zum Himmel schreien. Danken, für das, was noch nicht sichtbar ist. Was wir mit himmlischer Hoffnung erhoffen. Himmlische Hoffnung die mehr als nur ein Wünschen ist. Himmlische Hoffnung, die erwartet, was sie noch nicht sieht.

So habe ich gehofft und geglaubt.

Und nun kam die Nachricht vom Verlag – und alles geht ganz schnell. Zu schnell für meine Seele, die spätsommerliche Gefühle in sich trägt und den herannahenden Herbst schon erahnt.

In diesem Gefühlswirbelwind hieß es letzte Woche, Zitatquellen suchen, Bibelstellen prüfen, Fehler ausbessern, mit der Lektorin telefonieren – und es in allem kaum fassen können. Was ich, seitdem ich zu schreiben begonnen hatte, immer wieder getan habe, tue ich auch jetzt – beten, dass Gottes Geist durch dieses Buch Menschenherzen berühren, weich machen und verändern kann. Mein Buch erzählt von der Güte Gottes, die sich in unserem Leben immer wieder erweisen möchte.

Es lohnt sich, diesem Gott von ganzem Herzen zu vertrauen – auch wenn es sich manchmal lange hinzieht. Er ist treu!